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Mo, 09:45 Uhr
13.04.2009

nnz-Forum: Modernes Raubrittertum

Der alljährliche Ostersonntag- dazu sonniges und warmes Wetter- hat wieder viele Familien in die Natur und viele andere in die Erholungsgebiete rund um die Hainleite geführt. Auch eine Leserin der nnz...


Ein christlicher Hintergrund wird vielen von uns hinter diesem Fest vermittelt. In die Kirche gehen und Nächstenliebe predigen; andere sammeln zu Hause einfach nur zu Hause Ostereier. Jedoch erwartete uns in Hainrode ein ganz anderes Bild:

Der Kirmesverein des Ortes blockierte die Straße in der Hoffnung mal wieder die Kaffeekasse aufzufüllen. Mit Bier statt Spendenbecher wurde man deutlich dazu aufgefordert ihnen „ein bisschen Geld" zu geben. Schnell wurde klar, dass es sich hierbei nicht um kirchliche Spenden o. Ä. handelt, sondern nur das all wochenendliche Trinkgelage gesichert werden soll.

Nachdem zu Ostern, Martini und zur Kirmes gesammelt wird, stellte sich für mich schnell die Frage, ob sich jetzt jeder auf die Straße setzen kann, um z. B. das Geld für die nächste Geburtstagsfeier zu sammeln? Schnell kommt einem der Gedanke des modernen Raubrittertums in den Kopf. Wer nicht bezahlt, wird nicht durchgelassen; kassiert höchstens noch einen dummen Spruch.

Zugegeben: Es ist allseits bekannt, dass das Sammeln von Geld zur Kirmes schon seit Ewigkeiten als Tradition gilt. Allerdings möchte wohl keiner andauernd und zu jedem Feiertag/Fest angehalten werden, um zu spenden. Gerade bei der momentanen Situation hat keiner so viel Geld übrig.
Ann-Christin Schilausky
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
balea
13.04.2009, 10:04 Uhr
Kopfschüttel
Frau Schilausky,

ich geh einmal von aus, das sie unwissend sind in Sachen Tradition. Was Sie als "all wochenendliches Trinkgelage" bezeichnen ist in Hainrode zu Ostern Tradition, nämlich das alljährliche Kugelschlagen, welches vom Kirmesburschenverein organisiert und veranstaltet wird. Wohlbemerkt, einmal im Jahr und immer zu Ostern......

In vielen anderen Dörfern findet ein solches Fest genauso statt, eben nur im Oktober. Darüber würden Sie sich wohl kaum aufregen, wenn z. B. in Werther für einen kleinen Obulus in die Kirmeskasse "Passierscheine" verteilt werden.

Anscheinend haben Sie etwas gegen Tradition in kleinen aber feinen Dörfern

In diesem Sinne noch einen schönen Ostermontag ohne Spass (in diesem Satz könnte Ironie versteckt sein).
IfYouSaySo
13.04.2009, 14:11 Uhr
Kopfschüttel?
Hallo balea,
nein- anscheinend kenne ich mich wirklich nicht aus (ACHTUNG, "in diesem Satz könnte Ironie sein"). Allerdings hab ich mich auch nicht über Traditionen aufgeregt und erst recht nicht über die in "kleinen aber feinen Dörfern".

Außerdem hat mich gestern niemand mit den Worten begrüßt: "Hallo- wir sammeln für das alljährliche Kugelschlagen". Sondern: "Hallo, wir sammeln Geld für unsere Kasse."

Mir ging es lediglich um das Prinzip, dass man einfach nicht durchgelassen wird, wenn man nicht bezahlt.

Auch glaube ich nicht, dass der Kirmesverein nur zu Ostern sammelt. Wäre es dann nicht ein Osterverein?

Wie gesagt, ich habe nix gegen Traditionen.

MfG
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