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Mo, 10:49 Uhr
02.09.2002

Freiwilliges ökologisches Jahr

Nordhausen (nnz). Auch in diesem Jahr absolvierte ein Jugendlicher ein Freiwilliges ökologisches Jahr im Landratsamt Nordhausen, Fachbereich Natur- und Umweltschutz. Die Einzelheiten erfahren Sie mit dem Klick auf MEHR.


Lars Teschner legte davor an der Staatlichen Berufsbildenden Schule 2 in Nordhausen die Fachhochschule in der Fachrichtung Technik ab und wird ab Oktober 2002 das Studium Flächen- und Stoffrecycling an der FH Nordhausen aufnehmen. Er berichtet von den Arbeiten, die er in der Zeit vom 01.09.2001 bis jetzt, dem Abschluss, durchführte und welche Erkenntnisse er für sein Studium und sein persönliches Leben daraus ableitet.

FöJ-Abschlussbericht
"Mein Name ist Lars Teschner, ich absolvierte beim Landratsamt Nordhausen, Fachbereich Umwelt- und Naturschutz, ein Freiwilliges ökologisches Jahr oder kurz FöJ. Ich war seit 01.09.2001 in dieser Einsatzstelle. Ich wollte das FöJ machen, weil ich den Wunsch hatte, etwas für die Natur und die Umwelt zu tun, ich wusste jedoch noch nicht, wie mein späteres Berufsleben aussehen sollte. Da ich mich noch nicht in der Lage fühlte, eine Entscheidung zu treffen, die für mein Leben von so großer Bedeutung ist wie die Berufswahl, wollte ich mich erst einmal für ein Jahr in den Dienst der Umwelt stellen.

Meine Wahl fiel auf den Fachbereich Umwelt- und Naturschutz des Landkreises Nordhausen, weil ich schon immer mal hinter die Kulissen der Verwaltungsapparate schauen wollte. Jetzt nach einem Jahr weiß ich, dass auf Ämtern auch nur Menschen arbeiten. Manche sind zwar etwas eigen, aber ich denke, das gibt es überall.
Meine Aufgaben waren ziemlich vielseitig und reichten vom Mülleinsammeln bis hin zur Mitwirkung an Veranstaltungen, wie z. B. dem Umweltfest 2001im Scheunenhof Sundhausen sowie den Agenda 21-Foren "Ehrenamt" und "Abfall". Überhaupt waren Agenda-21 und Nachhaltigkeit immer wieder Thema im FöJ. Vor allem bei den fünf Seminaren war dies immer wieder ein beliebtes Thema für Textarbeiten und Kunstprojekte.

Hauptsächlich hatte jedoch alles, was ich hier tat, in irgend einer Weise mit Müll zu tun. Ich habe Biotonnen kontrolliert, die Nebenablagerungen an Wertstoffcontainern erfasst und die Verursacher ermittelt, illegale Abfallablagerungen sowie abgestellte Altautos fotografiert, notiert und oft den Abfall auch beräumt. Das war für mich der unangenehmste Teil meiner Arbeit. Ich empfand es auf Dauer sogar als echte Belastung. Es ist frustrierend, ständig Müll aus der Natur zu holen, der von ignoranten Zeitgenossen dort beseitigt wurde. Besonders, wenn man genau weiß, dass es in wenigen Wochen an dieser Stelle wieder so aussieht. Es kann nicht Aufgabe der Verwaltung sein, den Teilen der Gesellschaft hinterher zu räumen, die kein Umweltbewusstsein besitzen.

Auch wurden durch diese Arbeit meine Augen dazu gezwungen, auf Müll zu achten, so dass ich heute gar nicht mehr in der Lage bin, über Abfälle in der Natur hinweg zu sehen. Es tut mir inzwischen sogar weh, wenn ich die illegalen Ablagerungen in Wald und Flur sehen muss. Ich wünsche mir, dass mehr Jugendliche diese Erfahren machen und so vielleicht ein größeres Umweltbewusstsein entwickeln.
Lars Teschner
Autor: nnz

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