Di, 18:26 Uhr
31.03.2009
Weiterer Vertrag nach zehn Jahren
Es ist schon verwunderlich, was heutzutage alles gefeiert werden kann. Selbst die Unterschrift unter einen Vertrag, der eine Etappe in einer zwölfjährigen Planungsorgie darstellt, wurde als Event zelebriert. Dabei gleicht die Vorgeschichte eher einer Aneinanderreihung von Pleiten, Pech und Pannen...
Die Unterzeichnung fand im Rahmen einer Mitgliederversammlung des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV) statt. Dessen Chef, Hans-Joachim Junker, gab seiner Zuversicht Ausdruck, dass auf dem Gebiet bald ein Grundstein gelegt werden könne und nicht wieder Getreide geerntet werden wird.
Andreas Krey, der Chef der Thüringer LEG und Wolfgang Heim, der Vorsitzende des Planungsverbandes Industriegebiet Goldene Aue haben den Erschließungsvertrag für die Entwicklung des insgesamt rund 100 Hektar großen Gebietes unterschrieben. Zuvor gab Krey einen Überblick auf das Geschehen in der Aue. Das gesamte Revier ist in drei Planungsabschnitte eingeteilt. 55 Hektar befinden sich im Besitz der LEG, allerdings nicht zusammenhängend. Und da gibt es einen Kampf um die Fläche, weil auch nachwachsende Rohstoffe wie Getreide durchaus Profit abwerfen können. Letztlich wird in das so genannte Umlegungsverfahren die Hoffnung gelegt, Klarheit bei den Flächen zu schaffen. Das aber kann dauern, bis zu zwei Jahre.
Dann müssen die Medien verlegt werden. 40 Megawatt sollen bei der Elektroenergie vorgehalten werden, auch die Gasleitungen müssen in die Erde. All das muss vorfinanziert werden. So müssen innerhalb der Fläche zwei Gashochdruckleitungen nochmals verlegt werden. Probleme bereitete auch der vorsorgende Hochwasserschutz. Allein hier müssen zwei Millionen Euro investiert werden. Zahlen zur Umsiedlung einer Feldhamsterpopulation wurden nicht genannt.
Nach der Vertragsunterzeichnung wurde mit Nordhäuser Doppelkorn angestoßen
Wie und vor allem wann wird das Gebiet, in das eine Region so viel an Hoffnung investiert hat, vermarktet werden? Wann wird es einen symbolischen Spatenstich geben? Hier führte Andreas Krey aus, dass die Krise Zeit lasse, jedoch gebe es momentan keine konkreten Anfragen. Investoren legen Vorhaben auf Eis. Dennoch wurde Hoffnung signalisiert. Nordthüringen rückt nicht zuletzt wegen des fortgesetzten Autobahnbaus und der positiven Entwicklung der ’Ideenschmiede’ FH Nordhausen zunehmend in den Fokus von Investoren. Das Industriegroßgebiet ’Goldene Aue’ entwickeln wir in diesem Zusammenhang zur strategischen Ressource, um in den kommenden Jahren für Investoren mit großflächigen Projekten angebotsfähig zu sein.
Das künftige Industriegebiet soll sich auf einem 2,8 Kilometer langen und bis zu 500 Meter breiten Areal nördlich der B 80 zwischen Urbach und der Autobahnauffahrt Heringen erstrecken. Es wird seit 1996 beplant. Die Historie kann man im Archiv der nnz erkunden.
Autor: nnzDie Unterzeichnung fand im Rahmen einer Mitgliederversammlung des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV) statt. Dessen Chef, Hans-Joachim Junker, gab seiner Zuversicht Ausdruck, dass auf dem Gebiet bald ein Grundstein gelegt werden könne und nicht wieder Getreide geerntet werden wird.
Andreas Krey, der Chef der Thüringer LEG und Wolfgang Heim, der Vorsitzende des Planungsverbandes Industriegebiet Goldene Aue haben den Erschließungsvertrag für die Entwicklung des insgesamt rund 100 Hektar großen Gebietes unterschrieben. Zuvor gab Krey einen Überblick auf das Geschehen in der Aue. Das gesamte Revier ist in drei Planungsabschnitte eingeteilt. 55 Hektar befinden sich im Besitz der LEG, allerdings nicht zusammenhängend. Und da gibt es einen Kampf um die Fläche, weil auch nachwachsende Rohstoffe wie Getreide durchaus Profit abwerfen können. Letztlich wird in das so genannte Umlegungsverfahren die Hoffnung gelegt, Klarheit bei den Flächen zu schaffen. Das aber kann dauern, bis zu zwei Jahre.
Dann müssen die Medien verlegt werden. 40 Megawatt sollen bei der Elektroenergie vorgehalten werden, auch die Gasleitungen müssen in die Erde. All das muss vorfinanziert werden. So müssen innerhalb der Fläche zwei Gashochdruckleitungen nochmals verlegt werden. Probleme bereitete auch der vorsorgende Hochwasserschutz. Allein hier müssen zwei Millionen Euro investiert werden. Zahlen zur Umsiedlung einer Feldhamsterpopulation wurden nicht genannt.
Nach der Vertragsunterzeichnung wurde mit Nordhäuser Doppelkorn angestoßen
Wie und vor allem wann wird das Gebiet, in das eine Region so viel an Hoffnung investiert hat, vermarktet werden? Wann wird es einen symbolischen Spatenstich geben? Hier führte Andreas Krey aus, dass die Krise Zeit lasse, jedoch gebe es momentan keine konkreten Anfragen. Investoren legen Vorhaben auf Eis. Dennoch wurde Hoffnung signalisiert. Nordthüringen rückt nicht zuletzt wegen des fortgesetzten Autobahnbaus und der positiven Entwicklung der ’Ideenschmiede’ FH Nordhausen zunehmend in den Fokus von Investoren. Das Industriegroßgebiet ’Goldene Aue’ entwickeln wir in diesem Zusammenhang zur strategischen Ressource, um in den kommenden Jahren für Investoren mit großflächigen Projekten angebotsfähig zu sein.
Das künftige Industriegebiet soll sich auf einem 2,8 Kilometer langen und bis zu 500 Meter breiten Areal nördlich der B 80 zwischen Urbach und der Autobahnauffahrt Heringen erstrecken. Es wird seit 1996 beplant. Die Historie kann man im Archiv der nnz erkunden.



