Do, 16:11 Uhr
26.03.2009
Besser radeln
Thüringen entwickelt sein touristisches Radwegenetz konsequent weiter: Die Mittel für Radwege entlang der Landstraßen sollen im Haushaltsjahr 2010 von 1,5 auf 4,5 Millionen Euro steigen. Vorausgesetzt, die Intentionen der künftigen Landesregierung sind keine anderen...
Dies kündigte Thüringens Bauminister Gerold Wucherpfennig auf der heutigen Tagung Radverkehr in Thüringen – Tourismus, Radverkehrsinfrastruktur, Marketing, in Erfurt an. Bis 2020 sollen die Radfern- und Radhauptwege im Freistaat von heute 2.000 auf dann 3.200 Kilometer erweitert werden. Wirtschaftsstaatssekretär Prof. Dr. Christian C. Juckenack unterstrich in diesem Zusammenhang die wachsende Bedeutung des Radtourismus:
Bereits jeder zehnte Euro, der heute im Tourismus deutschlandweit umgesetzt wird, ist auf Radtourismus zurückzuführen. Thüringen will sich mit einer gut ausgebauten Infrastruktur ein großes Stück von diesem Kuchen abschneiden, sagte Juckenack.
Im vergangenen Jahr wurden in Thüringen allein 3,7 Millionen Tagesausflüge mit dem Fahrrad registriert – das entspricht rein rechnerisch einem Umsatz von 60 Millionen Euro. Dennoch: Die Konkurrenz schläft nicht, machte Juckenack deutlich. Praktisch alle Reiseregionen in Deutschland hätten die Bedeutung des Fahrradtourismus inzwischen erkannt – 90 Prozent wollen nach einer Analyse des Deutschen Tourismusverbands (DTV) ihr Angebot weiter ausbauen.
Auch Thüringen hat frühzeitig auf den Rad-Trend gesetzt: So wurden seit 1991 rund 28 Millionen Euro in den Ausbau von 271 Kilometern rein touristischer Radwege gesteckt. Thüringen bietet damit hervorragende Voraussetzungen für das touristische Themenjahr 2010: Fahr Rad – Am besten in Thüringen! Radfahren ist längst ein großes und wachsendes Rad im Getriebe der Thüringer Tourismuswirtschaft, sagte der Wirtschaftsstaatssekretär. Dennoch werden wir bei dem Thema künftig noch einen Zahn zulegen. Schwerpunkte der kommenden Jahre seien u.a. die sichere Befahrbarkeit, die touristische Beschilderung sowie Entwicklung von radtouristischen Erlebnisrouten.
Basis für die weitere erfolgreiche Vermarktung dieses Angebots ist die Radverkehrskonzeption für Thüringen, welche die Landesregierung im Sommer 2008 verabschiedet hat. Zudem hat das Wirtschaftsministerium ein systematisches Radwege-Qualitätsmanagement initiiert, das von der LEG umgesetzt wird.
Die LEG übernimmt dabei die Funktion des Landesradwegewartes, indem Experten aus ihrem Hause das landestouristische Radnetz abfahren und auf Mängel überprüfen, Bis Ende 2009 soll die Evaluierung des Großteils der Radfernwege abgeschlossen sein.
Autor: nnz/knDies kündigte Thüringens Bauminister Gerold Wucherpfennig auf der heutigen Tagung Radverkehr in Thüringen – Tourismus, Radverkehrsinfrastruktur, Marketing, in Erfurt an. Bis 2020 sollen die Radfern- und Radhauptwege im Freistaat von heute 2.000 auf dann 3.200 Kilometer erweitert werden. Wirtschaftsstaatssekretär Prof. Dr. Christian C. Juckenack unterstrich in diesem Zusammenhang die wachsende Bedeutung des Radtourismus:
Bereits jeder zehnte Euro, der heute im Tourismus deutschlandweit umgesetzt wird, ist auf Radtourismus zurückzuführen. Thüringen will sich mit einer gut ausgebauten Infrastruktur ein großes Stück von diesem Kuchen abschneiden, sagte Juckenack.
Im vergangenen Jahr wurden in Thüringen allein 3,7 Millionen Tagesausflüge mit dem Fahrrad registriert – das entspricht rein rechnerisch einem Umsatz von 60 Millionen Euro. Dennoch: Die Konkurrenz schläft nicht, machte Juckenack deutlich. Praktisch alle Reiseregionen in Deutschland hätten die Bedeutung des Fahrradtourismus inzwischen erkannt – 90 Prozent wollen nach einer Analyse des Deutschen Tourismusverbands (DTV) ihr Angebot weiter ausbauen.
Auch Thüringen hat frühzeitig auf den Rad-Trend gesetzt: So wurden seit 1991 rund 28 Millionen Euro in den Ausbau von 271 Kilometern rein touristischer Radwege gesteckt. Thüringen bietet damit hervorragende Voraussetzungen für das touristische Themenjahr 2010: Fahr Rad – Am besten in Thüringen! Radfahren ist längst ein großes und wachsendes Rad im Getriebe der Thüringer Tourismuswirtschaft, sagte der Wirtschaftsstaatssekretär. Dennoch werden wir bei dem Thema künftig noch einen Zahn zulegen. Schwerpunkte der kommenden Jahre seien u.a. die sichere Befahrbarkeit, die touristische Beschilderung sowie Entwicklung von radtouristischen Erlebnisrouten.
Basis für die weitere erfolgreiche Vermarktung dieses Angebots ist die Radverkehrskonzeption für Thüringen, welche die Landesregierung im Sommer 2008 verabschiedet hat. Zudem hat das Wirtschaftsministerium ein systematisches Radwege-Qualitätsmanagement initiiert, das von der LEG umgesetzt wird.
Die LEG übernimmt dabei die Funktion des Landesradwegewartes, indem Experten aus ihrem Hause das landestouristische Radnetz abfahren und auf Mängel überprüfen, Bis Ende 2009 soll die Evaluierung des Großteils der Radfernwege abgeschlossen sein.

