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Mi, 12:32 Uhr
25.03.2009

Vergiftung in Wülfingerode (Update 2)

In Sollstedt wird derzeit über das weitere Vorgehen beraten. Die nnz war vor Ort und hat weitere Einzelheiten recherchiert...

Vergiftung im Wülfingerode (Foto: nnz) Vergiftung im Wülfingerode (Foto: nnz)
In diesem Bereich den Zentrums ist mit dem Quecksilber hantiert worden

Die Frage, wie die Kinder an den Behälter mit dem hochgiftigen Inhalt herankamen, kann vermutlich beantwortet werden. In dem Gebäude des stillgelegten Labors des ehemaligen Kaliwerkes hatte es Silvester 2008 gebrannt. Damals schon war den Ermittlern der Nordhäuser Kripo ein Panzerschrank aufgefallen, der jedoch verschlossen war. Und aus genau diesem Schrank haben die Kinder vermutlich die Flasche mit dem Quecksilber entwendet.

Vergiftung im Wülfingerode (Foto: nnz) Vergiftung im Wülfingerode (Foto: nnz)
In diesem Gebäude sollen die Kinder den giftigen Fund gemacht haben

Das ehemalige Verwaltungs- und Laborgebäude auf dem Gelände des Kaliwerkes gehört nach nnz-Informationen einem Privatmann aus Nordrhein-Westfalen, der es im Zuge der Privatisierung erworben. Es wurde bis 1997 durch ein Umweltlabor genutzt, dann wurde dessen Betrieb eingestellt, so Sollstedts Bürgermeister Jürgen Hohberg gegenüber der nnz. Seit genau dieser Zeit gibt es aber auch Probleme des Sollstedter Ordnungsamtes mit der Sicherung des Gebäudes und einen daraus resultierenden umfangreichen Schriftverkehr.

„Der Eigentümer hat immer mal wieder kleinere Sicherungen vornehmen lassen, so wurden zum Beispiel die Fenster zugemauert“, beschreibt Hohberg. Dann kam der Silvester-Brand, dessen Ursache noch unklar zu sein scheint. Nach Hohbergs Angaben sollen die Kinder aus dem Heilpädagogischen Zentrum in Wülfingerode bereits am Montag die Flasche mit dem Schwermetall gefunden haben, erst gestern sei das im Zentrum bemerkt worden.

Das Laborgebäude wird derzeit durch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sollstedt gesichert. Momentan beraten Fachleute der Polizei, des Umweltamtes, des Gesundheitsamtes und der Gemeinde Sollstedt über das weitere Vorgehen.

Vergiftung im Wülfingerode (Foto: nnz) Vergiftung im Wülfingerode (Foto: nnz)
Landrat Joachim Claus, Bürgermeister Jürgen Hohberg und Kreisbrandinspektor Erich Etzrodt (von links)

„Für mich ist erst einmal wichtig, dass die Kinder in medizinischer Obhut sind“, so Hohberg abschließend. Das gilt auch für Landrat Joachim Claus (CDU), sich gemeinsam mit Kreisbrandinspektor Erich Etzrodt am Vormittag einen Überblick vor Ort verschaffte. Wie die nnz erfuhr, sind die Kinder in Sülzhayn im KMG-Rehazentrum aufgenommen worden. Laut der Betreuerin Frau Schröter geht es den Kindern und Jugendlichen gut. „Wir werden weiterhin unsere Hilfe so lange wie nötig anbieten du stehen den Kindern und Jugendlichen gern hilfreich zur Seite“, läßt das Reha-Zentrum in Sülzhayn mitteilen.
Autor: nnz

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