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Mo, 10:56 Uhr
13.07.2009

Reallöhne steigen

Standhaft verweigert sich der Freistaat Thüringen der Krise. Jedenfalls behauptet das eine Statistik des Thüringer Landesamtes. Und verweist auf unterwschiedliche Entwicklungen.

Die Reallöhne in Thüringen stiegen im 1. Quartal 2009 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 0,4 Prozent.
Im Ergebnis des erstmalig berechneten Reallohnindex, bei dem die Entwicklung der Verdienste der Preisentwicklung gegenübergestellt wird, wurde auf Basis 2007 = 100 ein Indexwert von 101,2 berechnet. Der Index der Bruttomonatsverdienste betrug im 1. Quartal 2009 bei gleicher Basis 104,2 und der Verbraucherpreisindex 103,0 (Grafik).

In der Verdienstentwicklung gab es zwischen den Wirtschaftsbereichen deutliche Unterschiede.
Während sich die Verdienste im Produzierenden Gewerbe insgesamt gegenüber dem Vorjahresquartal negativ entwickelten (- 3,1 Prozent), stiegen die Verdienste in den Dienstleistungsbereichen sowohl bei den marktbestimmten (2,9 Prozent) als auch bei den nicht marktbestimmten Dienstleistungen (4,8 Prozent).

Im Produzierenden Gewerbe mussten im 1. Quartal 2009 die Arbeitnehmer des Verarbeitenden Gewerbes und des Baugewerbes Einbußen hinnehmen (- 4,1 bzw. - 1,7 Prozent).

Die Energie- bzw. Wasserversorger zahlten dagegen ihren Arbeitnehmern im Vergleich zum Vorjahresquartal höhere Gehälter (3,9 bzw. 5,2 Prozent).

Im Bereich der marktbestimmten Dienstleistungen gab es Anstiege zwischen 0,4 Prozent (Verkehr und Lagerei) und 6,6 Prozent (Erbringung sonstiger wirtschaftlicher Dienstleistungen), aber auch Einbußen im Gastgewerbe (- 4,5 Prozent).

Bei den nicht marktbestimmten Dienstleistungen (wie Sozialversicherung, Erziehung und Unterricht, Gesundheits- und Sozialwesen oder öffentliche Verwaltungen) wurde bis auf den Bereich der sonstigen Dienstleistungen (hier Verdiensteinbußen im Reparaturbereich von Datenverarbeitungsgeräten und Gebrauchsgütern) ein Anstieg der Bruttomonatsverdienste festgestellt.

Eine der Ursachen für sinkende Bruttomonatsverdienste ist die in vielen Betrieben praktizierte Kurzarbeit und in Teilbereichen auch die Entlassung von Leiharbeitern. Einbußen in den Bruttostundenverdiensten wurden - mit Ausnahme des Gastgewerbes (- 4,0 Prozent) und des Bereichs der sonstigen Dienstleistungen (- 0,6 Prozent) - nicht festgestellt.
Im 1. Quartal 2009 verdiente ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe durchschnittlich brutto 2 123 Euro im Monat und im Dienstleistungsbereich 2 542 Euro (jeweils ohne Sonderzahlungen). Am meisten wurde im Wirtschaftszweig Erziehung und Unterricht (3 528 Euro) verdient. Die niedrigsten Bruttomonatsverdienste wurden mit 1 369 Euro im Gastgewerbe gezahlt (Tabelle).

Hintergrundinformationen:
Der Reallohnindex zeigt die durchschnittliche Veränderung der Kaufkraft des durchschnittlichen Monatsverdienstes in einem bestimmten Zeitraum an.
Zum 1. Quartal 2009 wurden folgende methodische Änderungen bei der Darstellung der Ergebnisse der Vierteljährlichen Verdiensterhebung vorgenommen:
- Der Wirtschaftszweig "Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung&" wurde aufgenommen.
- Beamte in den Wirtschaftszweigen "Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung" und "Erziehung und Unterricht" wurden aufgenommen.
- Bei der Darstellung der Ergebnisse nach Wirtschaftsabschnitten wurde auf die neue Wirtschaftszweigklassifikation WZ 2008 gewechselt.






Autor: nnz

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