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Mo, 07:00 Uhr
09.03.2009

nnz-Forum: Zweierlei Maß im Rechtsstaat?

Ein Hartz-IV-Empfänger und eine Kassiererin auf der einen, Bankmanager und Politiker auf der anderen Seite. Mit diesem Spannungsbogen setzt sich ein Leser der nnz im Forum auseinander...


Gilt in dieser Republik der Artikel 3 (1) des Grundgesetzes, wonach alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, noch? Die Berichte in den Medien wecken täglich ernsthafte Zweifel daran. Vielleicht muss man sich aber zunächst fragen, ob unser Rechtssystem überhaupt noch jeden erfasst. Haben sich insgesamt vielleicht schon Strukturen gebildet, die einen rechtsfreien Raum für bestimmte Personengruppen schaffen oder aber die Vermutung erlauben, dass diese Gruppen über einen solchen verfügen? Ein solcher Zustand hätte mit einer freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung nicht das Geringste zu tun.

Mein Verständnis des Artikels 3 des Grundgesetzes beinhaltet, dass gesetzwidriges Verhalten ohne Ansehen der Person geahndet wird. Mit Blick auf die so genannte „Bankenkrise“ scheinen gewisse Kräfte in unserem Land bewusst darauf zu verzichten, bestehende Gesetze anzuwenden. Der Verzicht darauf, gegenüber den Vorständen und Aufsichtsräten der Landesbanken, die gesetzlichen Möglichkeiten, wie z.B. Haftung und Schadenersatz (geregelt in den entsprechenden Gesetzen) anzuwenden und statt dessen die Staatskasse heranzuziehen, war das Signal, das in Deutschland die Schleusen öffnete.

Bleiben wir jedoch bei der Betrachtung zur Gleichheit. Während jemand, der bei ebay Waren verkauft, die er gar nicht besitzt, sehr schnell als Betrüger entlarvt und strafrechtlich verfolgt wird, waren und sind die so genannten Leergeschäfte bisher staatlich geduldete Praxis im Finanzbereich. Erst jetzt gibt es Überlegungen diese zu verbieten. Wer sich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen (Hochstapler, Heiratsschwindler, Trickbetrüger) das Geld anderer aneignet, ist kriminell. Er muss damit rechnen, dass er strafrechtlich belangt wird, wenn es herauskommt. Das erschwindelte Geld wird eingezogen.

Wieso also können Manager heute noch Vergütungen für ihren vormaligen Handel mit Wertpapieren erhalten, die heute von ihnen selbst für wertlos erklärt werden? Und wieso können sie diese Gelder behalten? Wieso stellt keiner die Frage, seit wann die Bilanzen eigentlich schon nicht mehr ein tatsächliches Bild der Lage des Unternehmens vermittelten und zumindest die auf diesen Bilanzerfolgen beruhenden Bonizahlungen als ungerechtfertigte Bereicherung anzusehen sind? Statt Strafanzeige zu erstatten, bittet ein Minister dieser Bundesregierung die Banker, auf Bonizahlungen in der derzeitigen Situation zu verzichten. Der moralische Zeigefinger statt Handschellen!

Ob die Finanzmarktkrise von den Banken noch forciert wurde, als sie erkannten, dass sie schnell ihre Verluste durch Steuergelder und Staatskredite sanieren konnten, gehört ebenso in den Bereich der Spekulationen wie die Annahme, dass Gesetze und Aufsichtsbehörden kriminelle Machenschaften hätten verhindern können. Nur ist die Wahrheitswahrscheinlichkeit im ersten Fall höher. Übrigens konnte man mit dem Wissen um steigende oder fallende Kurse der Bankaktien auch wieder richtig Geld verdienen. Ganz zu schweigen von den Zinsen für die steigende Staatsverschuldung.

Oder, wie Bertolt Brecht einmal formulierte: „Der Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.“

Vielleicht gibt es für die Nachsicht, also die weitestgehend fehlende Bereitschaft, Anzeige zu erstatten, ja auch eine ganz einfache Erklärung: Man muss nur mal in den Geschäftsberichten der Betroffenen Institute nachsehen, wer dort in den Vorständen und wer in den Aufsichts- und Kontrollgremien sitzt.

