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Fr, 05:18 Uhr
13.09.2002

nnz-Rückspiegel: 13. September 2001

Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor exakt einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war. Die nnz hat in ihrem Archiv gewühlt und folgende Meldungen gefunden:
Reemtsma, 10 Jahre Eaton und Gedenken


Aufschwung Ost nach Art des Hauses
Für die Vorstandsetage der Reemtsma Zigarettenfabriken GmbH scheint es bereits festzustehen - in Nordhausen wird das Traditionsunternehmen der Zigarettenindustrie geschlossen. Ein paar kleine Formalien sind noch mit dem Betriebsrat - der guten Form halber - zu regeln, aber dann geht's ran an's Plattmachen. Das Makabere daran ist, dass diese Botschaft an dem Tag verkündet wurde, an dem vor genau elf Jahren, damals mit Beteiligung der Bundesprominenz, der Reemtsmakonzern mit lautem Getöse das Nordhäuser Traditionsunternehmen übernommen hat. Und heute? Heute begründet man mit simpler und einleuchtend wirkender Zahlenakrobatik, dass sich die ganze Sache mit den drei Produktionsstandorten nicht mehr rechne. Bleibt am Ende des Spieles mit den geduldigen Zahlen die Suche nach einem Standort, der geschlossen werden muss. Und ob man es wahr haben will oder nicht, der Osten muß mal wieder, wie kann es anders sein, für die Gesundung der altbundesdeutschen Wirtschaftsstandorte herhalten. Logisch, dass sich die Belegschaft gegen solche Pläne zur Wehr setzt...ausführlich im nnz Archiv


Fünf Minuten Stille und Trauer
Mit fünf Minuten des Gedenkens ist heute im Landkreis Nordhausen an die Opfer der Terroranschläge in den USA gedacht worden. Lichter gingen aus, Straßenbahnen standen still. Im Nordhäuser Einkaufstempel, der Südharz-Galerie, gingen heute punkt 10 Uhr die Lichter aus, die Musik wurde abgeschaltet. Kunden standen mit ihrem Einkaufswagen im Supermarkt, bedrückend still war es in der sonst lauten Piazza. „Hoffentlich wird nun nicht noch Schlimmeres geschehen“, befürchtete eine Frau.

In fast allen Nordhäuser Unternehmen und Behörden wurde die Arbeit für fünf Minuten unterbrochen. Die Straßenbahnen standen jedoch nur für eine Minute still, die Fahrgäste wurden durch die Fahrer informiert. Überall zeigte man Verständnis für diese Aktion. Zu tief sitzt immer noch der Schock über die Ereignisse des Dienstags. Weit weg sind zwar die Vereinigten Staaten, die Trauer über die Opfer ist den Menschen in und um Nordhausen jedoch ganz nah, sie sitzt im Herzen.

In den Schulen wurde der Unterricht für fünf Minuten unterbrochen, statt Kinderlärmen betretene Stille. In der Kreis- und der Stadtverwaltung in Nordhausen ruhte die Arbeit, im Südharz-Krankenhaus wurden nur die medizinisch notwendigen Arbeiten vorgenommen. Die LandesWelle Thüringen unterbrach für fünf Minuten ihr Programm.


Erfolgreicher erster Beratungstag
Anfang dieser Woche realisierte „Das Netzwerk in Nordthüringen“ seinen ersten komplexen Beratungstag im BIC Nordthüringen am Standort Nordhausen/ Bielen. Im Rahmen dieser Beratungen informierte ein Vertreter der Deutschen Ausgleichsbank (DtA) aus Bonn über die Finanzierungsmöglichkeiten aus Bundesmitteln, speziell zu Existenzgründungen, Umweltschutz und Technologien. Die Berater der Thüringer Aufbaubank (TAB) aus Artern beantworteten Fragen zu den Finanzierungsmöglichkeiten aus Landesprogrammen des Freistaates Thüringen. Besonderen Schwerpunkt bildeten dabei Fragen um die investiven Förderungen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe sowie Gründungs- und Wachstumsfinanzierungen. Vertreter von IHK und der Handwerkskammern boten die Palette von Erstberatungen bis zum Patenschaftsmodell an. Immerhin konnten an diesem Tag drei Existenzgründerpässe ausgegeben werden!


Eaton beging 10jähriges Jubiläum

Eaton in Nordhausen Wer hier in Thüringen über die noch immer unfassbaren Anschläge auf Institutionen, Bauten, mehr aber noch auf unzählige unschuldiger Bürger in den USA schreibt, muss letztendlich auch alle amerikanischen Einrichtungen und Unternehmen im Freistaat ins Kalkül ziehen. Zumindest solange, bis feststeht, was sich hinter diesen furchtbaren Angriffen verbirgt. Im Freistaat gibt es 35 amerikanische Unternehmen mit mehr als 2.000 Beschäftigten. Eines davon ist die Eaton Automotive GmbH in Nordhausen, das am vergangenen Sonntag 10jähriges Betriebsjubiläum beging. Unter normalen Umständen würde man sicher von Feiern schreiben und eigentlich hätte die Firma Eaton auch allen Grund dazu. Das aber verbietet sich durch die erwähnten Vorgänge in den USA vom Dienstag. Wie von der Polizeidirektion zu erfahren war, ist seitdem auch dieses Unternehmen in die erhöhten Sicherungsvorkehrungen einbezogen worden...ausführlich im nnz Archiv
Autor: nnz

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