Sa, 09:47 Uhr
31.08.2002
Erinnerung an Todesmärsche
Nordhausen (nnz). Die Gedenkstätte Mittelbau-Dora und regionale Geschichtsinitiativen in der Harzregion erinnern an die Schreckenszeit des Nationalsozialismus. Mit einem Gedenkmarsch will man die Todesmärsche der Häftlinge damaliger Konzentrationslager nachzeichnen. nnz mit den Einzelheiten.
Als sich Anfang April 1945 die amerikanischen Streitkräfte dem Harz näherten, gab die SS den Befehl zur Räumung des KZ Mittelbau. Rund 40.000 Menschen wurden auf die berüchtigten Todesmärsche getrieben, um sie in andere Konzentrationslager zu evakuieren, wie es die SS nannte. Tausende trieb die SS dabei über den Harz. Wer bei den Gewaltmärschen über den Harz nicht mithalten konnte, wurde von den Wachmannschaften niedergeschossen. Andere starben in drangvoller Enge in Eisenbahnwaggons, in denen sie wochenlang unterwegs waren.
Die meisten Mittelbau-Gefangenen brachte die SS in das KZ Bergen-Belsen, wo die Überlebenden Mitte April 1945 von den Briten befreit wurden. Viele andere aber wurden bis zum letzten Tag der NS-Herrschaft kreuz und quer durch Deutschland, Tschechien und Österreich getrieben und erst nach der Kapitulation am 8. Mai befreit.
Seit drei Jahren veranstalten die Gedenkstätte Mittelbau-Dora und regionale Geschichtsinitiativen in der Harzregion in Zusammenarbeit mit Schulen und Kommunen den Weg des Lebens. Dabei wird in aufeinander folgenden Etappen symbolisch die Route eines Todesmarsches abgelaufen, der von Wieda über Braunlage, Elend und Wernigerode nach Gardelegen führte, wo viele der bis dahin Überlebenden in einer von den Bewachern in Brand gesteckten Scheune starben.
Die diesjährige Etappe führt am 9. September von Elend, wo eine Gedenkstele eingeweiht wird, über die Steinerne Renne – dort befand sich ein Außenlager des KZ Buchenwald – in die Mahn- und Gedenkstätte Veckenstedter Weg in Wernigerode. Eine Teilstrecke wird mit einem Sonderzug der Harzquerbahn zurückgelegt, die 1945 den marschunfähigen Teil der Häftlinge transportierte. Vom Hauptbahnhof Wernigerode waren die Häftlinge am 9. April 1945 zum Weitertransport, der für die meisten in Gardelegen endete, auf Güterwaggons verladen worden.
Autor: nnzAls sich Anfang April 1945 die amerikanischen Streitkräfte dem Harz näherten, gab die SS den Befehl zur Räumung des KZ Mittelbau. Rund 40.000 Menschen wurden auf die berüchtigten Todesmärsche getrieben, um sie in andere Konzentrationslager zu evakuieren, wie es die SS nannte. Tausende trieb die SS dabei über den Harz. Wer bei den Gewaltmärschen über den Harz nicht mithalten konnte, wurde von den Wachmannschaften niedergeschossen. Andere starben in drangvoller Enge in Eisenbahnwaggons, in denen sie wochenlang unterwegs waren.
Die meisten Mittelbau-Gefangenen brachte die SS in das KZ Bergen-Belsen, wo die Überlebenden Mitte April 1945 von den Briten befreit wurden. Viele andere aber wurden bis zum letzten Tag der NS-Herrschaft kreuz und quer durch Deutschland, Tschechien und Österreich getrieben und erst nach der Kapitulation am 8. Mai befreit.
Seit drei Jahren veranstalten die Gedenkstätte Mittelbau-Dora und regionale Geschichtsinitiativen in der Harzregion in Zusammenarbeit mit Schulen und Kommunen den Weg des Lebens. Dabei wird in aufeinander folgenden Etappen symbolisch die Route eines Todesmarsches abgelaufen, der von Wieda über Braunlage, Elend und Wernigerode nach Gardelegen führte, wo viele der bis dahin Überlebenden in einer von den Bewachern in Brand gesteckten Scheune starben.
Die diesjährige Etappe führt am 9. September von Elend, wo eine Gedenkstele eingeweiht wird, über die Steinerne Renne – dort befand sich ein Außenlager des KZ Buchenwald – in die Mahn- und Gedenkstätte Veckenstedter Weg in Wernigerode. Eine Teilstrecke wird mit einem Sonderzug der Harzquerbahn zurückgelegt, die 1945 den marschunfähigen Teil der Häftlinge transportierte. Vom Hauptbahnhof Wernigerode waren die Häftlinge am 9. April 1945 zum Weitertransport, der für die meisten in Gardelegen endete, auf Güterwaggons verladen worden.

