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Mi, 10:05 Uhr
08.07.2009

Gefahr durch Bäume

Jetzt ist auch noch die B4 von kurzzeitigen Sperrungen betroffen. Wer von Sondershausen aus der Stadt will muss schon mit einigen Umleitungen leben. Über die neusten Sperrungen auf der B4 auch außerhalb von Sondershausen informiert das Forstamt Oldisleben...


Halbjährlich sind Revierleiter verpflichtet, entlang öffentlicher Straßen eine Baumschau durchzuführen. Bei der diesjährigen Begehung im Frühjahr wurden im Bereich der B4 zwischen Oberspier und dem "Graß" einige Gefahrbäume bemerkt. "Alte Buchen, die im Frühjahr noch ausgetrieben haben, sind jetzt im Kronenbereich trocken geworden" stellt Revierleiter Albrecht Bracke dazu fest.

Totholz an der B4 (Foto: Forstamt Oldisleben) Totholz an der B4 (Foto: Forstamt Oldisleben)

Trockene Starkäste oder ganze Kronenteile drohen nun, auf die vielbefahrene Straße zu fallen. Auch die zuständige Straßenverkehrsbehörde hat beim Forstamt die dringende Beseitigung der potentiellen Gefahrenbäume bereits angemahnt.
Die heimische Rotbuche gehört zu den Bäumen, die ihre Totäste schnell verlieren. Im Unterschied zur Eiche, bei der abgestorbene Äste lange am Baum verbleiben, wird das tote Holz der Buche schnell von Pilzen und Insekten befallen. Die Holzstabilität lässt rasch nach und der Baum bricht in sich zusammen.

Dazu kommt, dass die Buchen in diesem Jahr besonders viele Samen, sogenannte Bucheckern, ausgebildet haben. Diese Früchte haben sich durch die ergiebigen Niederschläge in der Vegetationszeit kräftig entwickelt, erhöhen aber jetzt mit ihrem Gewicht die Gefahr, dass auch grüne Äste aus den Kronen herausbrechen.

Totholz an der B4 (Foto: Forstamt Oldisleben) Totholz an der B4 (Foto: Forstamt Oldisleben)

In den Waldbeständen, abseits von Straßen und Wegen, ist das kein Problem. Im Gegenteil, stehendes und liegendes Totholz der Laubbaumarten ist erwünscht. In ihm können sich zahlreiche Vogel- und Insektenarten, mit wichtiger ökologischer Bedeutung, ansiedeln.

Entlang einer Bundesstraße muss selbstverständlich gehandelt werden. Das Thüringer Forstamt Oldisleben möchte informieren, dass es ab dem 13. Juli 2009 wiederholt kurzzeitige Sperrungen auf der B4 im Bereich zwischen Oberspier und dem ersten Bahnübergang wegen der Fällarbeiten von Gefahrenbäumen geben wird und bittet die Kraftfahrer dafür um Verständnis.

Uli Klüßendorf
Forstamtsleiter

Redaktion
Erinnert seinen die Kraftfahrer auch noch an folgende Baumaßnahme: Vollsperrung der B 249 zwischen B 4 und Kreuzung Thalebra (L 2091) bis voraussichtlich 24.07.09. Vollsperrung wegen Straßenbau. die Umleitung erfolgt über Hohenebra und ist ausgeschildert.

Aus diesem Grund sprach kn nochmals mit Forstamtsleiter Uli Klüßendorf. Der bestätigte, dass die Straßenbehörde ähnliche Befürchtungen hatte, dass auch der Umleitungsverkehr gestört werden könnte. Klüßendorf sagte aber, es gäbe nur kurzzeitige Sperrungen, für die unmittelbare Fällung des Baumes (wegen Sicherheitsfragen muss das so sein).

Danach wird die Straße wieder freigegeben, bis der Baum aufgearbeitet wurde. Um die Zahl der Tage zu verkürzen, wird auch die Arbeitszeit an der Baustelle auch in die Abendstunden verlängert. Sowohl Klüßendorf als auch die Straßenverkehrsbehörde sind sich sicher, dass der kurzzeitige Stau die Umleitungsstrecke B249 nicht oder kaum behindern wird, da die eigentlichen Fällarbeiten auf dem Teilstück zwischen den „Starenkästen der Blitzer“ erfolgen wird.
Autor: khh

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