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Mo, 17:22 Uhr
18.05.2009

Kommt ein neuer Tagebau?

Sie ist einmalig schön – die Landschaft um Rüdigsdorf herum. Sie ist aber auch begehrt. Sie birgt einen weißen Schatz. Gips. Heute kam die nnz einer vermutlich nicht genehmigten Probebohrung auf die Spur.

Tagebau bei Rüdigsdorf? (Foto: nnz) Tagebau bei Rüdigsdorf? (Foto: nnz)

Kurz hinter der Ortseingangsschild weist ein Schild den Weg zum Gräbental. Etwa 200 Meter weiter hat sich ein schweres Bohrgerät im weichen Waldboden festgefahren. Hier geht nichts mehr. Wieder 100 Meter dahinter der Geländewagen von Dr. Gerald Dehne aus Bad Sachsa.

Der Geologe und Inhaber einer Firma, die sich unter anderen auf Erkundungen spezialisiert hat, ist ganz locker. Er sei von den privaten Grundstückeigentümern mit Probebohrungen beauftragt worden. Erkundungsbohrungen sagen die Mitarbeiter der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises dazu. Laut Elke Blanke seien diese Bohrungen – zumindest vom Wasserrecht her – anzeigepflichtig. Eine Anzeige jedoch sei nicht eingegangen.

Dr. Dehne (Foto: nnz) Dr. Dehne (Foto: nnz) Dr. Dehne hat damit nichts zu tun. Sagt er. Er handele lediglich im Namen seines Auftraggebers, einer Familie aus Urbach, der Papierkram mit Genehmigungen und Anträgen sei Aufgabe des Grundstückseigentümers. Der will, so vermuten die Umwelt- und Naturschutzbehörden, das Grundstück nach Vorliegen der Ergebnisse der Probebohrungen gut vermarkten.

Elke Blanke vermutet hinter der Aktion quasi auch die Schaffung von Tatsachen, um Druck auf die Politik kurz vor der Beschlussfassung zum Regionalen Raumordnungsplan machen. Wenn hier kein Vorranggebiet zur Rohstoffgewinnung ausgewiesen ist, dann ist der Traum der Vermarktung geplatzt.

Tagebau bei Rüdigsdorf? (Foto: nnz) Tagebau bei Rüdigsdorf? (Foto: nnz)

„Wenn die Karre aus dem Dreck ist“, in diesem Fall das Bohrgerät, wird Dr. Dehne wahrscheinlich mit den Bohrungen beginnen. Etwa 20 Meter tief könnte gebohrt werden. So sollen Erkenntnisse über die Schichtenmächtigkeit gewonnen werden. Übrigens: Dr. Gerald Dehne ist nicht nur Geologe, sondern auch Mitglied im Vorstand des Fördervereins Karstwanderweg.

Mit Vor Ort waren auch Vertreter des Umweltamtes und des Bauordnungsamtes der Nordhäuser Stadtverwaltung. Doch städtische Belange werden mit einem solchen Vorhaben nicht tangiert, schließlich liege kein Bauantrag für diese Gemarkung vor.
Autor: nnz

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