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Fr, 17:17 Uhr
13.03.2009

Frau führt Geschäfte

Die Abfallentsorgung noch nicht ganz, aber die TVN gehört jetzt schon zu 100 Prozent dem Landkreis Nordhausen. Das Unternehmen hat jetzt eine Geschäftsführerin...


„Die Südharzwerke Nordhausen – Entsorgungsgesellschaft mbH haben die drei Aufgaben Bioabfall- und Deponiegasverwertung sowie die Sickerwasserbehandlung von der Technologieverbunds Nentzelsrode GmbH, kurz TVN, reibungslos übernommen“, sagt Kathrin Materlik, Leiterin des Fachgebiets Abfallwirtschaft im Landratsamt Nordhausen. Seit diesem Monat ist die TVN zu hundert Prozent in der Hand des Landkreises und Kathrin Materlik ist die neue Geschäftsführerin.

Die letzte seiner ehemals vier Aufgaben übt die TVN auch weiterhin aus: Im Auftrag der Firma Remondis behandelt TVN den herausgefilterten organischen Teil des Hausmülls im biologischen Rotteverfahren. Pro Jahr bearbeitet TVN in der Anlage rund 35.000 Tonnen, wovon nach dem Rotteprozess rund 30.000 Tonnen auf die Deponie gelangen. „Perspektivisch ist angedacht, dass die Südharzwerke auch diese letzte Aufgabe der TVN übernehmen“, blickt Kathrin Materlik in die Zukunft.

Derzeit lässt Arndt Forberger, Geschäftsführer der Südharzwerke Nordhausen, die Abläufe in der Bioabfallverwertung evaluieren, um mögliche Optimierungen der Prozesse zu prüfen. Die ehemaligen Mitarbeiter der TVN, die zum Teil bereits seit Jahren mit dem Anlagenbetrieb vertraut ist, haben die Südharzwerke Nordhausen übernommen.

„Hier im Landratsamt arbeiten wir momentan außerdem an einer neuen Gebührensatzung für die Deponie. Der Grund dafür ist, dass der Kalkulationszeitraum der gültigen Gebührensatzung von 2006 zum Jahresende aufhört. Handlungsbedarf ergibt sich auch aus dem derzeitigen Defizit des Abfallwirtschaftszentrums Nentzelsrode“, sagt Kathrin Materlik. „Dies wirkt sich aber nicht unmittelbar auf die Privathaushalte aus. Die Abfallgebühren werden auf der Grundlage einer eigenen Satzung erhoben.“
Autor: nnz

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Kommentare
Peppone
13.03.2009, 20:17 Uhr
Gebührenerhöhung steht bevor,
anders ist der Beitrag leider nicht zu interpretieren. Auch wenn die Abfallgebühren derzeit noch auf einer eigenen Satzung beruhen, falls die Wirtschaftlichkeitsrechnung negativ für den Betrieb der Anlage ausfällt, wird die Satzung zwangsläufig geändert werden müssen. Wie soll es auch anders sein! Für den Bürger ergibt sich nur die Frage, wie werden diese zusätzlichen Kosten umgelegt. Wird das Delta zur schwarzen Null (oder vielleicht sogar zum Gewinn?) nur auf den Verursacher, also den Bürger pro Kopf und Haushalt , oder auf den Kreishaushalt mit all seinen Einnahmequellen umgelegt? Letztendlich ist beides aber nur das Prinzip rechte Tasche, linke Tasche, also aus Steuerzahlersicht eher uninteressant.
Was allerdings sehr interessant ist, ist Herrn Forbergers Prozeßoptimierung. Und genau hier sollte ihn weder der Bürger, noch der Steuerzahler aus der Pflicht nehmen. Genau hier werden sich die Geister scheiden und darüber bestimmen, ob es teuerer wird oder nicht!
Was mich ein klein wenig stutzig macht ist die Aussage im Beitrag, dass sich Herr Forberger jetzt damit beschäftigt, wie er die Prozeße und betrieblichen Abläufe des Ehemaligen TVN optimieren kann. Eigentlich tut man das immer! Wer das seriös betreibt, der hat dafür vor so einer Übernahme schon einen Geschäftsplan, oder besser neudeutsch Businessplan! Vielleicht ist es ja möglich, dass man hier schon mal ein paar Punkte dem Bürger präsentiert, die man in Zukunft besser macht. Das das nicht der Weisheit letzter Schluss ist, ist schon klar, Prozeßoptimierung ist ein "lebender" Vorgang. Irgendwelche Ideen muss es ja aber geben!

Also bitte liebe Südharzwerke, was habt ihr vor zu tun und was erwartet den Bürger?
eccehomo
14.03.2009, 11:45 Uhr
Erst zurück- dann vorwärtsschauen
Vor der von Hubertus zu Recht geforderten Antwort auf seine Frage zur Zukunft, sollte allerdings dringend geklärt werden, was in der Vergangenheit geschehen ist, vor der Umgründung der Gesellschaft in die Südharzwerke.

Wie kam es zur finanziellen Schieflage?
Wer hat die Verantwortung dafür gehabt?
Wer schultert die Verluste?
Wer hat von den Gewinnen profitiert?

und vor allem:

Wann wird öffentlich dargelegt, was in den vergangenen Jahren passiert ist?

Diese Fragen geht in erster Linie an all jene, die im Kreistag die Verantwortung tragen und natürlich im Landratsamt. Dort vernimmt man - gar nicht mal hinter vorgehaltener Hand: Schwamm drüber und nach vorne schauen.

Ob dies allerdings eine gute Basis für einen Start in die Zukunft ist, muss bezweifelt werden. Denn wenn die Strukturen oder die handelnden Personen dieselben bleiben, dürften die Südharzwerke nicht auf einem guten Weg sein, sondern bald wieder auf der schiefen Bahn.
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