Di, 12:51 Uhr
20.08.2002
Stoffbänder gegen das Vergessen
Nordhausen (nnz). Großflächige Installationen aus Weißblech und bunten Stoffbändern sind seit Dienstag entlang der Bahnstrecke Nordhausen-Ellrich zu sehen. Wer das da installiert hat, das erfahren Sie in Ihrer nnz.
Die Installationen sind das Werk von 20 Jugendlichen aus fünf Ländern Europas für zahlreiche Außenlager des ehemaligen NS-Konzentrationslagers Mittelbau-Dora bei Nordhausen. Die 19- bis 26-jährigen Studenten hatten am 7. Internationalen Workcamp des Vereins Jugend für Dora in Nordhausen teilgenommen.
Die Arbeiten sollen auf die bisher unsichtbaren Orte des Schreckens aufmerksam machen, sagte Dorothea August vom Verein. Zu dem unterirdischen KZ, in dem Häftlinge V 2-Waffen bauen mussten, gehörten 40 Außenlager. Von den 60 000 Häftlingen aus 45 Nationen starb jeder Dritte an den unmenschlichen Bedingungen.
Die Orte entlang der Bahnstrecke sind nach 1945 von Vegetation überwuchert, zerstört oder anderweitig genutzt worden. Im Unterschied zu früheren Workcamps arbeiteten die Teilnehmer nicht auf dem Gedenkstättengelände, sondern im öffentlichen Raum. Für jede Installation mussten die Eigentümer gefragt werden. Faltblätter beschreiben die historischen Standorte und das Schicksal der Zwangsarbeiter.
Die Installationen sollen vor allem Bahnreisende ansprechen. Interessenten können am Mittwochnachmittag an einer Zugfahrt von Nordhausen teilnehmen oder direkt zum Bahnhof in Ellrich kommen.
Autor: nnzDie Installationen sind das Werk von 20 Jugendlichen aus fünf Ländern Europas für zahlreiche Außenlager des ehemaligen NS-Konzentrationslagers Mittelbau-Dora bei Nordhausen. Die 19- bis 26-jährigen Studenten hatten am 7. Internationalen Workcamp des Vereins Jugend für Dora in Nordhausen teilgenommen.
Die Arbeiten sollen auf die bisher unsichtbaren Orte des Schreckens aufmerksam machen, sagte Dorothea August vom Verein. Zu dem unterirdischen KZ, in dem Häftlinge V 2-Waffen bauen mussten, gehörten 40 Außenlager. Von den 60 000 Häftlingen aus 45 Nationen starb jeder Dritte an den unmenschlichen Bedingungen.
Die Orte entlang der Bahnstrecke sind nach 1945 von Vegetation überwuchert, zerstört oder anderweitig genutzt worden. Im Unterschied zu früheren Workcamps arbeiteten die Teilnehmer nicht auf dem Gedenkstättengelände, sondern im öffentlichen Raum. Für jede Installation mussten die Eigentümer gefragt werden. Faltblätter beschreiben die historischen Standorte und das Schicksal der Zwangsarbeiter.
Die Installationen sollen vor allem Bahnreisende ansprechen. Interessenten können am Mittwochnachmittag an einer Zugfahrt von Nordhausen teilnehmen oder direkt zum Bahnhof in Ellrich kommen.


