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Di, 12:47 Uhr
02.06.2009

nnz-Forum: Qualm im eigenen Nest

Mit den Plakataktionen der SPD in Nordhausen setzt sich ein Leser der nnz auseinander und gibt Watschen zurück...


Die Plakataktionen der SPD in diesem Wahlkampf sind schon gewöhnungsbedürftig. Da wird heiße Luft, Finanzhaie und Niedriglohn gezeigt und was diese wählen würden. Ein Plakatmotiv wurde leider vergessen: Hartz 4 würde SPD wählen! Soweit zur Plakatwerbung der SPD.

Nachdem der Nordhäuser SPD-Chef Wieninger in alle Richtungen Watschen verteilt hat, ist es nun an der Zeit, einen Watschen zurückzugeben. Als Frechheit finde ich die Aussagen vom 1. Juni 09 in der nnz zum Radwegebau in und zu den Ortsteilen. 1996 wurde Hesserode mit großspurigen Versprechungen zur Eingemeindung gedrängt. Unter anderem wurde auch der Ausbau des oder eines Ragweges zur Stadt versprochen.

Seit dem 01.01.1997 gehört Hesserode als Ortsteil zur Stadt Nordhausen. Das ist jetzt 12 Jahre her und zum Thema Radweg hat sich in Hesserode nichts getan. Immer aus finanziellen Gründen. Jetzt mit dem Radwegebau die Werbeglocke für die Kommunalwahl zu läuten, zeugt von wenig Kompetenz.

Was die SPD-geführte Stadtverwaltung (OB Rinke und BM Jendricke) von den Ortsteilen hält, haben wir erst Ende des vergangenen Jahres erfahren müssen, als es um die Streichung des kommunalen Eigenanteils zur Dorferneuerung ging. Die nnz berichtete am 11. 11. 2008 darüber. Ich bin überrascht, das Herr Wieninger nicht auch noch die Dorferneuerung in sein kleines persönliches Wahlprogramm aufgenommen hat.

So ist das Wahlprogramm der SPD genau so ernst zu nehmen, wie die Wahlplakate der SPD-Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und des SPD-Bürgermeisters Matthias Jendricke zur Stadtratswahl auf Listenplatz 1 und 10. Nach § 22 der Thüringer Kommunalordnung können diese beiden Kandidaten das Stadtratsmandat gar nicht annehmen (sofern die beiden gewählt werden), es sei den, OB Rinke und BM Jendricke verzichten auf die Ämter als OB und BM!

Wahrscheinlicher ist aber die Nichtannahme der Wahl (sofern die beiden gewählt werden), damit Kandidaten mit nicht ausreichenden Stimmen nachrücken können. Das ist zwar nicht verboten, hat aber den Hauch von Täuschung. Also, Herr Wieninger, nicht immer mit dem Finger auf andere zeigen, vor allen dann, wenn’s im eigenem Nest qualmt!
Jens Beyer, CDU Hesserode
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Norbert
02.06.2009, 18:54 Uhr
Und die CDU...
Und die CDU würde Hartz IV abschaffen ja? .... Klar ;) Habe am Wochenende sogar etwas über Hartz V Pläne gelesen... Jungs meint ihr damit bekommt ihr meine Stimme??
altmeister
02.06.2009, 20:53 Uhr
@Norbert
Hallo Norbert,

hab auch mal im Internet nachgesehen was hinter der von Ihnen geäußerten "Hartz V" Bemerkung stecken könnte. Auch Sie müssen wohl zugeben, daß die zu findenden Treffer keinerlei Stichhaltigkeit besitzen.

Bitte, bleiben Sie doch sachlich und "würdigen" Sie die Urheber der Hartz IV Regelungen. Die sind doch bekannt. Und ganz ehrlich, was die SPD alles so allein gemacht haben will und zu machen gedenkt, da sollte das Nachdenken einsetzen.

Anderer Leistungen werden hier vereinnahmt, es wird sich mit fremden Federn geschmückt und Versprechungen inflationär dargereicht.
Und dann kommt wieder die Aussage, daß man doch nicht immer so auf den Wahlversprechungen herumreiten solle. War alles schon da.
eccehomo
02.06.2009, 21:13 Uhr
Zur Gedächtnisauffrischung von Hr. Beyer
Der Schuss ging ordentlich nach hinten los, Herr Beyer: Die CDU-Fraktion hatte Hartz IV zugestimmt.
Norbert
03.06.2009, 15:40 Uhr
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Hurricane
03.06.2009, 17:48 Uhr
Zur Gedächtnisauffrischung für „eccehomo“
Die SPD kann auf ihren Wahlplakaten nicht mit eigenen Erfolgen punkten, weil es keine gibt. Also stürzt sich die SPD auf ihre Kontrahenten und in ein Werbedesaster und plakatiert sprücheklopfend drauflos, dass einen übel werden könnte.

