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Mo, 13:08 Uhr
06.07.2009

Wer war der Auftraggeber?

Wer den Bericht des kreislichen Wirtschaftsausschusses aufmerksam liest, der meint mitunter im falschen Film zu sein. Die nnz mit einigen Randnotizen dazu...


Sicher, Analysen sind notwendig, weil hilfreich. Das wollte vermutlich auch der Ausschuss für Bau, Verkehr und Wirtschaft mit dem Tourismus im Landkreis Nordhausen so tun. Wenn man unterstellt, dass der Bericht, der der nnz am Wochenende zugestellt wurde, und über den wir heute berichtet haben, hilfreich sein soll, dann ist das Klassenziel verfehlt worden.

Aufmerksame Leser können vermuten, die Rohstoffabbauende Industrie hat die Analyse in Auftrag gegeben und nun sollen wir alle die Schlussfolgerung daraus ziehen, dass sich weitere Investitionen und Förderung im touristischen Bereich kaum noch lohnen. Damit kann dann die Gefährdung der weiteren touristischen Entwicklung im Südharz nicht mehr als Argument der Gegner eines extensiven Gipsabbaus herhalten. Erledigt hätte sich auch der Naturpark Südharz.

Schön gedacht, vielleicht. Wie die nnz in ihrem Bericht bereits verwies, wird zum einen mit alten Zahlen operiert, zum anderen entsteht der Eindruck, dass sich die Ausschussmitglieder kaum an der Basis umgehört haben. So wird zwar die erneute Eröffnung des Neustädter Hofes im Anschreiben konstatiert, das jedoch eines der wichtigsten Hotels in Ilfeld, die „Tanne“, ebenfalls wieder geöffnet hat, das wird verschwiegen und Ilfeld damit zum Problemfall abgestempelt.

Der Bericht des Ausschusses kam per Einschreiben am Samstag. Er muss dem Ausschuss also ganz wichtig gewesen sein. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals ein anderer Bericht aus diesem sonst eher geheimen Gremium das Licht der Öffentlichkeit erblickt hatte. Schon gar nicht der Bericht zur Analyse des Rohstoffabbaus im Südharz. Denn damit soll sich, so hörte man es, der Ausschuss ebenfalls beschäftigt haben.

Unterm Strich bleibt also ein fader Beigeschmack und der Verdacht des gegenseitigen Ausspielens einzelner wirtschaftlicher Sektoren. Denn, wie der Rohstoffabbau, so gehört auch der Tourismus zur Wirtschaft. Das kann auch ein Ausschuss des Nordhäuser Kreistages nicht ändern.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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