Und noch einmal der Gleichheitsaspekt. „Emmely“, die Kassiererin aus dem Berliner Supermarkt ist fristlos entlassen worden, weil sie Leergut - Bons im Gegenwert von 1,30 Euro unterschlagen haben soll. Die Kündigung sei zu Recht erfolgt, sagt das zuständige Gericht, denn das Vertrauensverhältnis sei nachhaltig zerstört. Sie hat keinerlei Anspruch auf Abfindungszahlungen. Oder ein weiteres Beispiel: Der ehrliche Hartz-IV Empfänger, der seinen Fund im Wert von ein paar Tausend Euro abgegeben hat, muss sich den Finderlohn als Einkommen oder „Vermögen“ anrechnen lassen und erhält dementsprechend keine staatlichen Leistungen, solange das Vermögen „amtsstatistisch“ zum Leben ausreicht. Auch das ist bestätigtes deutsches Recht.

Der Hartz-IV Bezieher und die Kassiererin haben wahrscheinlich die falschen Tätigkeiten ausgeübt. Bei Millionen- und Milliardenverlusten gibt es - aus Respekt vor den großen Zahlen? - in zu vielen Fällen keine Beeinträchtigung des Vertrauensverhältnisses. Trennt man sich doch von einem dieser „Top – Manager“, wird der Abgang durch Fortzahlung der Bezüge, horrende Abfindungen und natürlich Weitergewähr der Pensionsansprüche abgefedert.

Einige der stillen Abgänger werden durch das geschaffene Beziehungsgeflecht bald wieder auftauchen, dann vielleicht als Vorstand einer Versicherung oder vielleicht als Regierungsberater oder aber auch nur im Aufsichtsrat eines Unternehmens oder einer anderen Bank. Diese Leute sind seltsamerweise selbst mit über 50 nicht schwer vermittelbar.

Ich glaube an die Notwendigkeit des Artikels 3 des Grundgesetzes. Ich will mich dafür einsetzen, dass die Politik für seine Einhaltung sorgt. Deshalb trete ich zur Bundestagswahl für die FDP an.
Andreas Klaschka, Nordhausen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Heike
09.03.2009, 10:27 Uhr
Bravo Herr Klaschka
Bravo, endlich ein Liberaler, der mir aus dem Herzen spricht. Ich kann jedes Wort von ihm nur unterstreichen, aber auch noch etwas ergänzen: Als Geschäftsführerin eines Unternehmens weiß ich, dass jedes Unternehmen mindestens 1 x jährlich durch unabhängige Wirtschaftsprüfer auf ordnungsgemäße Führung der Geschäfte überprüft wird.

Nun frage ich mich, hat denn keiner der Prüfer etwas von den unsauberen Geschäften bemerkt? Wir jedenfalls wurden durch unseren Dachverband, mehrfach bei Schulungen auf die Gefahren von bestimmten Derivatgeschäften hingewiesen. Mir ist völlig unverständlich, wie die Prüfer der HRE und Anderen bestätigen konnten, dass deren Vorstände und Aufsichtsräte ihren gesetzlichen und satzungsmäßigen Verpflichtungen
ordnungsgemäß nachgekommen sind. Auch die Wirtschaftsprüfer gehören in solchen Fällen mit auf die Anklagebank, direkt neben den Bankverantwortlichen.

Aus dem gleichen Grunde wie Herr Klaschka, nämlich um mich für Gerechtigkeit gegenüber Jedermann einzusetzen, werde ich mich als Kandidatin der Linkspartei um ein Mandat für den Kreistag bewerben. Vielleicht gelingt es Hernn Klaschka im Bundestag und mir im Kreistag etwas für die Ottonormalverbraucherin zu bewirken.
robertgeorg66
09.03.2009, 14:54 Uhr
FDP kein Allheilmittel
Sehr geehrter Herr Klaschka,
Ihr Artikel ist ja sehr ergreifend.
Leider wollen Sie für die Partei der besserverdienenden Kandidieren, wie es Ihr Parteimitglied Graf Lambsdorf geäußert hat.
Deshalb kann ich als ALG 2 Empfänger eine Solche Partei nicht wählen.