Gerhard Schröder, einst SPD-Bundeskanzler, holte in seiner Regierungszeit Herrn Dr. Peter Hartz von VW und Herr Hartz schuf ein Gesetzespaket, bestehend aus den Gesetzen Hartz 1 bis Hartz 4. Hartz 4 war geboren und der Vater ist SPD-Genosse Gerhard Schröder. Das ist eine Tatsache, Frau „eccehome“!

Also stimmt die Annahme von Herrn Beyer, dass Hartz 4 die SPD wählen würde, schon. Anderes hat er auch nicht geschrieben.
eccehomo
03.06.2009, 19:01 Uhr
Kinder haben 2 Eltern
Gerhard Schröder ist der Vater- und die CDU ist eben die Mutter von Hartz IV. Jedes Kind braucht zwei Elternteile, da beißt die Maus keinen Faden ab.

Damit können wir die Debatte beenden.
Hurricane
03.06.2009, 19:44 Uhr
Kinder haben 2 Eltern, klar doch.
Gerhard Schröder als „Vater“ von Hartz 4, das ist bekannt. Aber dass die CDU die „Mutter“ sein soll, also eccehomo, ich bin begeistert. Ich stell mir gerade vor, wie Gerhard Schröder die CDU mit Hartz4 schwängert. Herr Schröder ist sehr wählerisch mit der Auswahl seiner Partnerinnen, Dr.Peter Hartz war da wohl ehr die Mutter. ;-))

P.S. Ihr letzter Satz: „Damit können wir die Debatte beenden“ kommt mir irgendwie bekannt vor. So ähnlich hat sich die OB mal geäußert, als sie eine unliebsame Debatte beenden wollte.
ichbins
03.06.2009, 21:34 Uhr
mehrer Gegenargumente
Liebe Kommentarschreiber,

es gibt immer eine Partei, die ein Projekt ins Leben ruft. Mit dem Spruch "Das haben wir gemacht", meint also die SPD, dass haben wir ins Leben gerufen, was sonst wahrscheinlich keiner gemacht hätte.

Sicherlich hat sie auch HartzIV ins Leben gerufen, dabei sollte man aber nicht vergessen, dass es vielen (überwiegend alleinerziehende Mütter) besser geht als vorher. Da spreche ich auch aus eigener Erfahrung.

Die SPD stellt sicherlich Fr. Rinke und Hr. Jendricke zur Wahl, nur hat man bis jetzt bei der CDU noch nicht so weit gedacht, dass die CDU auch Hr. Dr. Zeh zur Wahl stellt? Nach meinem Wissen darf er sein Mandat ebenfalls nicht annehmen.

Also, liebe CDU, lieber an die eigene Nase fassen....
Hurricane
04.06.2009, 07:16 Uhr
Unwissenheit
Hallo "ichbins",

die CDU Nordhausen brauch sich in dieser Frage nicht an die eigene Nase zu fassen. Dr. Klaus Zeh kann sich sehr wohl als Stadtrat aufstellen und wählen lassen.
Übrigens sitzt Dr.Klaus Zeh schon im Nordhäuser Stadtrat. Die noch aktuelle Stadtratsliste finden Sie im Intrernet auf der Nordhäuser Seite.
denk-mal
04.06.2009, 08:32 Uhr
das haben wir gemacht ?
eigentlich hat nur der wähler zu beurteilen ! der wähler entscheidet, wie glaubwürdig der zu wählende vertreter im stadtrat ist und ob der gewählt werden kann. sprüche wie "das haben wir gemacht" passt in die serie von münte, sie erinnern sich "man sollte parteien nicht daran messen, was sie vor der wahl versprochen haben" oder ypsilanti "rot rot niemals".

oder plakate von kandidaten (kandidatinnen) die jugendliche fotos presentieren, welche vor jahren gemacht wurden.

plakate die andere parteien deformieren wie "fön - und heiße luft" oder mit einer fischwerbung der besonderen art sind nicht besonders fair.

und als bonbon oben drauf kandidaten (kandidatinnen), die gar nicht stadtrat werden wollen plakatieren gleich immer zweimal mit dem selben Gesicht übereinander.

es ist also nicht verwunderlich, wenn jetzt nochmal deutlich gemacht werden muss, nicht nur die linken sind gegen rechts wir auch.

übrigens auch die cdu, die grünen, die fdp finden die npd undemokratisch und nicht unbedingt verfassungskonform. dennoch, ob es nun passt oder nicht, sie können gewählt werden. sie sind eben nicht verboten worden.
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