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Sa, 13:27 Uhr
31.08.2002

nnz-Forum: BI zum Hochwasserschutz

Nordhausen (nnz). Bei den derzeitigen Diskussionen um Hochwasserschutz in den potenziell gefährdeten Gebieten schaltet sich auch die Bürgerinitiative „Rettung der Goldenen Aue“ ein. nnz veröffentlicht die Meinung der BI im Forum.


Nicht nur Herr Schröter und Herr Grund (CDU) können sich an die Überschwemmungen 1998 in der Goldenen Aue erinnern, auch die Mitglieder unserer BI haben den Anblick der überschwemmten Felder in der Goldenen Aue noch vor Augen. Die BI begrüßt daher deutlich, das zwar spät, aber noch nicht zu spät, Gutachten erstellt werden sollen, die hier Aufschlüsse geben können, ob in Anbetracht der beginnenden Klimaveränderungen die gesetzlichen Regelungen, die sich auf den alten, bekannten Fakten stützten, ausreichen, um die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten zu regeln. Die Goldene Aue ist durchzogen von kleineren Bächen und Flüssen die normalerweise das Regenwasser aufnehmen und abtransportieren. Ein Umdenken hat eingesetzt.

Wir wissen heute, welche katastrophalen Folgen Flussbegradigungen, Flächenversiegelungen und das Bebauen von Überschwemmungsflächen nach sich ziehen. Wir sehen, welche Folgen es hat, wenn Regenwasser nicht mehr natürlich versickern kann, sondern zwanghaft in Kanäle geleitet werden muss. Viele Bürger des Ortes Bielen können ein Lied davon singen, wenn aufgrund der zunehmend starken Regenfälle, das Kanalnetz vollkommen überlastet ist, und dadurch die Keller der Häuser vollaufen. Wir haben immer wieder auf die Problematik der riesigen Flächenversiegelung durch das geplante Industriegebiet hingewiesen und dies auch in den Einsprüchen deutlich gemacht.

Die im B-Plan gemachten Darstellungen zum Ableiten von Regenwasser in „Auffangteiche“ und Ableitung in Kanäle, die dann wiederum in Bäche und Flüsse geleitetet werden, wird den prognostizierten Klimaveränderungen und den damit auftretenden starken Regenfällen in keinster Weise gerecht. Eine Versickerung des Wassers auf einer Fläche von fast 100 ha ist nicht mehr möglich. Stellt man sich die Regenmengen vor, die in der letzten Zeit teilweise vom Himmel fielen ( 70 m3 auf einen Quadratmeter) kann man erahnen, welche Wassermengen abgeleitet werden müssen. Daß das Gebiet noch bis zum Jahre 2001 als Überschwemmungsgebiet galt, hatte sicherlich seine begründete Berechtigung. Hier sollte sich das Hochwasser der Bäche verteilen und versickern können um nicht zur Bedrohung der angrenzenden Orte zu werden. Doch durch eine Neuberechnung unter den bekannten, alten Bedingungen scheint diese (und viele andere Gebiete wie die Darre) nicht mehr nötig zu sein. Gesetzlich ist dies sicherlich richtig. Doch welcher Bürger z.B. des Ortes Grimma hätte sich noch letztes Jahr eine derartige Katastrophe, die den Ort derart zustörte, vorstellen können.

Wir möchten daher die Verantwortlichen und die Politiker auffordern, sich dieser Problematik zu stellen. und dieses Thema nicht nur in Wahlkampfzeiten zu entdecken. Wir alle haben es in der Hand, wie wir in Zukunft mit unserem Handeln die Entwicklung unserer Region steuern. Nur daran zu denken, das möglichst viele Arbeitsplätze entstehen und die bekannten Risiken daher zu verleugnen hat mit einem nachhaltigen Handeln in keinster Weise etwas zu tun. Unter Nachhaltigkeit unseres Handelns ist zu versuchen zu verstehen, welche Auswirkungen die heutigen Entscheidungen auf zukünftige Generationen hat. Kurzsichtige sehen nur den materiellen Erfolg für die jetzige Generation. Die Realität zeigt uns aber heute schon, welche Folgen diese Kurzsichtigkeit hat.
Bürgerinitiative „Rettung der Goldenen Aue“

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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