Man sollte nicht über andere sich aufregen während eigene Parteimitglieder im Geld schwimmen und der kleine Arbeiter solchen Elemten egal ist. Die FDP ist noch nie für den kleinen Mann eingetreten. Sie wissen doch ganz genau, welche klientel zu den Parteiversammlungen kommt.

Also hören Sie bitte auf solche Geschichten so kurz vor der großen Wahl zu verbreiten. Liberal sein aber für wen?
H.Buntfuß
09.03.2009, 17:14 Uhr
Nur die Macht zählt
Ich muss „robertgeorg66“ Recht geben. Wann hat sich die FDP schon einmal für die kleinen Leute eingesetzt? Das, was Herr Klaschka hier betreibt ist nichts weiter als Wahlkampf in eigener Sache. Herr Klaschka, wie steht denn ihre Partei zu Mindestlohn oder zu den Hartz-IV Gesetzen?

Ist es nicht so, dass man von einem Mindestlohn abrät und sagt, das solle der Markt regeln? Wie sieht es aus mit Hartz-IV? Ist es nicht so, dass Herr Westerwelle das Gesetzt genau so wenig kennt ,wie die Kanzlerin? Guido Westerwelle ist auch der Meinung, die Hartz-IV-Empfänger bekämen alles vom Staat – von der Waschmaschine bis hin zum Kühlschrank.

Herr Klaschka schimpft über die Bankmanager. Aber ist es nicht seine Partei, die sich gegen ein Einmischen des Staates stellt? Der Staat soll zwar die Schulden der Banken übernehmen, aber das war's dann auch. Für mich ist und bleibt diese Partei unzumutbar.

