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Mo, 07:13 Uhr
17.08.2009

nnz-Forum: CDU – Schuld an Teilung?

Die Überzeugung, dass er es „draußen im Lande“ mit Millionen von Idioten zu tun hat, gehört zur psychischen Grundausstattung des Berufspolitikers. Das sagte Herr Hans Magnus Enzensberger, ein bekannter Schriftsteller und ein Leser der nnz ist dem nachgegangen...


Wir gehen mit großen Schritten auf die Landtagswahl zu. Aus diesem Grund möchte ich noch einmal ein paar Worte über die CDU verlieren – gerade weil sie sich als die großen Wohltäter des Deutschen Volkes aufführen. Dazu muss ich etwas weiter ausholen: Die CDU versucht uns immer wieder vorzumachen, dass allein die „bösen ostdeutschen Kommunisten“ und natürlich die „Sowjetrussen“ schuld an der Teilung Deutschlands seien. Wie sagte doch Herr Zeh anlässlich einer Auszeichnung von Jubilaren am 10.09.2007 im Hotel „Zur Sonne“? Die Jubilare seien allesamt Zeugen der Deutschen Wiedervereinigung gewesen. Dieses große Ziel habe die CDU in all den Jahren niemals aus den Augen verloren.

Karikatur (Foto: Buntfuß) Karikatur (Foto: Buntfuß)

Ich habe das damals schon in einem Artikel bezweifelt. Seit dem 11.02. 2008 gibt es Filmdokumente, die deutlich zeigen, wie die damalige Regierung unter Adenauer, massiv gegen die Wiedervereinigung gearbeitet hat, und zwar vor allem im Auftrag und mit Unterstützung der US-Amerikaner unter Präsident Harry S. Truman.

Herr Zeh, ist es nun an der Zeit, dass die CDU zur Wahrheit findet! Es ist absolut falsch, wenn Sie behaupten, die CDU habe sich immer für die Wiedervereinigung eingesetzt. Es war auch nicht die CDU, die die Wiedervereinigung vollbracht hat, es waren die mutigen Ostdeutschen und nicht Herr Kohl und seine Gefolgsleute. Auch wenn Sie immer wieder versuchen uns das vorzumachen, wie zuletzt am 04.08.09 im Sankt-Jakob-Haus.

Ja, Herr Zeh, Sie sollten sich einmal ganz intensiv mit der Geschichte Ihrer Partei auseinandersetzen. Sie glauben nicht, was ich hier schreibe? Dann empfehle ich Ihnen, sich die Sendung „Operation Wunderland“, die vom WDR am 11.02.2008 ausgestrahlt wurde. Bei Ihrer Stellung bekommen Sie sicher einen Mitschnitt der Sendung zugestellt. Allen anderen, die Interesse haben, etwas mehr die wahren Spalter Deutschlands zu erfahren, empfehle ich, nach „Operation Wunderland“ zu „googeln“.

Noch ein Wort zum Demokratieverständnis der CDU: Ein Ableger der CDU, der Studierendenverbund „RCDS“, fordert allen Ernstes, dass man den Rentnern und Arbeitslosen, das Stimmrecht bei den Wahlen beschneidet. Sie sollen wohl nur eine halbe Stimme bekommen, wenn sie nicht ganz von der Wahl ausgeschlossen werden sollen. Thomas Wieczorek meint sogar, Schäuble sei ein Sicherheitsrisiko für die Demokratie.

Dem Aufruf einiger Kommentatoren, „unserer Kanzlerin“ am Dienstag, den 18. August, einen blaublusigen Empfang zu bereiten, schließe ich mich an, denn auch das Blauhemd mit FDJ-Emblem gehört konsequenterweise zur Traditionspflege von Frau Merkel und Herrn Althaus.

Zum Schluss noch eine Buchempfehlung: Sehr interessant für alle Politiker und die, die es werden wollen, sind die Streitschriften „Die verblödete Republik“ und „Die Dilettanten“ von Thomas Wieczorek. Dort kann man auch etwas über unsere Oberbürgermeisterin Barbara Rinke lesen. Jeder, der dieses Jahr noch stolz zur Wahlurne schreitet, sollte wenigsten ein wenig darin geblättert haben! Aber ich glaube, die meisten lesen ja noch nicht einmal das, über was sie abstimmen sollen, oder?
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Real Human
17.08.2009, 19:05 Uhr
Adenauer – ein Hochverräter?
Es ist wieder einmal eine schwere Kost, die uns Herr Buntfuß da zumutet. Bis 1989 zurückzudenken das geht ja gerade noch. Aber wie heißen noch diese längst verblichenen Gestalten vor der Deutschlandkarte? Der links soll Truman heißen? Da muss ich doch gleich mal „googeln“. Ach ja, das war der, der die „Japse“ "gegrillt" hat – in Hiroshima und Nagasaki. Na ja, wenigstens hat er damit Millionen amerikanischen Soldaten das Leben gerettet. „Was für ein Mist“, dass es „Wikiquote“ gibt! Das Nachfolgende soll von ihm stammen:

