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Di, 11:07 Uhr
03.09.2002

Für den der baute, gab`s ne Flaute

Nordhausen (nnz). Das Bauhauptgewerbe kommt nicht aus den roten Zahlen. Ist vielleicht die Mangelnde Auftragslage ein Grund dafür? Die Einzelheiten erfahren Sie mit dem Klick auf MEHR.


Im Juni 2002 sowie kumuliert von Januar bis Juni sanken in Thüringen, den neuen Bundesländern und in Deutschland die Umsätze, die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden und der Beschäftigten. Dabei wurden für Thüringen die deutlichsten Verluste im Vergleich mit den entsprechenden Vorjahreswerten festgestellt. Allein die Produktivität (Umsatz je Beschäftigten) konnte sowohl im Thüringer Bauhauptgewerbe als auch in den neuen Bundesländern und in Deutschland gesteigert werden.

Im Juni 2002 ging nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik der Umsatz in den Thüringer Betrieben des Bauhauptgewerbes mit 15,6 Prozent im Vergleich zum Juni 2001 deutlicher als in den neuen Bundesländern und in Deutschland zurück. Der preisbereinigte Index des Auftragseingangs, der als ein wichtiger Frühindikator zur konjunkturellen Entwicklung gilt, lag in Thüringen um 26,1 Prozent unter dem Wert vom Juni 2001. Der Index für Deutschland verringerte sich um 10,1 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten sank in Thüringen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 20,8 Prozent und damit deutlicher als in den neuen Bundesländern und in Deutschland.

Die Umsatzproduktivität (absolut) lag in Thüringen mit 8.482 Euro unter dem Umsatz je Beschäftigten der neuen Bundesländer und Deutschlands. Die Steigerung zum vergleichbaren Vorjahresmonat fiel in Thüringen höher als in Deutschland aus, aber wesentlich geringer als in den neuen Bundesländern. Der Rückgang der geleisteten Arbeitsstunden war in Thüringen im Vergleich mit den neuen Bundesländern und Deutschland am größten (- 23,2 Prozent). Im 1. Halbjahr 2002 verringerte sich der Umsatz in den Betrieben des Thüringer Bauhauptgewerbes um 15,6 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.

In Deutschland und den neuen Bundesländern war der Rückgang nur halb so groß. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres verzeichneten die bauhauptgewerblichen Betriebe Thüringens preisbereinigt 12,8 Prozent geringere Auftragseingänge als vor Jahresfrist. In Deutschland verringerte sich die Baunachfrage mit 5,9 Prozent gemäßigter. Mit einem Rückgang der Beschäftigtenzahlen um etwa ein Fünftel lag Thüringen im Durchschnitt des 1. Halbjahres 2002 über dem rückläufigen Ergebnis der neuen Bundesländer. In Deutschland ging die Beschäftigtenzahl um ein reichliches Zehntel zurück.

Auch bei den geleisteten Arbeitsstunden wurde für Thüringen der höchste Rückgang registriert. In den neuen Bundesländern und in Deutschland sank die Zahl der geleisteten Arbeiterstunden ebenfalls, aber geringer. Der größte Zuwachs des Umsatzes je Beschäftigten wurde für die neuen Bundesländer ermittelt. Für Thüringen ergab sich mit 5,3 Prozent ein um die Hälfte geringerer Anstieg. Deutschlandweit waren es 4,7 Prozent.
Autor: nnz

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