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Mi, 16:54 Uhr
04.09.2002

"Speakers Corner" in Nordhausen

Nordhausen (nnz). In einem weiteren Bauabschnitt zum historischen Stadtrundgang wurde nun auch mit der Umgestaltung der Promenade begonnen. Darüber informiert Markus Jähnichen vom beauftragten Planungsbüro Lepère und Partner die nnz-Leser.


Die Umgestaltung beschränkt sich zum größten Teil auf das Anlegen von Themengärten, einer Aktionsfläche, kleineren Spielstationen sowie Ergänzungen im Blumen und Strauchbestand. „Der gepflasterte Hauptweg, der alte Baumstand, der Neptunbrunnen und der Spielplatz bleiben erhalten“, so Jähnichen. Nur der unbefestigte Weg entlang der Stadtmauer werde mit einer neuen wassergebundenen Decke aus einem Lehm-Kiesgemisch versehen.

Zwei neue Themengärten wird es zur Landesgartenschau auch auf der Promenade geben. Gleich nach dem Theaterplatz werden auf ca. 1000 Quadratmeter der Themengarten „Goethes Farbenlehre“ und im mittleren Bereich die „Lebensgärten: 'Paradies', 'Leben', 'Himmel' und 'Hölle'“ angelegt. Hier wolle man mittels Pflanzen und Skulpturen die jeweiligen Themen darstellen.

Ein Platz für kleine künstlerische Darbietungen - die „Speakers Corner“ - ist an der Stadtmauer im unteren Drittel der Promenade angedacht. Vorstellen könne man sich hier Musiker, Pantomimen u. ä., die zur Landesgartenschau die Besucher kurzweilig unterhalten. Auch an die ganz Kleinen dachten die Planer. So werden im nördlichen Bereich fünf Spielstationen installiert und auch der bestehende Spielplatz erhält neue Spielgeräte und umlaufende Wege.

„Die Arbeiten an den Wegen, Plätzen und Beeten werden im Winter abgeschlossen sein. Die Pflanzarbeiten werden dann im Frühjahr erfolgen“, kündigte der zuständige Stadtplaner Mario Manolow an. 330.000 Euro kostet die Umgestaltung, die vorwiegend aus Städtebaufördermitteln finanziert wird. Der historische Stadtrundgang führt vom Petersberg über die Töpferstraße zum Theater, über die Promenade entlang der Stadtmauer durch die „Nachtigallen-Pforte“, über Blasiistraße, Barfüßerstraße zum Finkenburgwall- und Primariusgraben wieder hinauf auf den Petersberg.
Autor: nnz

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