"If we see that Germany is winning, we ought to help Russia, and if Russia is winning we ought to help Germany, and that way we let them kill as many as possible." Quelle: New York Times, vom 24. Juni 1941 (Nach sechs Jahren Englischunterricht sollte man dies übersetzten können.)
Ein genialer Bursche, oder? (Allerdings soll Stalin eine ähnliche Strategie verfolgt haben.)

Und der Herr neben ihm? Irgendwie hatte ich diesen als etwas schlanker – um nicht zu sagen dürrer – in Erinnerung. Wenn er von der „DDR“ sprach klang mir es wie „Soffjetzone“ in den Ohren, dabei hatte er doch seine Brüder und Schwestern in der „Soffjetzone“ immer so lieb!? Doch ach, was musste ich als politisch Interessierter schon in den 70er Jahren erfahren? Nicht von Radio DDR, sondern vom Kölner Deutschlandfunk. Herr Adenauer hatte danach den Osten Deutschlands ganz und gar nicht so gern. So trat er als langjähriger Vorsitzender des Preußischen Staatsrates für eine Abspaltung des Rheinlands von Preußen ein. Jedes Mal, wenn er im Zug zu Sitzungen über die Elbe fuhr, soll er sich bekreuzigt haben.

„Bereits am 4. Dezember 1918 gab es aus dem Umfeld der Kölnischen Volkszeitung einen Versuch, eine Rheinische Republik auszurufen, der aber kaum auf Resonanz stieß. Der Stimmung im Rheinland verlieh auch Konrad Adenauer Ausdruck, als er am 1. Februar 1919 mehr als sechzig Oberbürgermeister und Abgeordnete der Nationalversammlung und der preußischen Landesversammlung zu einem Treffen nach Köln einlud. Adenauer war zu dieser Zeit Oberbürgermeister von Köln und gehörte der Zentrumspartei an. Erster und einziger Tagesordnungspunkt der Zusammenkunft war 'die Gründung der Rheinischen Republik'.“ Quelle: Wikipedia.

Nach 1945 tat er alles dafür, dass sein Traum nun endlich in Erfüllung gehen konnte. Eine scharfe Auseinandersetzung gab es dabei mit dem SPD-Vorsitzenden Kurt Schumacher, der ihn nicht zu Unrecht als „Kanzler der Alliierten“ bezeichnete. Während der sozialdemokratische Patriot Schumacher fast 10 Jahre in Konzentrationslagern zubrachte, verhielt sich Konrad Adenauer laut Wikipedia gar nicht so heldenhaft. Schon bald nach der Gründung der alten BRD forderte er, dass bei Einstellungen in den öffentlichen Dienst mit der „Naziriecherei“ endlich Schluss sein müsse. Diese opportunistische Marionette war nicht irgendwer, sondern der erste Kanzler der Altbundesrepublik. Nach ihm ist die Konrad-Adenauer-Stiftung benannt. Auch in der heutigen CDU ist er hoch angesehen, obwohl er die Stalinnote vom März 1952 völlig unbeachtet zur Seite gelegt hat.

Die Sowjetunion wollte mit einem neutralen Deutschland einen ihren Sicherheitsinteressen entsprechenden „cordon sanitaire“ schaffen. Das wäre auch in unserem Sicherheitsinteresse gewesen. So aber vertiefte sich im Gegensatz zu Österreich die Spaltung Deutschlands immer mehr. An der innerdeutschen Grenze standen sich mit Atomsprengköpfen gerüstete Großmächte unmittelbar gegenüber. Wir haben – wie es sich nicht nur während der Kubakrise gezeigt hat – mehr Glück als Verstand gehabt, dass sie nicht zum Einsatz gekommen sind.