Zum Kommentar von „Heike“ gilt das gleiche: Nur dummes Wahlkampfgewäsch. Denn die Linkspartei drischt auch nur leeres Stroh, wie man so schön sagt. Da hört man zwar was von einer Erhöhung der Regelsätze für Hartz-IV-Empfänger, aber nur, damit man ihnen dann um so leichter die Miete im Kreistag kürzen kann. Oder hat man von der Linkspartei schon einmal einen konkreten Vorschlag gehört, wie man die derzeitige Lage ändern will? Nein, auch in dieser Partei geht es nur um die Besetzung der Machtposten. Das Volk ist dabei nur im Weg – wie bei jeder anderen Partei!
Liberalix
09.03.2009, 21:39 Uhr
Bitte sachlich !
Liebe Mitbürger Werner und robertgeorg66, dass Ihr in Eurer derzeitigen Lage, die Welt aus einem anderen Blickwinkel seht, kann ich mit Zeiten von Arbeitslosigkeit und als leider nicht besser Verdienender, und trotzdem Liberaler, nachvollziehen. Lasst Euch doch durch „Bild“ und andere Medien nicht wild machen, sondern schaut genauer hin und denkt nach. Euch geht es nur wieder besser wenn Ihr dem Staats-Molloch Arbeitsagentur/Arge Ade sagen könnt. Dazu müsst Ihr jemanden finden, der Euch in seine Unternehmung einbinden will. Unternehmungen gibt es aber nur, wenn Rahmenbedingungen stimmen und auch ein notwendiger Gewinn abfällt. Über 80 % der Beschäftigten in Deutschland arbeiten in kleinen und mittelständischen Unternehmungen (von der Arztpraxis bis meinetwegen Powertrain). Positive Rahmenbedingungen( steuer-, bildungspolitisch usw.) für solche Unternehmungen zu schaffen ist eines der obersten Ziele liberaler Politik und so , und nur so können Arbeitsplätze für Euch und viele Andere entstehen. Ich denke die FDP ist damit die einzige Partei, die sich so und insbesondere für die „kleinen Leute“ einsetzt.
Lieber Werner! Herr Westerwelle stand mir gestern Aug in Aug bei einer Veranstaltung gegenüber. Ich kann Dir versichern, dass er mit Sicherheit die Hartz IV-Gesetze besser als Du kennt, denn er hat sich mit Ihnen auseinandersetzen müssen und sie mit meiner Partei im Bundestag abgelehnt. Unsere Positionen zum unsäglichen Mindestlohn lies bitte nach.
Lieber robertgeorg66! In meiner Partei gibt es bestimmt nicht viel mehr „Besserverdienende“ als in jeder anderen Partei. Das wage ich zu behaupten, da ich mich selber parteilich engagiere und auch mit den Mitbewerbern auseinandersetze. Ich habe auch Parteifreunde, die arbeitslos, weniger betuchte Rentner, Geringverdiener oder sonst vom Schicksal geschlagen sind. Höre bitte mit Deiner pauschalisierten Vorverurteilung auf. Übrigens den ominösen Begriff „ Besserverdienende“ soll Hermann-Otto Solms 1994 und nicht der „Graf“ gesagt haben, und nach meinem Kenntnisstand unglücklicherweise verfälschend durch die Medien aus einem wörtlichen Zusammenhang herausgerissen.
Wenn Euch Die angeschlagene Problematik des Herrn Klaschka zu unverständlich ist, wäre er, wie ich Ihn fachlich und menschlich kenne , sicherlich zur persönlichen Erklärung bereit.
Liebe Heike ! Deine Gerechtigkeitsauffassung wird sich doch ein wenig von Herrn Klaschka unterscheiden. Er verbindet damit bestimmt auch Rechtsstaatlichkeit und die persönliche Freiheit des Einzelnen. Ansonsten Viel Erfolg bei deiner Unternehmung und schaffe ein paar Arbeitsplätze.
denk-mal
10.03.2009, 11:18 Uhr
mal ehrlich
wenn man den artikel liest stellt man fest - recht hat er - wenn man ihn kennt und das ist das beste, der meint das auch so.

wenn ich dann den kommentar von heike lese, macht es mich immer wieder traurig, wie oberflächlich die wähler bei ihrer auswahl der kandidaten doch sind. das ist "die" partei, die verspricht mir am meisten - die "isses".
ob diese partei, sich an ihr wahlversprechen gehalten hat oder auch nicht, zählt kaum oder nur höchst selten.
bei der letzten bundestagswahl - sie erinnern sich - wetterte die spd gegen die merkelsteuer (die 16% MwSt sollten auf 18 % MwSt erhöht werden)
als die macht verteilt wurde, kam ein ganz neues rechenergebnis raus, nämlich 16%+2%=19%!
und unser franz münte ... sagte dann auch noch dass er es unfair fände, wenn man politiker danach beurteile, was sie vor der wahl versprochen haben.
das nächste blamable beispiel ist ypsilanti.
die glaubwürdigkeit der meisten parteien bleibt in der polemik des wahlkampfes auf der strecke.
da kommt die krise aus amerika gerade recht!
die medien profitieren davon - sie haben ein dauerthema. die politiker und ihre parteien profitieren davon - sie haben das dauerthema ohne das sie schuld sind (oder vielleicht doch ein bisschen, aber keiner merkts - nur so`n störenfried aus der fdp deutet es mal an!)
man kann prima ablenken von dem unfug, den sie in ihrer regierungszeit verzapft haben.
da meine ich nicht, das nicht rauchen in kneipen - wo sie nicht so richtig wussten, wer für derartiges zuständig sei, sondern die vielen tollen anderen varianten gesundheitsreform usw.
also denkt mal!
Real Human
10.03.2009, 13:53 Uhr
Bravo Herr Klaschka!
Das muss Ihnen erst einmal jemand nachmachen. Sie haben es immerhin zustande gebracht, dass eine Kreistagskandidatin der Nordhäuser Linken Ihnen zujubelt. Ich glaube nicht, dass sich hinter „Heike“ einfach nur ein „Faker“ verbirgt. Nein, vor allem in der Führungsriege der „Roten Dealer“ von Nordhausen gibt es einige, die längst mitten im real existierenden Kapitalismus angekommen sind.

