Do, 08:45 Uhr
14.05.2009
Von Sydney über Köln nach Nordhausen
Er wollte Opernsänger werden und er wurde Opernsänger. Er kann sich auch keinen anderen Beruf vorstellen, den er gern ausüben würde – höchstens noch Koch, aber die Liebe zum Gesang ließ ihn einen anderen Weg gehen. Aktuelle Station ist Nordhausen...
Für den Bassbariton Abraham Singer verlief dieser bislang sehr geradlinig. 1982 in Sydney in Australien geboren, verbrachte er dort seine Kindheit und auch einen Teil seines Musikstudiums am Sydney Conservatorium of Music. Als er 12 Jahre alt war, entdeckten die Lehrer bereits sein Talent zum Singen. Sie rieten ihm, Gesang zu studieren. Er selbst wusste mit 16 Jahren ganz genau, dass er Opernsänger werden wollte. Den Ausschlag dazu gab ein Konzert des Opernsängers Bryn Terfel, den der junge Australier live erlebte.
Mit dem Ehrgeiz, eines Tages so wie der walisische Opernstar auf der Bühne zu stehen, absolvierte Abraham Singer sein Studium. Mit dem Diplom in der Tasche erhielt er ein Engagement für zwei Jahre an der Oper in Sydney und kam durch einen Gesangswettbewerb schließlich gleich danach zur Oper nach Köln. Dort warteten nicht nur exzellente Partien auf den jungen Sänger, sondern auch ein Auftritt nach dem anderen. Neun Monate dauerte das Engagement in Köln, in 120 Vorstellungen hat das Publikum den Australier in dieser Zeit auf der Bühne gesehen, unter anderem in Der Maskenball, Lohengrin, Madame Butterfly, Salome und Ali Baba.
Am 21. März 2009 endete der Vertrag in Köln, am 22. März begann er sein Engagement in Nordhausen. Abraham Singer kann sich hier sehr gut auf seine Arbeit konzentrieren, seine Stimme weiter perfektionieren, sagte der Sänger selbst. Er hat bereits seine Leidenschaft nicht nur für das Nordhäuser Ensemble und das Loh-Orchester entdeckt, sondern auch für das Haus selbst. Es gibt ihm Theateratmosphäre, wie er sie mag, mit einem wunderschön historischen Zuschauerraum. Auch wenn man Nordhausen nicht mit Sydney vergleichen kann – die verhältnismäßig kleine Stadt hat für ihn ihre besonderen Reize.
Und wenn der Australier in der näheren Umgebung noch Anschluss an einen Sportverein finden würde, der Bogenschießen anbietet, dann wäre sein Aufenthalt in Nordthüringen fast komplett. Bogenschießen ist eine Leidenschaft des Opernsängers. In seiner Heimat ist er Australischer Meister in dieser Sportart.
Sein Nordhäuser Debüt hat Abraham Singer als Leporello in der Oper Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart am Freitag, 15. Mai, um 19.30 Uhr. In der nächsten Spielzeit wird er unter anderem den Baculus in Der Wildschütz singen.
Karten für die Premiere von Don Giovanni am 15. Mai und die nächsten Vorstellungen am 20. und 30. Mai 2009 gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz/knFür den Bassbariton Abraham Singer verlief dieser bislang sehr geradlinig. 1982 in Sydney in Australien geboren, verbrachte er dort seine Kindheit und auch einen Teil seines Musikstudiums am Sydney Conservatorium of Music. Als er 12 Jahre alt war, entdeckten die Lehrer bereits sein Talent zum Singen. Sie rieten ihm, Gesang zu studieren. Er selbst wusste mit 16 Jahren ganz genau, dass er Opernsänger werden wollte. Den Ausschlag dazu gab ein Konzert des Opernsängers Bryn Terfel, den der junge Australier live erlebte.
Mit dem Ehrgeiz, eines Tages so wie der walisische Opernstar auf der Bühne zu stehen, absolvierte Abraham Singer sein Studium. Mit dem Diplom in der Tasche erhielt er ein Engagement für zwei Jahre an der Oper in Sydney und kam durch einen Gesangswettbewerb schließlich gleich danach zur Oper nach Köln. Dort warteten nicht nur exzellente Partien auf den jungen Sänger, sondern auch ein Auftritt nach dem anderen. Neun Monate dauerte das Engagement in Köln, in 120 Vorstellungen hat das Publikum den Australier in dieser Zeit auf der Bühne gesehen, unter anderem in Der Maskenball, Lohengrin, Madame Butterfly, Salome und Ali Baba.
Am 21. März 2009 endete der Vertrag in Köln, am 22. März begann er sein Engagement in Nordhausen. Abraham Singer kann sich hier sehr gut auf seine Arbeit konzentrieren, seine Stimme weiter perfektionieren, sagte der Sänger selbst. Er hat bereits seine Leidenschaft nicht nur für das Nordhäuser Ensemble und das Loh-Orchester entdeckt, sondern auch für das Haus selbst. Es gibt ihm Theateratmosphäre, wie er sie mag, mit einem wunderschön historischen Zuschauerraum. Auch wenn man Nordhausen nicht mit Sydney vergleichen kann – die verhältnismäßig kleine Stadt hat für ihn ihre besonderen Reize.
Und wenn der Australier in der näheren Umgebung noch Anschluss an einen Sportverein finden würde, der Bogenschießen anbietet, dann wäre sein Aufenthalt in Nordthüringen fast komplett. Bogenschießen ist eine Leidenschaft des Opernsängers. In seiner Heimat ist er Australischer Meister in dieser Sportart.
Sein Nordhäuser Debüt hat Abraham Singer als Leporello in der Oper Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart am Freitag, 15. Mai, um 19.30 Uhr. In der nächsten Spielzeit wird er unter anderem den Baculus in Der Wildschütz singen.
Karten für die Premiere von Don Giovanni am 15. Mai und die nächsten Vorstellungen am 20. und 30. Mai 2009 gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.



