Di, 07:06 Uhr
12.12.2000
Nordhäuser Polit-Theater geht in eine weitere Runde
Nordhausen (nnz). Heute nachmittag wird ein weiteres Kapitel in der unendlichen Geschichte der Beigeordnetenwahl für die Kreisverwaltung aufgeschlagen. Erneut müssen die Mitglieder des Kreistages über die Aufhebung der Beschlüsse vom 5. September befinden. Und erneut werden die Fraktionen von SPD und PDS diesen Antrag ablehnen. Und erneut ist das Landesverwaltungsamt gefragt.
nnz blickt zurück zu diesem Zeitpunkt, an dem alles begann. Das war die Ausschreibung vom 13.7.2000. Mit dieser Ausschreibung, vor allem mit den Anforderungen an die Bewerber wurde der Grundstein für das Drama gelegt. Ob bewußt oder unbewußt, das soll hier nicht beleuchtet werden. Anforderungen wurden niedergeschrieben, die niemand der damals schon gehandelten Kandidaten erfüllen konnte. Die Argumente des Landrates für die hohe Qualität der "Neuen" sind bekannt. Letztlich ist es auch interessant, mal einen Blick auf die Ausschreibung dieser beiden Stellen im Jahr 1994 zu werfen, als Goutier und Uebner gewählt wurden.
Noch interessanter sind aber Ausschreibungen aktueller Natur aus anderen Landkreisen, zum Beispiel aus dem Saale-Orla-Kreis. Da müssen die Bewerber nicht die "Befähigung zum höheren Verwaltungsdienst" in das Tasche haben, da werden "kreative, teamfähige und entscheidungsfreudige Persönlichkeiten" benötigt. Für den Job in Schleiz wird eine fachliche Vorbildung, Durchsetzungskraft und interdisziplinäres Denken erwartet. So einfach kann das sein, eine Ausschreibung. Einfach, wenn sich die handelnden Personen, sprich Fraktionen im Kreistag einig sind. Im Saale-Orla-Kreis gibt es eine Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und SPD. Sinngemäß ist darin formuliert, daß die CDU einen "Anspruch" auf den ersten Beigeordneten hat, da Landrat Frank Roßner ein Sozialdemokrat ist. Warum, so fragen sich politische Beobachter der Nordhäuser Szene, klappt das in Nordhausen nicht. Ganz einfach, könnte die Antwort lauten, hier tanzt man nicht nach der christdemokratischen Pfeife. Hier machen SPD und PDS gemeinsame Sache.
Aber vielleicht ändert sich ja noch die für die CDU unheilvolle Konstellation. Möglichkeiten gibt es viele, wurden auch schon mehrfach diskutiert und in nnz dargestellt. Für uns Journalisten geht es heute im Kreistag munter weiter. Da wird's eben nicht langweilig. Der Otto-Normal-Verbraucher aber, der hat vermutlich schon lange die Nase voll von diesem Polit-Theater.
Autor: psgnnz blickt zurück zu diesem Zeitpunkt, an dem alles begann. Das war die Ausschreibung vom 13.7.2000. Mit dieser Ausschreibung, vor allem mit den Anforderungen an die Bewerber wurde der Grundstein für das Drama gelegt. Ob bewußt oder unbewußt, das soll hier nicht beleuchtet werden. Anforderungen wurden niedergeschrieben, die niemand der damals schon gehandelten Kandidaten erfüllen konnte. Die Argumente des Landrates für die hohe Qualität der "Neuen" sind bekannt. Letztlich ist es auch interessant, mal einen Blick auf die Ausschreibung dieser beiden Stellen im Jahr 1994 zu werfen, als Goutier und Uebner gewählt wurden.
Noch interessanter sind aber Ausschreibungen aktueller Natur aus anderen Landkreisen, zum Beispiel aus dem Saale-Orla-Kreis. Da müssen die Bewerber nicht die "Befähigung zum höheren Verwaltungsdienst" in das Tasche haben, da werden "kreative, teamfähige und entscheidungsfreudige Persönlichkeiten" benötigt. Für den Job in Schleiz wird eine fachliche Vorbildung, Durchsetzungskraft und interdisziplinäres Denken erwartet. So einfach kann das sein, eine Ausschreibung. Einfach, wenn sich die handelnden Personen, sprich Fraktionen im Kreistag einig sind. Im Saale-Orla-Kreis gibt es eine Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und SPD. Sinngemäß ist darin formuliert, daß die CDU einen "Anspruch" auf den ersten Beigeordneten hat, da Landrat Frank Roßner ein Sozialdemokrat ist. Warum, so fragen sich politische Beobachter der Nordhäuser Szene, klappt das in Nordhausen nicht. Ganz einfach, könnte die Antwort lauten, hier tanzt man nicht nach der christdemokratischen Pfeife. Hier machen SPD und PDS gemeinsame Sache.
Aber vielleicht ändert sich ja noch die für die CDU unheilvolle Konstellation. Möglichkeiten gibt es viele, wurden auch schon mehrfach diskutiert und in nnz dargestellt. Für uns Journalisten geht es heute im Kreistag munter weiter. Da wird's eben nicht langweilig. Der Otto-Normal-Verbraucher aber, der hat vermutlich schon lange die Nase voll von diesem Polit-Theater.



