eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Di, 12:22 Uhr
16.06.2009

Wie verhalten?

Das Bündnis gegen Rechtsextremismus Nordhausen organisiert in Zusammenarbeit mit MOBIT, im Ramen der Kampagne "Deine Stimme gegen Nazis", einen Vortrag zum Thema „Der Umgang mit Rechtsextremisten in Parlamenten“. Hier die Einzelheiten...


In Nordhausen sitzt die extrem rechte NPD derzeit mit einem Mandat im Stadtrat und mit mind. einem maximal zwei Mandaten im Kreistag! In Anbetracht dieser Tatsache sollte es für alle Kommunalpolitiker Pflicht sein, sich über die Ideologie, das Auftreten und den dementsprechenden Umgang mit der extremen Rechten zu informieren. Der Vortrag bietet die Möglichkeit dazu.

Vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Untersuchungen beleuchtet die Veranstaltung ihre Arbeitsweisen innerhalb der Parlamente. Ebenso sollen die verschiedenen Strategien der demokratischen Parteien im Umgang mit der extremen Rechten im Parlament dargestellt und diskutiert werden.

Über die Kommunalpolitik hinaus steht der Vortrag auch allen anderen interessierten Bürgerinnen und Bürgern offen - auch sie sollten sich mit dem Thema beschäftigen, denn aus "ihrer Mitte" heraus wurden mehrere Tausend Stimmen der NPD bei der vergangenen Kommunalwahl gegeben.

Der Vortrag findet am 18. Juni 2009 im Plenarsaal des Landratsamtes statt. Einlass ist ab 18:00 Uhr, Beginn ist 18:30 Uhr. Für Fragen wenden sie sich bitte an info@bgr-nordhausen.de.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare
H.Buntfuß
16.06.2009, 16:40 Uhr
Guten Morgen
Jetzt wachen sie auf, die möchtegern Politiker. Sicher auch nur weil ihnen die NPD die begehrten Plätze raubt oder?
verhinderter_skandinavier
16.06.2009, 18:34 Uhr
aufwachen
..ist wohl das richtige Wort.

Doch nicht wegen der verhinderten Politiker, die gibt es genug (nicht nur in Nordhausen) und die meisten interessieren sich eh nicht für das Thema - genau wie die "gestandenen Politiker". Nein, sie schweigen es tot ...und genau das ist das Problem - und genau deswegen sollte Mann wie Frau aufwachen.

Ob nun Politiker oder "einfacher" Bürger, das Problem muss als solches von jedem und jeder wahrgenommen werden ...und wenn dies geschehen ist, sich dem entgegengestellt werden, dass kann auf vielfältigste und in kreativster Art und Weise geschehen. - In diesem Fall ist es anscheinend ein Vortrag zum passenden Umgang mit den extremen Rechten - das finde ich persönlich gut und begrüßenswert. Denn schaut Mensch sich die Hilflosigkeit und Planlosigkeit etlicher Politiker an, die es sich einfach machen indem sie nach einem NPD-Verbot rufen, dann bedarf es zum einen einer parlamentarischen Auseinandersetzung, wie einem gestärkten zivilgesellschaftlichem Engagement gegen extrem Rechte und insbesondere der NPD.

Aufwachen müssen auch die, die den populistischen Parolen der NPD auf den Leim gehen, aber auch jene die die extreme Rechte als "normal" ansehen. Das schlimmste was passieren kann, ist, wenn die extreme Rechte bzw. die NPD als gleichberechtigter Partner im demokratischen Miteinander wahrgenommen wird. Den eins muss immer wieder klar sein - die extreme Rechte und NPD will die Demokratie nutzen, um selbige inkl. der schwer gewonnen Rechte abzuschaffen ...um ihre Version einer "deutschen Volksgemeinschaft" umzusetzen. Und wie diese aussieht, das kann Mensch sich ja lebhaft vorstellen - geleber Rassismus, Antisemitismus, Militarismus, Aufgabe der Individualität etc etc ...

