Mi, 17:14 Uhr
04.09.2002
"Wir sind ein B-Orchester!"
Nordhausen (nnz). Die nnz veröffentlichte gestern einen Beitrag über das Nordhäuser Theater. Darin ging es auch um die Tarifgestaltung innerhalb des Loh-Orchesters. Viele Mails erhielt die nnz-Redaktion, teil zustimmend, teils ablehnend. Mit einem Absender hat sich nnz heute unterhalten.
Matthias Weicker war nach dem Lesen des Beitrages verärgert über die Behauptung, die Musiker seien seit mehreren Jahren über Tarif bezahlt worden. Das Orchestervorstandsmitglied beschrieb gegenüber nnz noch einmal den Werdegang des Loh-Orchesters nach der Fusion der beiden Klangkörper aus Sondershausen und Nordhausen. Von der Anzahl der Musiker sei man mit mehr als 90 Mitgliedern ein A-Orchester gewesen. Das aber sei in der Region kaum bezahlbar gewesen. Also Einstufung als B-Orchester. Daran hat sich arbeitsrechtlich bis heute nichts geändert.
Nur die Zahl der Musiker ist nach unten gegangen. 58 sind es derzeit nur noch, so Weicker. Sorgen plagen den Vorstand trotzdem. Offene Stellen werden nicht mehr besetzt. Sollte in dieser Weise weiter verfahren werden, dann drohe der Abstieg in der künstlerischen Liga. Nicht nur innerhalb des musikalischen Bereichs, sondern das Image des gesamten Theaters würde leiden, so der Musiker.
Dass in Nordhausen und Sondershausen gespart werden muß, dass sich diesem allgemeinen Zwang auch die GmbH nicht widersetzen kann, ist Weicker und seinen Kollegen mehr als bekannt. Doch ein bisschen Sparen in dieser Sparte, ein bisschen da und dort, das hilft dem Theater in Nordhausen und Sondershausen nicht weiter. Es wäre ein schleichender Tod. Dann lieber der Abbau einer Sparte, wie von der Mehrheit der Gesellschafter gefordert.
Heute ist im Haus an der Nordhäuser Promenade die neue Spielzeit mit der traditionellen Vollversammlung eröffnet worden. Auch Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der GmbH, Klaus Wahlbuhl (SPD), hielt eine Ansprache. Dabei gab er auch bekannt, dass die Gesellschafter einen Vertragsentwurf aus Erfurt erhalten haben. Wohin aber die Reise des Nordhäuser Theaters und des Loh-Orchesters in den nächsten Jahren geht, die Antwort blieb Wahlbuhl aus Sicht der Musiker schuldig.
Autor: nnzMatthias Weicker war nach dem Lesen des Beitrages verärgert über die Behauptung, die Musiker seien seit mehreren Jahren über Tarif bezahlt worden. Das Orchestervorstandsmitglied beschrieb gegenüber nnz noch einmal den Werdegang des Loh-Orchesters nach der Fusion der beiden Klangkörper aus Sondershausen und Nordhausen. Von der Anzahl der Musiker sei man mit mehr als 90 Mitgliedern ein A-Orchester gewesen. Das aber sei in der Region kaum bezahlbar gewesen. Also Einstufung als B-Orchester. Daran hat sich arbeitsrechtlich bis heute nichts geändert.
Nur die Zahl der Musiker ist nach unten gegangen. 58 sind es derzeit nur noch, so Weicker. Sorgen plagen den Vorstand trotzdem. Offene Stellen werden nicht mehr besetzt. Sollte in dieser Weise weiter verfahren werden, dann drohe der Abstieg in der künstlerischen Liga. Nicht nur innerhalb des musikalischen Bereichs, sondern das Image des gesamten Theaters würde leiden, so der Musiker.
Dass in Nordhausen und Sondershausen gespart werden muß, dass sich diesem allgemeinen Zwang auch die GmbH nicht widersetzen kann, ist Weicker und seinen Kollegen mehr als bekannt. Doch ein bisschen Sparen in dieser Sparte, ein bisschen da und dort, das hilft dem Theater in Nordhausen und Sondershausen nicht weiter. Es wäre ein schleichender Tod. Dann lieber der Abbau einer Sparte, wie von der Mehrheit der Gesellschafter gefordert.
Heute ist im Haus an der Nordhäuser Promenade die neue Spielzeit mit der traditionellen Vollversammlung eröffnet worden. Auch Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der GmbH, Klaus Wahlbuhl (SPD), hielt eine Ansprache. Dabei gab er auch bekannt, dass die Gesellschafter einen Vertragsentwurf aus Erfurt erhalten haben. Wohin aber die Reise des Nordhäuser Theaters und des Loh-Orchesters in den nächsten Jahren geht, die Antwort blieb Wahlbuhl aus Sicht der Musiker schuldig.