Herr Klaschka, ich schlage Ihnen ernsthaft vor, an einem der nächsten Donnerstage um 17.00 Uhr vor der Nordhäuser „Agentur für Arbeit“ zu erscheinen. Sie können dort sehr werbewirksam darstellen, was Ihre Partei gegen die Arbeitslosigkeit und die Super-Wirtschaftskrise zu unternehmen gedenkt. Bringen Sie zu der angemeldeten „Donnerstagsdemonstration“ (ehemals Nordhäuser Montagsdemo) vielleicht auch ein passendes Transparent mit – etwa mit der Aufforderung: „Arbeitslose wählt FDP!“? Ich glaube, Sie würden bei einigen sogar Sympathie erwecken. Bei einer Blitzumfrage im vergangenen Jahr konnte sich einer von Dreißig dort Befragten sogar vorstellen, die FDP zu wählen. Das wäre ja noch ausbaufähig!

Herr Klaschka, ich wette, Sie trau'n sich nicht! Falls doch, spendiere ich Ihnen gegen Foto-Erlaubnis eine Flasche Rotkäppchen-Sekt!
robertgeorg66
10.03.2009, 13:54 Uhr
An Liberalix
Hallo Herr Liberalix,
ich kenne Sie nur über das Netz und des wegen wollen wir doch erst einmal mit dem Gedutze aufhören. Diese Faxen aus DDR Zeiten wollen wir doch mal lassen. Außerdem bin ich seit 1.Januar 2009 in Hartz 4. Also kann hier von Hoffnungslosigkeit keine Rede sein.

Ich war bis Mitte November bei einer Firma in Hessen tätig, da ich seit 1997 in Nordhausen keine vernüftige Arbeit bekommen habe. Für Hungerlöhne arbeite ich nicht mehr.

Die ganzen BRD Demokraten haben mir nach 1989 hier im Osten blühende Landschaften versprochen.
Leider ist hier in Northueringen und trotz A 38 nicht viel übriggeblieben. Nur Arbeitslosigkeit.

Und deshalb werde ich wieder im Frühjahr auf Montage nach Bundiland gehen, weil auf kurz oder Lang sowieso alles den Bach herunter geht.
Mit FDP, CDU und SPD.

Für den kleinen Mann nur Sprüche um die Leute zu beruhigen Nur Wahlkampfsprüche!
denk-mal
10.03.2009, 18:37 Uhr
an herrn robertgeorg 66 nur für sie
so richtig abfrusten ist das, was glücklich macht!
ins bundiland fahren, wo genau die von ihnen genannten parteien die höheren löhne-politik unter dem deckmantel der tarifhoheit organisieren. dabei überhaupt nicht bemerken, das sie genau so sind wie die politiker, die sie beschimpfen. sie haben ja recht wenn man sieht was im osten gezahlt wird und wieviel die selbe arbeit im westen wert ist und das fast 20 jahre nach der wiedervereinigung. es ist skandalös nur nur ob die parteien daran schuld sind, ich weiß es nicht, zumindest vereinfacht es kolossal denen erst mal die schuld zu geben. nur ich fürchte ganz so einfach ist das nicht, denn die politiker hinken doch in der mehrheit und das sind die, die regieren den ereignissen hinterher. man hat mit dem akt der wahl nicht unbedingt auch die nötige weisheit bekommen.aber eins ist sicher keine partei hat lösungen parat, bei der whl haben sie nur die möglichkeit sich das kleinste übel auszusuchen.
niedriglöhne kann man nicht abwählen, auch wenn die deutschen das glauben
DER SCHLECHTESTE WEG DEN MAN WÄHLEN KANN IST IMMER DER GAR KEINEN ZU WÄHLEN:
der Andere
11.03.2009, 00:15 Uhr
Recht hat er , aber....
wo sind denn nun die 50 Billionen weltweit verbrannten Moneten? Hat sich da schon mal jemand von unseren Politikern in die Spur gemacht, um diesen nicht so ganz geringen Betrag wieder zu finden ?

