Di, 13:42 Uhr
27.08.2002
Fest steht: Es wird teurer
Nordhausen (nnz). In Mühlhausen tagte gestern wieder der Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen. Im öffentlichen Teil wurde der Nachtragshaushalt beschlossen. In nichtöffentlicher Sitzung wurde über den Stand des Vergabeverfahrens informiert...
Damit auch wirklich keine Informationen aus diesem Teil der Sitzung an die Öffentlichkeit dringen, wurden vor Jahresfrist die Verbandsräte zur absoluten Verschwiegenheit verpflichtet. Kein Wunder, geht es doch um eine Dienstleistungsvolumen von 150 Millionen Euro allein für Nordthüringen. Der Betrag resultiert aus einem durch den Verband ausgeschriebenen Aufkommen an Restabfall von jährlich 100.000 Tonnen. Pro Tonne werden im Land Thüringen gegenwärtig etwa 100 Euro berechnet. Die Vergabe der Leistungen soll nach nnz-Informationen über einen Zeitraum von 15 Jahre erfolgen.
Für die Unternehmen, die sich an der Ausschreibung beteiligt haben, ein lukratives Geschäft, Müll wird immer produziert. Entgegen anderen Thüringer Zweckverbänden, bei denen die Ausschreibung längst Geschichte ist, haben sich die Nordthüringer zu dem langwierigsten Verfahren entschlossen. Das soll aber die größte Sicherheit bieten. Angeblich.
Wie die nnz recherchierte, hätten einige Anbieter Konzepte auf den Tisch gelegt, die beiden Standorten (Nentzelsrode und Menteroda) gerecht werden, anderen wiederum sind prinzipiell auf den Standort im Landkreis Nordhausen fixiert. Daneben gibt es auch Bewerber, die einen Export des Restabfalls anbieten. Ähnliche Varianten gibt es zum Beispiel in Ostthüringen. Da wird der Restabfall ab dem Jahr 2005 nach Sachsen-Anhalt geschafft und verarbeitet. Dort wissen die Bürger auch längst Bescheid.
In Nordthüringen werden die Gebührenzahler erst im kommenden Jahr Klarheit haben. Der ZAN will sich bemühen, das Ausschreibeverfahren bis zum Ende dieses Jahres über die Bühne zu bekommen. Gut Ding will eben Weile haben, vor allem auch hinsichtlich der Klarheit, wie sich die Gebühren entwickeln werden. Eines scheint bereits festzustehen: Ab 2005 werden wir alle tiefer in unsere Taschen greifen.
Autor: nnzDamit auch wirklich keine Informationen aus diesem Teil der Sitzung an die Öffentlichkeit dringen, wurden vor Jahresfrist die Verbandsräte zur absoluten Verschwiegenheit verpflichtet. Kein Wunder, geht es doch um eine Dienstleistungsvolumen von 150 Millionen Euro allein für Nordthüringen. Der Betrag resultiert aus einem durch den Verband ausgeschriebenen Aufkommen an Restabfall von jährlich 100.000 Tonnen. Pro Tonne werden im Land Thüringen gegenwärtig etwa 100 Euro berechnet. Die Vergabe der Leistungen soll nach nnz-Informationen über einen Zeitraum von 15 Jahre erfolgen.
Für die Unternehmen, die sich an der Ausschreibung beteiligt haben, ein lukratives Geschäft, Müll wird immer produziert. Entgegen anderen Thüringer Zweckverbänden, bei denen die Ausschreibung längst Geschichte ist, haben sich die Nordthüringer zu dem langwierigsten Verfahren entschlossen. Das soll aber die größte Sicherheit bieten. Angeblich.
Wie die nnz recherchierte, hätten einige Anbieter Konzepte auf den Tisch gelegt, die beiden Standorten (Nentzelsrode und Menteroda) gerecht werden, anderen wiederum sind prinzipiell auf den Standort im Landkreis Nordhausen fixiert. Daneben gibt es auch Bewerber, die einen Export des Restabfalls anbieten. Ähnliche Varianten gibt es zum Beispiel in Ostthüringen. Da wird der Restabfall ab dem Jahr 2005 nach Sachsen-Anhalt geschafft und verarbeitet. Dort wissen die Bürger auch längst Bescheid.
In Nordthüringen werden die Gebührenzahler erst im kommenden Jahr Klarheit haben. Der ZAN will sich bemühen, das Ausschreibeverfahren bis zum Ende dieses Jahres über die Bühne zu bekommen. Gut Ding will eben Weile haben, vor allem auch hinsichtlich der Klarheit, wie sich die Gebühren entwickeln werden. Eines scheint bereits festzustehen: Ab 2005 werden wir alle tiefer in unsere Taschen greifen.