Die 17 Millionen Ostdeutschen mussten 28 Jahre lang eine stalinistische Einparteiendiktatur erdulden, die – insbesondere unter Honecker – immer mehr zu einer Karikatur von „Sozialismus“ verkam. Für einen geschichtlich gebildeten Ostdeutschen besteht somit nicht der geringste Grund eine Partei zu wählen, die 28 Jahre „Knast mit erweitertem Ausgang“ mindestens mit zu verantworten hat. Insofern ist das Agieren Adenauers und seiner CDU in seinen Auswirkungen für die Ostdeutschen durchaus mit Hochverrat vergleichbar. Auch Helmut Kohl wollte die Wiedervereinigung nicht, wenn dafür Deutschland hätte neutral werden müssen. Nur geschichtlich Ungebildete und Naive werden Vertretern dieser durch und durch verlogenen Partei zujubeln.

Gute Nerven beim Betrachten der „Operation Wunderland“!
H.Buntfuß
17.08.2009, 20:17 Uhr
Doch schon sehr seltsam
Herr Birkefeld,
Ihr Kommentar zu den Artikel zeigt mir ein paar Tatsachen, wie ich sie so noch nicht kannte. Natürlich habe ich gleich noch einmal bei Wikipedia nachgeschaut und siehe da ich bin fündig geworden.

Um ehrlich zu sein, ich konnte nicht so recht glauben, was Sie da schreiben. Schon allein der eine Satz, den Sie in englisch belassen haben machte mich neugierig. Ich möchte den Ausspruch von Truman hier in deutsch wiedergeben, damit sich der Leser das Übersetzen sparen kann.
Es heißt wörtlich

"Wenn wir sehen, dass DEUTSCHLAND gewinnt, sollten wir Russland helfen, und wenn wir sehen, dass RUSSLAND gewinnt, sollten wir Deutschland helfen, und auf diesem Wege lassen wir sie so viele wie möglich töten." - New York Times, 24 Juni 1941

Ja diese Worte sprach der Präsident von Amerika und darüber sollte man einmal nachdenken, überhaupt sind es beide Artikel wert sich Gedanken zu machen, bevor man am 30.08.09 zur Wahl geht. Für mich gibt die CDU kein sehr schönes Bild ab.
98maschr
18.08.2009, 07:17 Uhr
Ja wirklich seltsam
Wenn Adenauer nun ein Hochverräter is,t was waren dann Ulbricht, Stoph und Honecker, die ihre eigenen Landsleute haben erschießen lassen?

Fakten kann man immer auf mehrere Weisen interpretieren und in diesem Falle bin ich der Meinung, daß dies so ziemlich das gleiche Niveau ist wie die Holocaustleugnung.

Meine ehemalige Geschichtsprofessorin hat zumindest herzlichst gelacht als ich ihr dieses Machwerk an infantilen Lügen zugesendet habe

Und das ein Amerikaner im Krieg(!) so etwas gesagt hat ist natürlich ein Skandal und ein Grund eine deutsche Partei nicht zu wählen...der ein oder andere hier sollte wirklich noch einmal den Geschichtsunterricht besuchen, ich für meinen Teil schlage an dieser Stelle muß einfach mal hilflos mit dem Kopf schütteln bei derart vielen Lügen.
Am besten lesen, schmunzeln, nen Haken an den Artikel dranmachen und sich ernsthaften Dingen zuwenden....

ps: Der RCDS hat dies niemals gefordert und es findet sich in keinem Ihrer Ziele wieder. Dies war die Forderung eines einzelnen Mitgliedes (falls Sie die Wahrheit interessiert - was ich mehr und mehr bezweifle).
altmeister
18.08.2009, 08:15 Uhr
Demagogie
Werter Herr Buntfuß,
da Sie so auf "googeln" stehen möchte ich Ihnen den Tip geben auf Wikipedia nach Demagogie nachzusehen. Die heutige Definition ist da sehr interessant!

