Mi, 12:30 Uhr
21.08.2002
NaturFreunde auf Erkundungstour
Nordhausen (nnz). Zu einer dreitägigen Fortbildung für Wanderleiter trafen sich am vergangenen Wochenende die NaturFreunde aus Hannover und Südniedersachsen im Gipskarstgebiet der Rüdigsdorfer Schweiz bei Nordhausen. Was die Gäste hier erlebten, das hat die nnz erfahren.
"Diese Karstlandschaft hat uns begeistert. Hier kann man auf einer Tageswanderung auf kleinstem Raum so viel erleben, dass man nicht erst in weitentlegene Gebiete reisen muss", so Harald Wanetschka, Geschäftsführer der NaturFreunde Hannover. "Zusammen mit der recht guten Erreichbarkeit des Südharzes per Bahn entspricht dies unseren Anforderungen an einen umwelt- und sozialverträglichen Regionaltourismus."
So reiste die Gruppe per Bahn von Hannover nach Nordhausen und erwanderte sich das Gebiet zu Fuß. Die Wanderführer erkundeten am Samstag Erdfälle und Laubmischwälder, Tümpel und Feuchtwiesen, Trockenrasen und Bachschwinden zwischen Petersdorf und Rüdigsdorf. Zauneidechse und Schillerfalter, Fransenenzian und Gipskraut, üppige Blütenwiesen und kühle Hohlwege waren nur einige der vielen Entdeckungen dieser Wanderung. Am Sonntag wurden die Pfaffenköpfe besucht. Auch die Gaumenfreuden kamen bei Eisbechern und selbstgebackenem Kuchen im Künstlercafe in Rüdigsdorf nicht zu kurz.
Betroffen zeigten sich die NaturFreunde allerdings über die Abbauplanungen an Winkelberg und Harzfelder Holz. "Es ist uns völlig unverständlich, wie solch ein Naturschatz allein für kurzfristige Interessen zerstört werden soll. Der Gipsabbau ist völlig überflüssig", so Claudia Lohrmann, Vorsitzende der NaturFreunde Hannover. "Der Verzicht auf Naturgipsabbau würde noch nicht einmal unseren Lebensstandard einschränken!" so die Naturfreundin, die ihre Vereinsarbeit ganz unter dem Zeichen der Agenda 21 sieht.
Die Hannoverschen NaturFreunde werden nach den guten Eindrücken dieses Wochenendes das Gebiet Südharz in der nächsten Zeit bei Wanderungen und Kurzreisen häufiger als Reiseziel wählen. Die Veranstaltung ist Teil des Projektes "Entwicklung von Regionaltourismus" das die NaturFreunde zusammen mit dem Agendabüro der Stadt Hannover veranstalten. Das Projekt umfasste 2001 eine "ökologische" Wanderleiterausbildung. 2002 führen die Wanderleiter eigene Wanderungen durch und können sich an zwei Wochenenden zum Thema "Landschaftsräume und ihre ökologischen Besonderheiten" und einer Exkursionsreihe zu Biotopen unter dem Thema "Natur in der Großstadt" fortbilden.
Autor: nnz"Diese Karstlandschaft hat uns begeistert. Hier kann man auf einer Tageswanderung auf kleinstem Raum so viel erleben, dass man nicht erst in weitentlegene Gebiete reisen muss", so Harald Wanetschka, Geschäftsführer der NaturFreunde Hannover. "Zusammen mit der recht guten Erreichbarkeit des Südharzes per Bahn entspricht dies unseren Anforderungen an einen umwelt- und sozialverträglichen Regionaltourismus."
So reiste die Gruppe per Bahn von Hannover nach Nordhausen und erwanderte sich das Gebiet zu Fuß. Die Wanderführer erkundeten am Samstag Erdfälle und Laubmischwälder, Tümpel und Feuchtwiesen, Trockenrasen und Bachschwinden zwischen Petersdorf und Rüdigsdorf. Zauneidechse und Schillerfalter, Fransenenzian und Gipskraut, üppige Blütenwiesen und kühle Hohlwege waren nur einige der vielen Entdeckungen dieser Wanderung. Am Sonntag wurden die Pfaffenköpfe besucht. Auch die Gaumenfreuden kamen bei Eisbechern und selbstgebackenem Kuchen im Künstlercafe in Rüdigsdorf nicht zu kurz.
Betroffen zeigten sich die NaturFreunde allerdings über die Abbauplanungen an Winkelberg und Harzfelder Holz. "Es ist uns völlig unverständlich, wie solch ein Naturschatz allein für kurzfristige Interessen zerstört werden soll. Der Gipsabbau ist völlig überflüssig", so Claudia Lohrmann, Vorsitzende der NaturFreunde Hannover. "Der Verzicht auf Naturgipsabbau würde noch nicht einmal unseren Lebensstandard einschränken!" so die Naturfreundin, die ihre Vereinsarbeit ganz unter dem Zeichen der Agenda 21 sieht.
Die Hannoverschen NaturFreunde werden nach den guten Eindrücken dieses Wochenendes das Gebiet Südharz in der nächsten Zeit bei Wanderungen und Kurzreisen häufiger als Reiseziel wählen. Die Veranstaltung ist Teil des Projektes "Entwicklung von Regionaltourismus" das die NaturFreunde zusammen mit dem Agendabüro der Stadt Hannover veranstalten. Das Projekt umfasste 2001 eine "ökologische" Wanderleiterausbildung. 2002 führen die Wanderleiter eigene Wanderungen durch und können sich an zwei Wochenenden zum Thema "Landschaftsräume und ihre ökologischen Besonderheiten" und einer Exkursionsreihe zu Biotopen unter dem Thema "Natur in der Großstadt" fortbilden.


