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So, 15:31 Uhr
22.03.2009

Da war mehr drin

Die nnz hatte bereits gestern über das Thüringen-Liga-Spiel von Wacker Nordhausen gegen Ilmenau berichtet. An dieser Stelle jetzt der ausführliche Bericht von Klaus Verkouter...

Wacker gegen Ilmenau (Foto: Verkouter) Wacker gegen Ilmenau (Foto: Verkouter)

Der erste Schock bei der Ankunft der Nordhäuser war die Tatsache, dass trotz annehmbarer Platzverhältnisse auf einem ungeliebten Kunstrasenplatz gespielt werden musste. Wie berechtigt die Sorgenfalten bei Trainer Burkhard Venth schon vor dem Anpfiff waren, bestätigte die 59. Spielminute nachdrücklich. Beim tollen Abwehrversuch einer der weinigen Kontermöglichkeiten der Platzherren verletzte sich Torwart Lars Greschke auf diesem Boden derart schwer an der Hüfte, dass er mit heftigen Schürfwunden verletzt ausscheiden musste.

Aber der Reihe nach. In den ersten Minuten wollte der SV Germania wohl zeigen, wer Herr im Hause ist. Aber viele Abspielfehler in den Ilmenauer Reihen brachten nichts Zählbares, zumal die Nordhäuser Abwehr sehr sicher agierte. Allmählich eroberte die Wackerelf die Mittelfeldherrschaft und kam zu mehren Eckbällen und Freistößen, die aber nicht verwertet werden konnten.

In der 19. Minute zog Torsten Klaus allein von der Mittellinie auf das vom heute vorzüglich haltenden Ilmenauer Torwart Kott zu. Sein Schuss ging aber, nachdem der Ball noch einmal aufsetzte, weit über das Tor. Eine scharfe Grundlinieneingabe von Stephan Hoffmann fand wenig später keinen eigenen Abnehmer.

Als sich Alexander Töpfer dann auf der rechten Seite druckvoll durchsetzte, folgte seine Flanke leider in den Rücken seiner Mitspieler. In der 27. Minute hatte wieder Torsten Klaus eine große Möglichkeit, schlug den Ball jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei ins Aus. Ein Ballverlust im Mittelkreis führte in der 28. Minute zur größten Chance der Gastgeber in der ersten Hälfte. Doch Norman Bonsack konnte den gut reagierenden Lars Greschke nicht überwinden. Ein Freistoß von Torsten Klaus in der 40. Minute konnte Torwart Kott nicht beeindrucken.

Die zweite Spielhälfte wurde mit einem schönen Distanzschuss von Daniel Wiegleb eingeläutet. Da nun das Mittelfeld schneller überbrückt wurde, nahm die Nordhäuser Überlegenheit zu. Tobias Huck brachte die Ilmenauer Unzufriedenheit, die sich bisher auch in drei Gelben Karten äußerte, auf den Punkt: „Sch…dreck, was wir hier spielen!“

Der gerade eingewechselte Toni Rinn nahm sich ein Herz und marschierte auf der rechten Außenbahn, spielte auf Norman Bonsack, der auf Michael Jüngling verlängerte und Lars Greschke zu der oben beschriebenen Glanztat zwang. Der eingewechselte Dominik Schönberger musste fortan nicht mehr ernsthaft eingreifen, denn das Spiel verlagerte sich mehr und mehr in die Gastgeberhälfte. Nach einem Hoffmann-Pressball rollte das Leder in der 60. Minute zu Torsten Klaus, der aus 20 Metern freie Schussbahn hatte, doch wohl einen Bruchteil zu lange mit dem Abschluss zögerte, sodass ein Verteidiger noch vor dem verwaisten Tor klären konnte.

War dies die bisher größte vergebene Chance Wackers, so sollten in der 63. Minute gleich zwei weitere todsichere folgen. Zunächst zog Stephan Hoffmann im Strafraum beherzt ab. Doch mit einem tollen Reflex riss Kott noch die Hand hoch und wehrte ab. Den Nachschuss aus acht Metern hämmerte Torsten Klaus dem schnell auf die Beine gekommenen Torhüter an die andere Hand. Einzelleistungen von Ebert wurden immer wieder mit Fouls vor dem Strafraum gestoppt. Einen solchen Freistoß lupfte Alexander Töpfer schön, aber der längst fällige Torerfolg blieb aus.

Auch Stephan Hoffmann konnte aus spitzem Winkel die Vorlage von Lars Pohl nicht verwerten. Ein kapitaler Drehschuss von Torsten Klaus strich in der 75. Minute knapp über das Gehäuse. In dieser Druckphase hatte der bis dahin souveräne Schiedsrichter Honnef aus Gotha ein Einsehen mit den ständig Gelbe Karten fordernden Zuschauern und Spielern und schickte Steven Ebert, nachdem er bereits Minuten zuvor einen Gelben Karton gezeigt hatte, mit Gelb-Rot vom Platz. Auch die Antwort des Assistenten überzeugte selbst einige Ilmenauer Zaungäste nicht: „Weil der Spieler am Boden liegt und schreit.“

Besonnene Akteure wie Thomas Hurt und Alexander Töpfer wurden auch mit Gelb bedacht. In dieser etwas hektischen Phase hatte Toni Rinn noch einen Schuss neben Schönbergers Tor gesetzt und Stephan Hoffmann wurde vor dem leeren Tor gerade noch abgeblockt. So blieb es beim dann wohl doch gerechten Unentschieden, denn wer seine Möglichkeiten vergibt, darf sich über ein 0:0 nicht wundern.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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