Sa, 22:09 Uhr
14.09.2002
Dramatische Schlussminuten
Nordhausen (nnz). Am 4. Spieltag in der Landesklasse West empfing heute Wacker 90 Nordhausen die Elf der SV Wacker 04 Bad Salzungen. Die Mannschaft von Trainer Jörg Weißhaupt musste unbedingt punkten, um vom Tabellenende wegzukommen. nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg berichtet von der Begegnung.
Dass es in dieser Partie für Wacker 90 um viel ging, war in den ersten 45 Minuten nicht zu spüren, sieht man von dem Schussversuch von Wacker-Stürmer Kohlhause (7.) einmal ab. Vielmehr dominierten Fehlpässe, Abstimmungsfehler und Standfußball das Spiel beider Teams. Das Beste in der ersten Halbzeit waren das Wetter und die Leistungen des Unparteiischen Stolberg aus Mühlhausen. Die Nervosität bei den Männern um Kapitän Sven Pistorius war unverkennbar. Ihnen gelang so gut wie nichts. Der Tabellendritte passte sich dem niedrigen Niveau an.
Das änderte sich mit Beginn der zweiten Halbzeit, sehr zur Freude der etwa 270 Zuschauer im Albert-Kuntz-Sportpark. Kühne war für den verletzten Marco Nebelung gekommen. Wacker ergriff sofort die Initiative und hatte durch Kulbacki in der 47. Minute eine gute Chance. Der Pole traf nach einem Solo jedoch nur das Außennetz. Auch die Gäste legten nun einen Gang zu und beschäftigten die Nordhäuser Abwehr mehr als ihr lieb war. Als Schmidt im Strafraum Hlawatschek von den Füßen holte, zeigte der Schiedsrichter sofort auf dem Elfmeterpunkt. Johne jagte das Leder jedoch übers Tor. Nach einem Kopfballduell musste Kohlhause verletzt den Platz verlassen, für ihn kam Heise (63.). Ein Schlafmützeneinlage der Nordhäuser Abwehr bescherte den Gästen in der 71. Minute die glückliche Führung.
Wacker stemmte sich jedoch energisch gegen die drohende Niederlage. Nur fünf Minuten später wurde Puc im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kulbacki sicher. Nordhausen drückte und war nun eindeutig die spielbestimmende Mannschaft. In der 90. Minute war es wiederum Kulbacki, der nach einem Freistoß von Dadunashvili am schnellsten reagierte und die 2:1-Führung für Wacker erzielte.
Die Gäste erwiesen sich leider als schlechte Verlierer. Aber der Unparteiische reagierte konsequent. Erst erwischte es den Salzunger Verteidiger Fischer, der nach einer groben Unsportlichkeit die Gelb-Rote Karte sah, nur eine Minute später musste auch sein Vereinskollege Johne nach Gelb-Rot wegen Tätlichkeit vorzeitig zum Duschen. Fast mit dem Schlusspfiff erzielte Pistorius nach einer guten Freistoßkombination den 3:1-Endstand. Ein verdienter Sieg, der auch in dieser Höhe vollauf in Ordnung geht. Am kommenden Wochenende muss Wacker beim Ortsrivalen Salza antreten. Das letzte Punktspiel zwischen Wacker (damals BSG Motor West) und Salza fand vor 50 Jahren statt.
Autor: rhDass es in dieser Partie für Wacker 90 um viel ging, war in den ersten 45 Minuten nicht zu spüren, sieht man von dem Schussversuch von Wacker-Stürmer Kohlhause (7.) einmal ab. Vielmehr dominierten Fehlpässe, Abstimmungsfehler und Standfußball das Spiel beider Teams. Das Beste in der ersten Halbzeit waren das Wetter und die Leistungen des Unparteiischen Stolberg aus Mühlhausen. Die Nervosität bei den Männern um Kapitän Sven Pistorius war unverkennbar. Ihnen gelang so gut wie nichts. Der Tabellendritte passte sich dem niedrigen Niveau an.
Das änderte sich mit Beginn der zweiten Halbzeit, sehr zur Freude der etwa 270 Zuschauer im Albert-Kuntz-Sportpark. Kühne war für den verletzten Marco Nebelung gekommen. Wacker ergriff sofort die Initiative und hatte durch Kulbacki in der 47. Minute eine gute Chance. Der Pole traf nach einem Solo jedoch nur das Außennetz. Auch die Gäste legten nun einen Gang zu und beschäftigten die Nordhäuser Abwehr mehr als ihr lieb war. Als Schmidt im Strafraum Hlawatschek von den Füßen holte, zeigte der Schiedsrichter sofort auf dem Elfmeterpunkt. Johne jagte das Leder jedoch übers Tor. Nach einem Kopfballduell musste Kohlhause verletzt den Platz verlassen, für ihn kam Heise (63.). Ein Schlafmützeneinlage der Nordhäuser Abwehr bescherte den Gästen in der 71. Minute die glückliche Führung.
Wacker stemmte sich jedoch energisch gegen die drohende Niederlage. Nur fünf Minuten später wurde Puc im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kulbacki sicher. Nordhausen drückte und war nun eindeutig die spielbestimmende Mannschaft. In der 90. Minute war es wiederum Kulbacki, der nach einem Freistoß von Dadunashvili am schnellsten reagierte und die 2:1-Führung für Wacker erzielte.
Die Gäste erwiesen sich leider als schlechte Verlierer. Aber der Unparteiische reagierte konsequent. Erst erwischte es den Salzunger Verteidiger Fischer, der nach einer groben Unsportlichkeit die Gelb-Rote Karte sah, nur eine Minute später musste auch sein Vereinskollege Johne nach Gelb-Rot wegen Tätlichkeit vorzeitig zum Duschen. Fast mit dem Schlusspfiff erzielte Pistorius nach einer guten Freistoßkombination den 3:1-Endstand. Ein verdienter Sieg, der auch in dieser Höhe vollauf in Ordnung geht. Am kommenden Wochenende muss Wacker beim Ortsrivalen Salza antreten. Das letzte Punktspiel zwischen Wacker (damals BSG Motor West) und Salza fand vor 50 Jahren statt.