Aufwachen hätte viele schon viel früher können/müssen...doch für manche klingelt der Wecker eben etwas später ...oder manchmal nie.
Flawd
16.06.2009, 19:09 Uhr
Hatten wir schonmal...
Warum benutzen diese "Aufklärer" nicht gleich den 17.06 oder haben diese Macher ein Geheimnis??

Vor bereits 56 Jahren, am 17. Juni 1953, fand in der DDR ein Aufstand. Die geschätzte Bilanz: mehr als 50 Tote und Hunderte Verletzte bei den Auseinandersetzungen; mindestens 20 standrechtliche Erschießungen. Am Mittag des 17. Juni 1953 fuhren dann die russischen Besatzungstruppen mit Panzern rücksichtslos in die Menschenmenge hinein.

Was ist los?? Aufklärung wird geboten gegen Rechts aber nicht gegen Kommunismus und Ihre Heutigen nachfolge Partein ?? Wo auch diese Vertreter dort beim BgR sitzen, und einen auf "Wir sind die Guten" machen, aber aus Ihrer Vergangenheit selber NICHTS gelernt haben..

Viel Spass noch...
verhinderter_skandinavier
17.06.2009, 11:46 Uhr
1+1 ist nicht immer = 2
Und sicher gehört über den sog. Volksaufstand von 1953 ebenso aufgeklärt, wie zu anderen Themen. Aber sie sollten nicht vermischt werden.

Das der Aufstand sich gegen die Normerhöhungen, im speziellen gegen die Arbeitsnorm, richtete und diese als Provokation und absehbare Verschlechterung der Lebensbedingungen der Arbeiterschaft empfunden wurden sollte ebensowenig undokumentiert bleiben, wie andere Themen aus der DDR (Antisemitismus in der DDR, Kirchenfeindlichkeit, etxreme Rechte etc) - denn so lässt sich die DDR erklären und vermitteln. Auch wie sie entstanden, wie sie sich entwickelt und (nicht)funktioniert hat und geendet ist - denn sonst entsteht gefährliches Halbwissen. Aufklärung tut Not, wie überall.

Das die etxreme Rechte den Volksaufstand für sich vereinnahmen möchte ist eigentlich kein Wunder. Beschwört sie doch eine neue "deutsche Volksgemeinschaft" herauf, als dessen Vertreter und Vollstrecker sie sich sieht. Das aber aber hinter dem verwendeten Begriff eine andere Ideologie und Intention steckt, dass sollte auf der Hand liegen. Nicht immer ist 1+1 = 2, so wie hier nicht Volk (DDR) + Volk (etrxeme Rechte) = die "deutsche Volksgemeinschaft" sein kann.

Auch sollte beachtet werden das die DDR zwar den sog. real-praktizierten Sozialismus lebte, aber vom Kommunismus (nach Marx) genauso weit entfernt war, wie die heutige Gesellschaft. Wobei begriffen werden sollte, dass jedes System (egal wie es sich nennt) unter anderem auf Unterdrückung basiert - es äussert sich nur anders und wird anders/unerschiedlich (je nach Gewichtung) wahrgenommen.

UND, sicher sind in der Partei DieLinke Menschen, die früher auch in der SED Mitlgied waren. Doch die Menschen lassen sich ebenso in der SPD wie in der CDU finden. Das sie alle keine "Nachfolge-Parteien" sind sollte ebenso begriffen werden, denn sie entwickeln ihr politisches Agieren und Handeln an den heutigen sozialen, politischen und ökonomischen Standards und Situationen ...nicht an denen von "gestern". Kurioserweise finden sich auch in der NPD und DVU ehem. SED-Mitlgieder ..was nun "Flawd"?

Zu der Vergangenheit halte ich es mit dem Ausspruch: "von der Vergangenheit lernen, heißt von Ausschwitz lernen"
Flawd
17.06.2009, 12:32 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)