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Fr, 10:42 Uhr
27.09.2002

Gut' Ding braucht Weile

Nordhausen/Mühlhausen (nnz). Derzeit läuft im Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen (ZAN) die Ausschreibung für die Behandlung des Restabfalls ab dem Jahr 2005. Das Prozedere dieses Verfahrens ist nicht nur für die Bieter eine Nervenprobe. nnz hat nachgehakt.


Irgendwann will man sich im ZAN auf einen Bieter einigen, so die Antwort aus der Geschäftsstelle in Mühlhausen. Bis dahin gab und wird es sicherlich noch unendlich viele Gesprächsrunden geben. Der ZAN hatte sich für ein mühseliges Ausschreibungsverfahren entschieden, um eine möglichst hohe Sicherheit zu erlangen. Für die Bieter, die sich zum Teil nicht zu ersten Mal bewerben, dauert das alles viel zu lange. Vor allem ginge es in den klärenden Gesprächen nicht so sehr um technologische Details, sondern um das Komma in den Texten. Da seien Scharen von Anwälten allein damit beschäftigt die richtige Formulierung zu finden.

Für den ZAN kein Problem, denn diese Vorfeld-Kosten solle der Bieter übernehmen, der den Zuschlag bekommen hat. Und der legt sie einfach um – auf den Gebührenzahler. Beklagt wird in der Nordthüringer Politregion darüber hinaus, dass es innerhalb des ZAN zu keiner einheitlichen Meinung komme. Der Vorsitzende des Verbandes, Landrat Dr. Henning, gebe zwar eine Marschroute vor, mit der seien die anderen drei Landkreise aber nicht so glücklich.

Warum die einzelnen Bieter neben dem ZAN auch noch mit den Kreisverwaltungen reden und verhandeln müssen scheint nicht so richtig zu durchschauen zu sein. Vermutlich drücke sich die kommunale Politik vor der Tatsache, die Erhöhung der Gebühren dem Volke mitzuteilen.

Nach Monaten des Hinauszögerns sollen die Bieter jetzt schnell agieren. In einigen Tagen soll nach nnz-Informationen die Frist für die Angebote ablaufen. Am 14. Oktober treffen sich die Verbandsräte erneut in Mühlhausen. Ob dann allerdings eine Entscheidung getroffen wird, ist fraglich. Aber letztlich drückt irgendwann mal der Termin, an dem die neue Gesetzlichkeit greift. Oder es wird die Variante den Zuschlag erhalten, die einen Export des zu behandelnden Abfalls vorsieht. Die sehen jedoch nicht alle Angebote vor. Die meisten favorisieren den Bau einer Anlage, sei es nach dem thermischen oder nach dem mechanisch-biologischen Prinzip. Und dieses Teil muß ja vorher auch gebaut werden.
Autor: nnz

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