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Sa, 18:19 Uhr
09.05.2009

Das Wacker-Derby


Die Verletztenliste der Nordhäuser ist lang und prominent. Ausgerechnet der beste Sturm der Thüringenliga kam heute in den AKS. Trainer Venth musste also ordentlich Beton in der Abwehr anrühren.

In der 18. Minute gab es die erste Großchance des Spiels und die hatte Gothas Goalgetter Steffen Scheidler (schon 21 Saisontreffer) auf dem Fuß, aber Lars Greschke parierte. Zweimal muss die vielbeinige Nordhäuser Abwehr dann auf der Linie klären, ehe in der 28. Minute der Youngster Marcus Vopel nach beherztem Alleingang die erste Nordhäuser Chance hatte. Beide Mannschaften erhöhten den Druck gegen Ende des ersten Durchgangs etwas, aber wirklich toll war es noch nicht.

Dafür kamen die Männer um Käpt’n Pistorius wesentlich schwungvoller aus der Kabine und nach einer Reihe von gegnerischen Fehlern kommt die heutige Sturmspitze Stephan Hofmann in der 50. Minute an der Strafraumgrenze aussichtsreich an den Ball, der Torhüter kommt ihm entgegen, Hoffmann verstolpert den Ball, fällt hin, Chance vertan – aber nein, der unermüdliche Wacker-Allrounder rappelt sich mit dem runden Leder am Fuß auf, umkurvt noch einen Abwehrspieler und schmettert die Kugel ins linke Eck.
1:0 für Nordhausen.
Nun machen die Einheimischen noch mehr Druck, aber es springt nichts Zählbares dabei heraus. Sieben Minauten nach der Führung kommt Gotha über rechts, eine der wenigen gut getimten Flanken kommt in den Strafraum, dort steht umringt von Nordhäusern der alte Kämpe Daniel Bärwolf und köpft zum Ausgleich ein.
1:1 in der 57. Minute.

Beide Teams wollen jetzt das Spiel für sich entscheiden und es beginnt ein offener Schalgabtausch. Die ersatzgeschwächten Nordhäuser verkaufen sich tapfer; Hurt schießt zweimal schön aufs Tor, der eingewechselte Alu Töpfer verzeiht in guter Schussposition, auf der Gegenseite nutzt Gotha zwei Schlafeinlagen der Wacker-Abwehr nicht. Aber die Gäste werden stärker, bei den Nordhäusern schwinden die Kräfte und kurz vor Schluss passiert es tatsächlich: aus stark abseitsverdächtiger Position schiebt Marty Jung zum 2:1 in der 81. Minute und dem Gothaer Auswärtssieg ein.

Schade für Wacker Nordhausen und die 258 Zuschauer, die fair zu ihrer Mannschaft standen, aber mehr war heute nicht drin. Gothas Trainer Holger Bühner war sichtlich erleichtert nach dem Spiel, denn wer solche Spiele noch gewinnt, der steigt vielleicht am Ende der Saison auch auf.

Trainerstimmen:

Holger Bühner (SG Wacker 03 Gotha): Wir waren bemüht, das Spiel hier zu kontrollieren. Das ist uns auch 20 Minuten lang gelungen, aber dann waren wir zu ungenau im Aufbauspiel und es fehlte der finale Pass. Nordhausen kam immer besser ins Spiel und hat bis zum Schluss alles versucht. Das Match hatte eigentlich keinen Sieger verdient. Aber wir hatten das glückliche Ende für uns.

Burkhard Venth (FSV Wacker 90 Nordhausen): Wir mussten Gotha vom Strafraum fernhalten, damit die Tormaschine nicht ins Laufen kam. Ich habe meinen Jungs gesagt, wenn wir bis zur Pause die Null halten, dann fangen die Gothaer an zu flattern und wir bekommen unsere Chancen. Obwohl wir wieder stark ersatzgeschwächt waren, haben wir alles gegeben und ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen. Von den heute Eingesetzten hatten Lattmann und Wiegleb sechs Wochen nicht trainiert, Töpfer war die ganze Woche krank und Nico Steinberg hat Leistenbeschwerden, kann gar nicht richtig sprinten. Das Spiel hatte wirklich keinen Sieger verdient.
Autor: nnz

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