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Di, 11:18 Uhr
28.04.2009

Zu Besuch in Buchholz

Es sind die kleinen Orte – auch im Landkreis Nordhausen – die eine Region lebenswert machen. Einer davon ist Buchholz. Die nnz machte einen kurzen Abstecher in die Gemeinde im Südharz...



Bereits Anfang Dezember vergangenen Jahres war der Haushalt der Gemeinde Buchholz unter Dach und Fach. Ein großer Spielraum für Investitionen war den sechs Gemeinderäten und Bürgermeisterin Monika Wüstemann nicht geblieben. Denn noch immer drückt im Vermögenshaushalt die Vergangenheit aus dem Abwasserzweckverband Krebsbach. Hier muss die Gemeinde eine Überbrückungshilfe an das Land Thüringen zurückzahlen.

Es sind vielmehr die kleinen Maßnahmen wie eine schöne Bepflanzung, kleiner Arbeiten am Kinderspielplatz oder die weitere Herrichtung der Wanderwege rund um die Gemeinde am Rande des Südharzes.

Bei allem Sparen und Konsolidieren legt die Bürgermeisterin großen Wert darauf, dass sich der Ort sauber und gepflegt zeigt, dass sich für die Einwohner aber auch für die Gäste ein ordentliches Bild ergibt. Und dennoch: Auch in der Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz wird gebaut. Es ist die Kirche, der Mittelpunkt des Dorfes, die seit Jahren aufwändig saniert und restauriert wird.

„Aktuell bereiten wir den nunmehr schon dritten Bauabschnitt vor. Es wird der letzte Bauabschnitt innerhalb des aktuellen Sanierungskonzeptes sein. Gebaut wird dann am Anbau des östlichen Teils und an Segmenten des Kirchendaches. Für uns Buchholzer gehört eine Kirche ins Dorf. Sie ist uns wichtig“, erklärt Monika Wüstemann. Der dritte Bauabschnitt wird bis zu 90.000 Euro verschlingen, etwa 25.000 Euro davon sind Gelder der Gemeinde. Im Herbst sollen die Planungen beginnen, im Frühjahr 2010 starten die Arbeiten.

Ein Dorf wie Buchholz mit seinen derzeit 208 Einwohnern lebt von seinen Bürgern und deren Engagement. Es sind die Freiwillige Feuerwehr und der Dorfklub, die „Verrückten“ im positiven Sinne, die immer wieder etwas auf „die Beine stellen“, die Dorffeste oder Kinderfeste organisieren. Dann aber sind alle unterwegs. Auch das ist dörflicher Charakter.

Den weiter zu erhalten, ist letztlich auch das Ziel eines Vorhabens, das die Bürgermeisterin in diesem Jahr ansteuert. Buchholz will in die kommende Förderperiode des Dorferneuerungsprogramms rein. Es könnten dann Fördermittel des Landes Thüringen fließen, eigenes kommunales Geld vorausgesetzt. Die Wunschliste ist lang in Buchholz: Hier ein Stück Gehweg, dort einige Meter Straße, eine Überdachung auf dem Spielplatz für Dorffeste, auch die privaten Grundstücksbesitzer können in den Genuss der staatlichen Zuschüsse kommen.

Buchholz will ein Dorf bleiben, ein schönes Dorf, in dem die Leute zusammen leben. Allerdings hat Monika Wüstemann auch einen Wunsch. Der geht an die Nordhäuser Verkehrsbetriebe. Noch gibt es für die Buchholzer keine direkte Verbindung nach Ilfeld, dort, wo sich der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft befindet. Mit einem RUFBUS wären die Einwohner schon zufrieden und dazu bedarf es keiner Fördermittel vom Land.
Autor: nnz

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