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Mi, 11:24 Uhr
12.08.2009

Ausflug in die Unterwelt

Am Montag dieser Woche begaben sich die Mitglieder des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV) auf Wanderschaft. Vor Ort wollten sie sich über den Stand der Bauarbeiten entlang des letzten noch nicht fertiggestellten Abschnitts der Autobahn 38 informieren. Ob sich der Ausflug gelohnt hat, das hat die nnz erfahren...

In der "Unterwelt" (Foto: NUV) In der "Unterwelt" (Foto: NUV)

Ihr Interesse am NUV und am Fortgang der Bauarbeiten der Autobahn bekundeten die städtische Dezernentin von Bau und Wirtschaft, Inge Klaan sowie der Landtagsabgeordnete Egon Primas (beide CDU). Am Portal des Höllbergtunnels wurden die Unternehmer aus dem Landkreis recht herzlich von Christoph Becker begrüßt. Der Mitarbeiter der DEGES informierte seine Gäste über den Stand der Bauarbeiten.

Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand der Höllberg-Tunnel, dessen beide Röhren 849 und 874 Meter lang sind. Bei der Begehung der Tunnelröhren erläuterte der Fachmann nicht nur die Bautechnologie an sich, sondern stellte den Unternehmern die aufwändige Sicherheitstechnik vor. Schadensfälle wie etwa ein Brand würden sofort erkannt, gemeldet und bekämpft werden. Die gesamte Brandmeldetechnik sei dreifach abgesichert.

Die Sicherheitsaspekte stellen sich aber auch durch eine aufgehellte Fahrbahn sowie eine intensivere Ausleuchtung der Tunnelröhren an deren Ende dar. Dies sei aufgrund der komplizierten Wechselwirkungen zwischen Kunst- und Naturlicht notwendig, um die Kraftfahrer vor unangenehmen Reflexen zu schützen.

Am 2. Mai 2007 war mit dem Bau des Tunnels begonnen worden, in diesen Verlauf sich auch die Grenze zwischen den Landkreisen Eichsfeld und Nordhausen befindet. Bereits am 4. Dezember, dem traditionellen Barbaratag, sei der Durchschlag nach sieben Monaten Bohr- und Sprengvortrieb vorgenommen worden. In diesen Tagen wird mit den Erprobungen und mit Testfahrten begonnen.

Voraussichtlich wird der letzte Abschnitt der gesamten Autobahn A 38 zwischen den Anschlussstellen Bleicherode und Breitenworbis zwischen dem 15. und 22. Dezember dieses Jahres für den Verkehr freigegeben. Dann liegen hinter den Bauleuten auf der mehr als 200 Kilometer langen Trasse 15 Jahre Bauzeit.

Die Mitglieder des Nordhäuser Unternehmerverbandes stellten viele Fragen, so auch zur Gewährleistung oder zur erwarteten Verkehrsdichte. Christoph Becker rechnet in den ersten beiden Jahren nach Verkehrsfreigabe mit 25.000 bis 30.000 Fahrzeugen pro Tag im Bereich des „Tunnel Höllberg“, wie das Bauwerk, das mehr als 50 Millionen Euro gekosten hat, offiziell benannt wird. Das Bauwerk selbst unterliegt einer 30jährigen beschränkten Haftung seitens des Hauptauftragnehmers, Fachleute gehen jedoch davon aus, dass die Schwarzdecke auf den Fahrbahnen schon nach mindestens zehn Jahren das erste Mal saniert werden muss.

Ein Dank des NUV-Vorstandes ging in Form einer flüssigen Köstlichkeit aus dem Hause Nordbrand an Christoph Becker, ein Dankeschön an die Nordhäuser Verkehrsbetriebe für den Bustransfer sowie an das Team der „Pension Forst“ in Rüdigsdorf, wo der zweite Teil dieses interessanten Klubabends der Nordhäuser Unternehmerschaft stattfand.
Autor: nnz

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