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Do, 10:18 Uhr
05.09.2002

„Warten in der Wüste“

Nordhausen/Bleicherode (nnz). Afrika ist der Kontinent der wilden Tiere sowie die Heimat faszinierender Völker und Traditionen. Politische Konflikte stehen dort jedoch fast auf der Tagesordnung. Mehr dazu lesen Sie in der nnz.


Im Juni 2001 organisierte medico international eine Reise in die Wüste. Mehr als 100 Personen - darunter Journalisten, Ärzte, Theologen, Anwälte - konnten sich mit eigenen Augen ein Bild vom Leben in den vier Flüchtlingslagern machen. Die Europaabgeordnete Margot Keßler, die Kieferorthopädin Annekatrin Weigel und die Lehrerin Heike Rieche aus Bleicherode nahmen an der Reise teil.

Sie präsentieren die genannte Ausstellung vom 12. bis 20. September 2002 in Bleicherode in den ehemaligen Verkaufsräumen von Reinhold´s Wwe. in der Hauptstr. 113. Sie ist Montags bis Freitags von 10 bis 15 Uhr und nach Vereinbarung über Telefon unter 036338/ 44455 zugänglich. Am 20. September wird es einen offiziellen Termin mit Jamal Zakari, dem Vertreter der Demokratischen Arabischen Republik der Sahara (DARS) in Deutschland, geben.

Die Westsahara ist der letzte Kolonialkonflikt in Afrika. Unmittelbar nach dem Rückzug der spanischen Kolonialherren 1975 wurde sie von Marokko besetzt. Seit einem viertel Jahrhundert leben die Sahrauis nun schon in der algerischen Geröllwüste: 160.000 Menschen, von der Weltöffentlichkeit vergessen, im Kalkül der Mächtigen ohne jede Bedeutung. 1976 haben sie die DARS ausgerufen. Diese „Republik im Exil“ organisiert seither ihr Überleben: Mitten in der Wüste entstanden Städte aus Zelten und einfachen Lehmbauten, Ministerien, Schulen, Krankenhäuser und einfache, in mühseliger Arbeit angelegte Gemüsegärten.

Unter den unwirtlichen Bedingungen ihres Wüstenexils bleiben die Menschen von internationaler Hilfe abhängig. Die bi- und multilateralen Unterstützungen sind unzureichend und erfolgen so unregelmäßig, dass es immer wieder zu Versorgungsengpässen kommt mit schlimmen Folgen, besonders für die Kinder. Die Foto-Ausstellung „Warten in der Wüste“ vermittelt eindrucksvolle Bilder von diesem Leben.
Autor: nnz

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