Fr, 12:01 Uhr
23.08.2002
Die Arme werden immer länger
Nordhausen (nnz). Die Pegel der Elbe gehen zurück. Trotzdem kämpfen Tausende an Deichen und Dämmen oder helfen beim Aufräumen. Mit dabei auch viele Helfer aus dem Landkreis Nordhausen und eine nnz-Mitarbeiterin. Hier ihre Vor-Ort-Berichte...
Seit Mittwoch ist nnz-Mitarbeiterin Manuela Jauer in der Nähe von Tangermünde im Einsatz. An ihrer Seite weitere Mitglieder der Ortsgruppe Hohnstein der DLRG. Meine Arme werden immer länger. Fast pausenlos füllen wir Sandsäcke. Der Pegel der Elbe geht zwar seit einigen Stunden langsam zurück, doch die Deiche sind löchrig wie Schwämme. Rund ein Kilometer weg vom Deich liegt das kleine Örtchen Buch. Die Häuser und Grundstücke sind mit Sandsäcken verbarrikadiert, die Menschen hoffen einfach, dass das Wasser sie nicht erreicht. Wir sind im Kindergarten des Ortes einquartiert, schlafen nur wenige Stunden, dann geht es wieder raus an unseren Deich. Hunderte freiwillige Helfer sind im Einsatz, sie unterstützen die Leute vom DRK, der JUH, des THW. Auch viele Soldaten und Angehörige des Bundesgrenzschutz sind hier oben. Sie haben schweres Gerät mitgebracht. Pausenlos kreisen sechs Hubschrauber der Bundeswehr und des BGS und wir schmeißen die Sandsäcke in große Netze.
Soweit die Schilderungen von Manuela Jauer. In Mildensee in Dessau sind 21 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Bleicherode und Heringen im Einsatz. Einsatzleiter ist Melmut Lutze: Wir müssen den sogenannten Schwedendamm abdichten, immer wieder versucht das anstehende Wasser, sich einen Weg durch den Damm zu brechen. Gestern haben wir Flutungsrohre eingesetzt, so soll der Druck auf den Damm verringert werden, berichtet Lutze.
Die Kameraden sind seit vier Tagen im Einsatz, haben sich nur eine kleine Mütze voll Schlaf gegönnt. Jetzt geht es langsam aber sicher an die Substanz. Viele von ihnen transportieren die Sandsäcke mit voll beladenen Schubkarren bis zu 500 Meter weit. Morgen früh sollen die Leute in Dessau ausgetauscht werden, im Landkreis Nordhausen warten bereits die nächsten Freiwilligen auf ihren Marschbefehl.
Autor: nnzSeit Mittwoch ist nnz-Mitarbeiterin Manuela Jauer in der Nähe von Tangermünde im Einsatz. An ihrer Seite weitere Mitglieder der Ortsgruppe Hohnstein der DLRG. Meine Arme werden immer länger. Fast pausenlos füllen wir Sandsäcke. Der Pegel der Elbe geht zwar seit einigen Stunden langsam zurück, doch die Deiche sind löchrig wie Schwämme. Rund ein Kilometer weg vom Deich liegt das kleine Örtchen Buch. Die Häuser und Grundstücke sind mit Sandsäcken verbarrikadiert, die Menschen hoffen einfach, dass das Wasser sie nicht erreicht. Wir sind im Kindergarten des Ortes einquartiert, schlafen nur wenige Stunden, dann geht es wieder raus an unseren Deich. Hunderte freiwillige Helfer sind im Einsatz, sie unterstützen die Leute vom DRK, der JUH, des THW. Auch viele Soldaten und Angehörige des Bundesgrenzschutz sind hier oben. Sie haben schweres Gerät mitgebracht. Pausenlos kreisen sechs Hubschrauber der Bundeswehr und des BGS und wir schmeißen die Sandsäcke in große Netze.
Soweit die Schilderungen von Manuela Jauer. In Mildensee in Dessau sind 21 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Bleicherode und Heringen im Einsatz. Einsatzleiter ist Melmut Lutze: Wir müssen den sogenannten Schwedendamm abdichten, immer wieder versucht das anstehende Wasser, sich einen Weg durch den Damm zu brechen. Gestern haben wir Flutungsrohre eingesetzt, so soll der Druck auf den Damm verringert werden, berichtet Lutze.
Die Kameraden sind seit vier Tagen im Einsatz, haben sich nur eine kleine Mütze voll Schlaf gegönnt. Jetzt geht es langsam aber sicher an die Substanz. Viele von ihnen transportieren die Sandsäcke mit voll beladenen Schubkarren bis zu 500 Meter weit. Morgen früh sollen die Leute in Dessau ausgetauscht werden, im Landkreis Nordhausen warten bereits die nächsten Freiwilligen auf ihren Marschbefehl.