Es ist immer nicht sauber, wenn Halbwahrheiten dargestellt werden, aus dem Zusammenhang gerissene Teile angeführt und einseitige Quellen für die Agitation herangezogen werden. Wer geschichtlich nicht ganz unwissend ist kennt auch viele Hintergründe und Zusammenhänge, welche von Ihnen so einseitig dargestellt werden!
denk-mal
18.08.2009, 09:41 Uhr
irgend wie am thema vorbei
ich möchte hier eigentlich nur ganz simpel darauf hinweisen, dass herr adenauer mindestens aber auch herr ulbricht in einem von siegermächten besetzten Land versucht haben die erblasst der nazizeit zu überwinden.

der eine hatte eine demokratie als besatzungsmacht, der andere eine diktatur (mit ähnlichen strukturen wie bei den nazis) als besatzungsmacht.

allein diese tatsache unterscheidet schon mal grundsätzlich alles was in diesen beiden neu entstandenen deutschen staaten sich entwickelt hatte.

in dem einen deutschen staat gab es willkür und todesurteile mit erfolgter hinrichtung und in dem anderen demokratische verhältnisse.

es kann wirklich nicht von verrat gesprochen werden, wenn man mit dieser staatsform sich nicht "vereinen" wollte.

fakt ist jedoch das ein vereintes deutschland zumindest mit lippenbekenntnissen von der cdu verfolgt wurde. fakt ist auch, als die chance für ein wiedervereintes deutschland mit demokratischen verhältnissen sich anbot, auch diese von der damaligen regierung von cdu und fdp genutzt wurde.

die spd dokumetierte durch herrn lafontain, dass sie gegen ein wieder vereintes deutschland wären.

sie werden mir ein lächeln zu ihrem artikel gestatten. ich habe mir ihre empfehlung, herr buntfuss, angesehen, und kann dazu nur bemerken, es ist das geschriebene und gesagte wort nicht unbedingt immer wahr, sondern oftmals eben nur die dargestellte meinung von einzelnen autoren oder filmemachern, wenn sie einem gefällt kann man sich dieser ja anschließen, aber wahrhaftiger wird sie trotzdem nicht.

irgendwie haben die menschen doch ihre geschichte in die hand genommen und sind montags (nordhäuser diensttags) auf die straße gegangen um zu zeigen, was sie nicht mehr wollten! die fehlende alternative lässt sie jetzt noch zu hause bleiben, oder ?
Gonzales
18.08.2009, 12:02 Uhr
Wir sind das Volk
Alles korrekt Herr Buntfuß ! Guter Beitrag.

Und eine Ergänzung:
Nicht die CDU, sondern das Volk auf der Straße hat Honecker hinweggeweht. Im Januar 90 hätten laut einer ARD - Umfrage auch deshalb 58 % der Bürger im Osten SPD gewählt. Dann kam der liebe Helmut, versprach blühende Landschaften, Bananen für alle und die DM. So ist er gewählt worden.

Danach: wurden Betriebe für eine DM verkauft, kaputt gemacht. Leute mit SED - Posten wurden übernommen und bekamen neue Pöstchen. Die Leute vom Bebelplatz und der Frauenberg - Kirche die so fleissig demonstriert hatten und die Wende schafften bekamen Abfindungen und wurden arbeitslos.
Das ist das der einzige Verdienst den die CDU an der Wende hatte. Die Wende hat das ostdeutshe Volk geschafft nicht Herr Kohl und schon gar nicht Frau Merkel.

Deshalb: Wir sind das Volk - warum lassen wir uns diesen Staat gefallen, der den Reichen das Geld zuwirft und dafür Rentner und Arbeiter ausbeutet?
Wehrt Euch
Real Human
18.08.2009, 13:50 Uhr
Wo ein Wille, da ist auch ein Weg!
28 Jahre lang war Deutschland durch schwedischen spezialgehärteten Stacheldraht, Minenfelder und auf Tötung durch Verbluten abzielende Schrapnellwerfer (SM-70) geteilt. Auch wer nicht aus Frust oder (teilweise egoistischer) Sehnsucht nach einem besseren Leben die „DDR“ verlassen wollte, lebte, wie nicht nur die Kubakrise zeigte, ständig in höchster Lebensgefahr.

Zwei nnz-Leser haben sich die Mühe gemacht, einmal nachzuforschen, ob diese für das Deutsche Volk nicht ganz ungefährliche Situation zu verhindern gewesen wäre. Das Schicksal eines Volkes entscheidet sich aufsummiert zwar tagtäglich, es gibt aber immer auch Hotspots oder „Weggabelungen“, die besonders zukunftsentscheidend waren und sein werden. Für Deutschland waren dies die Jahreszahlen

9.11.1799 – 18. Brumaire mit der Folge der Machtergreifung Napoleons,
16.-19.10.1813 – Völkerschlacht bei L. mit der Folge einer verhängnisvollen Dominierung Deutschlands durch Preußen
1848/49 – die gescheiterte bürgerliche Revolution (Sehr entscheidend!)
28.6.1914 Attentat von Sarajevo – mehr als „Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte“
5.3.1933 Letzte halbwegs freie Wahlen in Deutschland mit der letzten großen Möglichkeit den zweiten Weltkrieg (von Deutschland aus) zu verhindern.

