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Mi, 11:38 Uhr
08.07.2009

Kasse gemacht

In diesem und vor allem im kommenden Jahr wird es mit den Steuereinnahmen der Kommunen in Thüringen nicht mehr allzu rosig aussehen. Anders im vergangenen Jahr. Da sprudelten die Steuern förmlich...


Im Rahmen des jährlich durchzuführenden Realsteuervergleichs wird die Steuereinnahmekraft der Kommunen aus Realsteuern, Gewerbesteuerumlage und den Gemeindeanteilen an der Einkommen- und Umsatzsteuer ermittelt.

Im Jahr 2008 betrug die Steuereinnahmekraft der Thüringer Gemeinden knapp 1,15 Milliarden Euro. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 156 Millionen Euro bzw. 16 Prozent mehr als im Jahr 2007. Je Einwohner entsprach das einem Plus von 73 auf 503 Euro.

An Realsteuern nahmen die Thüringer Gemeinden 780 Millionen Euro ein, davon 603 Millionen Euro an Gewerbesteuer (brutto) und 177 Millionen Euro an Grundsteuern. Das waren 80 Millionen Euro bzw. 11 Prozent mehr an Realsteuern als im Jahr 2007.

Die Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer stiegen gegenüber dem Jahr zuvor um 68 Millionen Euro bzw. 25 Prozent auf 342 Millionen Euro. Aus dem Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer hatten die Gemeinden mit insgesamt 77 Millionen Euro um 2 Millionen Euro höhere Einnahmen als im Jahr 2007. Die an Bund und Land abzuführende Gewerbesteuerumlage, deren Umlagesatz bei 30 Prozent lag, belief sich im Jahr 2008 auf 53 Millionen Euro. Im Jahr 2007 waren es bei einem Umlagesatz von 38 Prozent 58 Millionen Euro.

Die Steuereinnahmekraft der kreisfreien Städte betrug 560 Euro je Einwohner, die der kreisangehörigen Gemeinden lag bei 485 Euro je Einwohner. Regional fällt die Steuereinnahmekraft in Thüringen noch sehr unterschiedlich aus. Bei den kreisfreien Städten waren pro Kopf der Bevölkerung die Städte Jena, Erfurt und Eisenach mit 643 Euro, 627 Euro bzw. 509 Euro am steuerstärksten. Steuerschwächer waren Suhl, Gera und Weimar (501 Euro, 467 Euro und 436 Euro).

Kreisangehörige Gemeinden wie Hohenwarte im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (53 145 Euro), Burgk im Saale-Orla-Kreis (29 694 Euro), Goldisthal im Landkreis Sonneberg (15 951 Euro), Großheringen im Landkreis Weimarer Land (7 751 Euro) sowie Unterwellenborn im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (3 842 Euro) und Korbußen im Kreis Greiz (3 229 Euro), die meist über Jahre ein Mehrfaches des Landesdurchschnittes bei den Pro-Kopf-Werten erzielten, liegen zwar im Bereich vieler großer Städte der alten Bundesländer, können aber wegen ihres relativ geringen Volumens den Thüringer Durchschnitt nur wenig beeinflussen.

Insgesamt erreichten 44 Gemeinden eine Steuereinnahmekraft je Einwohner über 1 000 Euro. Die nach der Einwohnerzahl größten Gemeinden sind darunter Schleiz, Unterwellenborn, Ohrdruf, Ichtershausen und Merkers-Kieselbach. Weitere 101 Gemeinden hatten eine Steuereinnahmekraft je Einwohner zwischen 500 und 1 000 Euro.
Autor: nnz/kn

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