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Mi, 13:22 Uhr
08.07.2009

Pappelweg mit Eschen

Muss nun ein neuer Name für den Pappelweg in Nordhausen-Ost gefunden werden? Pappeln werden dort auf keinen Fall wieder gepflanzt werden. Noch aber haben Bagger dort das Sagen...

Eschen statt Pappeln (Foto: psv) Eschen statt Pappeln (Foto: psv)

Im Zuge der aktuell laufenden Sanierung der Verbindung zwischen Nordhausen-Ost und der Stadtmitte - dem so genannten Pappelweg – soll dieser mit Eschen bepflanzt werden. Das sagte jetzt Inge Klaan (CDU), Nordhausens Dezernentin für Bau, Wirtschaft und Umwelt. Damit mache sich auch eine Umbenennung nötig. „Auf Grund der neuen Wegbegleitenden Baumpflanzung mit Eschen macht sich nunmehr eine Umbenennung erforderlich. Als Vorschlag der Verwaltung soll der Pappelweg zukünftig Förstemannweg heißen. Über die Namensgebung der neu gestalteten Wegeachse soll demnächst unter Einbeziehung des Stadtrates beraten werden"

„Die vorhandenen Pappeln mussten im vergangenen Jahr aufgrund der Überalterung, problematischen Standortbedingungen und der damit verbundenem Schäden gefällt werden. Zudem war der bestehende Gehweg durch den dichten Stand der Bäume stark geschädigt. Die Pflege der Pappeln konnte nur noch mit unangemessen hohem Aufwand gewährleistet werden. Im Rahmen der Planung zur Wege begleitenden Baum-Neupflanzung haben wird deshalb nach langer Abwägung die erneute Verwendung von Pappeln ausgeschlossen, da sie mittlere Sicht dieselben Probleme provoziert hätten. Zudem waren die städtebaulichen Räume in Nordhausen-Ost durch die dominante Wuchsform der Pappeln zu stark voneinander getrennt“, so Frau Klaan.

Die Pflanzvorschläge mit anderen Baumarten für den östlichen Abschnitt des Pappelweges seien durch das Amt für Umwelt und Grünordnung eingehend geprüft worden. „Aufgrund der Betrachtung der Förstemannstraße und des Pappelweges als Gesamtachse wurde die Pflanzung von Purpur-Eschen als beidseitig Wegbegleitende Reihe vorgesehen. Diese Baumart ist für den Standort gut geeignet und setzt eine vorhandene Eschenreihe am westlichen Teil des Pappelweges fort. Als Begleitbäume für die Plätze entlang des Weges habe wir die Chinesischen Birne – die so genannte `Stadtbirne´ - empfohlen“, so die Dezernentin weiter.

Für die mittel- bis langfristige Planung der Umgestaltung Förstemannstraße sei eine Fortsetzung der vorhandenen Baumhasel-Allee ab Kreuzung Jahnstraße bis zum Förstemann-Park vorgesehen. Die Bereiche östlich davon sollen das Thema der bereits vorhandenen Wegbegleitenden Eschenpflanzung aufgreifen. Die Baumpflanzungen zw. Föstemannstraße und Karl-Meyer-Str. wird in mehreren Bauabschnitten umgesetzt.

Der Pappelweg in Nordhausen Ost wird derzeit neu gestaltet. Die Planung sieht im Abschnitt Conrad-Fromann-Straße bis zur Kreuzung Karl-Meyer-Straße einen 2,50 Meter breiten Ausbau als Rad- und Gehweg in Kombination mit kleinen Plätzen als Aufenthaltsbereiche vor. Die Fertigstellung ist bis Ende September geplant. Im Anschluss erfolgt das Pflanzen der Bäume.
Autor: nnz

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Kommentare
Burning_Moped
08.07.2009, 16:05 Uhr
Aus Pappelweg mach Eschenweg--super Idee
Ganz prima,

erst werden die Pappeln (Populus) gefällt, und nun, nachdem lange lange überlegt und lange lange beraten wurde, werden Eschen (Fraxinus excelsior) gepflanzt.

Eschen können bis zu 300 Jahre alt werden, aber reginal typisch für den Südharz sind sie auf gar keinen Fall. Ihr Krone wird riesig buschig, was für eine Wegbepflanzung nicht zu empfehlen wäre.

Die Sommerlinde (Tilia platyphyllos) hingegen wächst hoch gerade, ist ein typischer Laubbaum der Region, wächst schneller als die Esche und sieht durch ihre schlankere Form auch besser aus.

Die Linde ist zudem eine sonnenliebende Baumart, das heisst wenn sie an Wegen steht und der direkten Sonne ausgesetzt ist ist dies kein Nachteil.

Alles in Allem, die Esche ist die schlechteste Wahl unter den Laubbäumen, aber wenn Behörden willkürlich entscheiden ohne Ahnung von Bäumen zu haben ist das eine andere Sache.

Übrigens, Eschenlaub verrottet nicht so einfach liebe Sachbearbeiter, das heisst Sonderdeponie.
Pe_rle
08.07.2009, 21:04 Uhr
Pappeln,Eschen und andere kranke Bäume
Na das ist doch wieder eine feine Idee.Pflanzen auf Teufel komm raus und Pflegen ?????????? Aber der Weg der da neue Bäume erhalten soll, endet genau da ,wo es Bäumen im Moment nicht all zu gut geht ????? Genau am Förstemannpark, dort fallen in letzter Zeit die Bäume von allein um,und die die sich dann irgendwo festgefallen haben ,werden einen Meter über dem Boden abgesägt.

die Wurzeln werden natürlich als Denkmal stehen gelassen oder aber auch neben dem Hauptweg als Mahnmal liegen gelassen. Bänke, die beim Absägen zerstört wurden, werden auch nicht wieder neu gemacht. Frau Klaan, dort sollten sie mal den Finger in die Wunde legen und den Park wieder so machen wie er früher schon mal war, eine Augenweide.
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