Alles ist natürlich nur sehr skizzenhaft und unvollständig!

Im Frühjahr 1952 gab es auch wieder eine „Weggabelung“. Konrad Adenauer entschied sich für die Westintegration und den Kapitalismus. Andere wie Thomas Dehler (FDP) und Gustav Heinemann (der spätere Bundespräsident) warfen Adenauer vor, nicht genug für die Wiedervereinigung getan zu haben. Welche REALISTISCHE Chance vertan wurde zeigt das Beispiel Österreichs. „Mit der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrages am 15. Mai 1955 ... sowie der Verpflichtung, keinen erneuten Anschluss an Deutschland anzustreben, erlangte die Republik ihre volle Souveränität am 27. Juli 1955.“ (Wikipedia). Das Argument, man könne von dem kleinen Österreich nicht auf das wesentlich größere Deutschland schließen, halte ich für nicht stichhaltig.

In Wahrheit ging es nur um Imperialismus und den Kampf der Systeme. Wo ein Wille ist, gibt es auch meistens einen Weg. Der Weg Konrad Adenauers hätte uns beinahe in den atomaren Holocaust geführt. Natürlich wollten auch Ulbricht und Honecker die Wiedervereinigung nicht oder nur zu ihren stalinistischen Bedingungen – Gesamtdeutschland mit Erich Honecker als Staatsratsvorsitzenden mit noch größerem Jagdschloss und allem „Pipapo“. Doch Konrad Adenauer war praktisch der einzige Deutsche, der den österreichischen Weg hätte „freischaufeln“ können. Ulbricht war nur ein machtloser Lakai Stalins. Oder sollte umgekehrt dies auch für Adenauer gelten? Befand sich schon die Kugel im Lauf eines natürlich „kommunistischen“ Attentäters? Kennedy lässt grüßen! Nein, das war nicht nötig, denn Adenauer hat aus eigener Überzeugung ein neutrales und freies Deutschland verhindert!

In diesem Zusammenhang ist es auch sehr interessant, wie die deutsche Geschichte weiter verlaufen wäre, wenn Gorbatschow auf einer Deutschen Neutralität bestanden hätte, und der „Augustputsch“ in Moskau vom 18. bis 21. August 1991 erfolgreich gewesen wäre. Auch zu Beginn der 50er Jahre war das legendäre „Fenster“ für eine mögliche Wiedervereinigung nur kurz geöffnet. Ich glaube, dann hätte Helmut Kohl den Ostdeutschen wohl ein paar sehr unangenehme Fragen beantworten müssen – wenn wir dann noch existiert hätten.

An „98maschr“: Wenn Ihr argumentatives Niveau auch das Ihrer ehemaligen Geschichtsprofessorin sein sollte, so hoffe ich, dass es sich bei ihr um eine singuläre Erscheinung handelt. Ansonsten sehe ich rabenschwarz für Deutschland. Vielleicht würden Sie, Frau Professor, einmal mit Argumenten aufwarten? „Holocaustleugnung“, „Machwerk an infantilen Lügen“ – von diesem Niveau ihres Schülers sollten Sie sich distanzieren, oder? Oder wollen Sie ihre Gegenargumente für sich behalten?

An „Altmeister“: Es ist wenig meisterlich, was Sie an Argumenten geboten haben. Verraten Sie uns Ihre „Hintergründe“ und „Zusammenhänge“ und fügen Sie die „aus dem Zusammenhang gerissene[n] Teile“ wieder zusammen! Ich bin auf Ihre Geschichte Deutschlands schon sehr gespannt!
H.Buntfuß
18.08.2009, 19:37 Uhr
Dienstagsdemo in Nordhausen??
Sehr geehrter Herr DENK – Mal,
Ich möchte Sie nur über einen Irrtum aufklären, in Nordhausen waren die Demonstrationen Immer Montags, vor dem Rathaus. Vor geraumer Zeit wurde sie vor die ARGE verlegt. Und zwar immer Donnerstag 18.00 Uhr.

Weiter schreiben Sie, – es ist das geschriebene und gesagte Wort nicht unbedingt immer wahr, – Also muss ich wohl davon ausgehen, das man den Wahlplakaten der FDP keinen Glauben schenken darf?
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