eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Di, 14:33 Uhr
19.05.2009

Rückblicke und Ausblick

Ingesamt gesehen gestaltete sich die vergangene Legislatur in Ellrich zu Beginn finanziell sehr schwierig, was aus dem vollständigen Abbau der allgemeinen Rücklage bis 2006 deutlich wurde. Wie dann weiterging, das hat die nnz erfahren...

Stadtrat in Ellrich (Foto: Stadt Ellrich) Stadtrat in Ellrich (Foto: Stadt Ellrich)

Nach dieser Zeit bis zum heutigen Tag entspannte sich jedoch ein wenig die Lage, was der aktuelle Rücklagenbestand in Höhe von 270.000 € zeigt. Das Volumen des Verwaltungshaushaltes der Einheitsgemeinde Ellrich entwickelte sich von 4,7 Mio. € im Jahr 2004 auf 6,1 Mio. € im Jahr 2009; im Vermögenshaushalt von 1,6 Mio. € 2004 auf 2,1 Mio. € in 2009. Die Stadt Ellrich verfügte im Jahr 2005 leider über keinen genehmigungsfähigen Haushalt, so dass in diesem Jahr keinerlei neue Investitionen getätigt werden konnten.

Trotz erheblicher Investitionen und großer finanzieller Belastungen auf Grund stetig steigender Kreis- und Schulumlage (von 1,2 Mio. € in 2004 auf 1,7 Mio. € 2009) konnte nicht nur eine Neuverschuldung vermieden, sondern die Verschuldung der Stadt Ellrich von 6,3 Mio. € in 2004 auf 5,6 Mio. € in 2009 reduziert werden. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Stadt Ellrich in der vergangenen Legislatur finanziell solide gewirtschaftet hat.

Das Gesamtinvestitionsvolumen in der Einheitsgemeinde Ellrich in den Jahren 2004 bis einschließlich 2009 beträgt 6,3 Mio. €. Von diesen Mitteln wurden in der Stadtsanierung Ellrich ca. 3,5 Mio. €, in Straßenbau ca. 1,1 Mio. €, in die Dorferneuerung des Ortsteiles Werna 0,8 Mio. €, in Sozialen Bereich 0,6 € und sonstigen Maßnahmen 0,3 Mio. € investiert.

Projekte wie zum Beispiel Gestaltung des Bahnhofsumfeldes, 2. Bauabschnitt Stadtmauer, Wohnraumsanierung Markt 21, Sanierung der St. Johannis Kirche, Zuschuss zur Sanierung des Ellrich Gemeindehauses (2009), Neubau einer Kinderkrippe (2009) und nicht zuletzt die größte Baumaßnahme der Stadt Ellrich seit 1990 Sanierung Bahnhof und Bau Stützpunktfeuerwehr, fanden und finden darin ihre Umsetzung.

Ferner kann die Ausrichtung des 16. Harzfestes im Juni 2008 als kultureller Höhepunkt neben den alljährlich stattfindenden Schützen- und Heimatfesten und anderer ehrenamtlichen Aktivitäten in der Einheitsgemeinde gewertet werden. Dadurch konnte der Bekanntheitsgrad der Stadt Ellrich als Teil des Thüringer Südharzes und Tor zum Harz wesentlich verbessert bzw. gestärkt werden.

Die nächste Legislatur wird sich auf Grund der Finanz- und Wirtschaftskrise, deren Auswirkungen bei den Kommunen erst zu Beginn 2010 voll zum Tragen kommen, sehr schwierig darstellen. Hier ist insbesondere der Landkreis Nordhausen gefragt die Kreis- und Schulumlage (Umlagesoll) nicht weiter zu erhöhen und den derzeitigen Spitzenplatz in Thüringen aufzugeben. In 2008 betrugt der Umlagesatz der Kreisumlage 35,55 % und der Schulumlage 10,34 % insgesamt mithin 45,89 % für alle Kommunen des Landkreises Nordhausen außer der Stadt Nordhausen, die selbst Schulträger ist.

Aus den Zahlen wird deutlich wie existenziell wichtig eine Senkung des Umlagesatzes bzw. ein Festschreiben des Umlagesolls der Kreis- und Schulumlage nicht nur für die Stadt Ellrich ist, eine Annäherung an den Thüringer Durchschnitt (37,47 %) ist dringend angezeigt.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)