Fr, 10:47 Uhr
03.04.2009
Der Opfer gedacht
Es gibt das Jahr über viele Momente, die bewegen jeden Nordhäuser. Der 3. und 4. April gehören dazu. An diesen Tagen wird den Opfern eines verheerenden Bombenangriffs gedacht.
Auch Mitglieder der jüdischen Gemeinde gedachten am Vormittag der Opfer
Es waren fast 9.000 Kinder, Frauen und Männer, die an diesen beiden Apriltagen des Jahres 1945 in Nordhausen starben. Durch Druckwellen, durch eingestürzte Häuser, durch Phosphor. Das Inferno kann nicht wirklich beschrieben werden. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) las heute aus der Chronik der Stadt vor. Es waren die Apriltage 1945, jene Tage, in denen es schien, als ob die schöne, alte, stolze Stadt aufhören würde zu atmen.
Vielleicht entfalteten die Worte durch ihre Nüchternheit gerade die Wirkung, die jene Nordhäuserinnen und Nordhäuser den Atem stocken ließ, die sich am Vormittag an der Stele vor dem Nordhäuser Rathaus versammelt hatten und der Opfer gedachten.
Barbara Rinke erinnerte aber auch daran, wer und welche Ideologie diesen Krieg damals entfacht hatte und wer heute die Geschichte erneut verfälschen will. Vor allem aber sollten die Menschen heute alles dafür tun, dass sich jene Tage des April 1945 nicht mehr wiederholen. Nirgendwo auf dieser Welt.
Während die Menschen ihre Kränze am Rathaus niederlegten, zogen die Abiturienten singend durch die Stadt. Sie feierten ihren letzten Schultag. Glücklich und unbeschwert. Sie gehören zu jenen Generationen, die das Inferno nur aus den Geschichtsbüchern heraus kennt oder durch Erzählungen im Familienkreis.
Einen Mann, der augenscheinlich der rechten Szene zuzuordnen ist, nahm die Polizei vorrübergehend in Gewahrsam.
Autor: nnzAuch Mitglieder der jüdischen Gemeinde gedachten am Vormittag der Opfer
Es waren fast 9.000 Kinder, Frauen und Männer, die an diesen beiden Apriltagen des Jahres 1945 in Nordhausen starben. Durch Druckwellen, durch eingestürzte Häuser, durch Phosphor. Das Inferno kann nicht wirklich beschrieben werden. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) las heute aus der Chronik der Stadt vor. Es waren die Apriltage 1945, jene Tage, in denen es schien, als ob die schöne, alte, stolze Stadt aufhören würde zu atmen.
Vielleicht entfalteten die Worte durch ihre Nüchternheit gerade die Wirkung, die jene Nordhäuserinnen und Nordhäuser den Atem stocken ließ, die sich am Vormittag an der Stele vor dem Nordhäuser Rathaus versammelt hatten und der Opfer gedachten.
Barbara Rinke erinnerte aber auch daran, wer und welche Ideologie diesen Krieg damals entfacht hatte und wer heute die Geschichte erneut verfälschen will. Vor allem aber sollten die Menschen heute alles dafür tun, dass sich jene Tage des April 1945 nicht mehr wiederholen. Nirgendwo auf dieser Welt.
Während die Menschen ihre Kränze am Rathaus niederlegten, zogen die Abiturienten singend durch die Stadt. Sie feierten ihren letzten Schultag. Glücklich und unbeschwert. Sie gehören zu jenen Generationen, die das Inferno nur aus den Geschichtsbüchern heraus kennt oder durch Erzählungen im Familienkreis.
Einen Mann, der augenscheinlich der rechten Szene zuzuordnen ist, nahm die Polizei vorrübergehend in Gewahrsam.