Und warum macht man sich wohl nicht die Arbeit.
Wahrscheinlich müsste der Eine oder Andere gegen sich selbst ermitteln.

Politiker sind ausschliesslich eigennützig und das Letzte.
H.Buntfuß
11.03.2009, 10:36 Uhr
Herr Liberalix
Lieber „Liberalix“! Sie schreiben, die FDP hat Hartz-IV abgelehnt. Und warum? Wenn ich mich nicht irre ging der FDP Hartz-IV nicht weit genug. Wenn Sie Herrn Westerwelle mal wieder treffen, dann fragen Sie ihn doch mal – wenn er die Hartz-Gesetze zu gut kennt – warum er dann im Bundestag sagt, jeder ALG-II-Empfänger bekäme seine Waschmaschine, Kühlschrank usw. vom Staat?
Stadtbürger
11.03.2009, 11:19 Uhr
BILD-Niveau
Ein wenig seltsam mutet das Ganze hier schon an. Es wird teilweise mit aufgeschnappten Parolen umhergeworfen, die dem BILD-Niveau gleichen. Es werden uralte Kamellen ausgegraben, um das Rechtsempfinden eines intelligenten Bürgers ins Lächerliche zu ziehen. Niveau sieht halt nur von unten aus wie Arroganz!

Doch letztlich verkennen die meisten Kommentatoren die eigenliche Botschaft. Sicher, es gab mal einen Herren der die FDP als Partei der Besserverdienenden bezeichnete. Doch diese Zeiten sind doch wohl vorbei. Eine Partei an den Äußerungen Einzelner in der Vergangenheit zu messen zeugt in gewisser Form von Desinteresse. Immerhin sind dies auch meist die gleichen Leute, die meinen man könne die Linkspartei nicht mit der SED vergleichen.

Und zu den so genannten Donnerstagsdemos ist anzumerken: Auf Grund der "Vielzahl" der Teilnehmer an diesen Demos wird mir persönlich deutlich, dass die Unzufriedenheit wohl doch nicht so groß zu sein scheint, wie es hier manche suggerieren. Natürlich ist jemand, der Hartz IV bekommt, von Armut betroffen. Aber es sollte doch Ziel einer Diskussion sein, Wege zu finden diese Armut zu beenden. Niemand hat ein Patentrezept. Doch hier zu referieren, ob Herr Westerwelle sagt, dass ein Hartz-IV-Empfänger eine Waschmaschine vom Staat bekommt oder nicht, zielt meiner Meinung nach vom Ansinnen des Herrn Klaschka vorbei (abgesehen davon zahlt die ArGe im Zuge der Erstausstattung dies alles sehr wohl).

Inhaltlich kann ich nur dazu noch anmerken: Herr Klaschka, sie haben vollkommen Recht. Derartige Missstände gehören abgeschafft. Meine Unterstützung haben Sie dazu!
well58
12.03.2009, 08:41 Uhr
Leider kein wetten dass
Hallo Herr/ Frau Dubtschekisto,

Sie müssen Ihren Sekt allein trinken. Ich werde zu der Zeit meiner Aufgabe als berufener Bürger, im Rechnungsprüfungsausschuss der Stadt, nachkommen.

Da dieser Ausschusstermin im Februar, auf meine Bitte hin, extra verlegt worden ist, wäre es, aus meiner Auffassung von Anstand heraus, ungehörig heute nicht dort zu sein, um stattdessen mit Ihnen Sekt zu trinken.

Im Übrigen wäre es auch doppelzüngig, wenn ich bei anderen Kontrollen einfordere und selbst dieser Aufgabe nicht nachkäme. Also vielleicht ein anderes Mal.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Klaschka

PS: Wer glaubt, dass ich mich nur drücken will, kann sich gern bei den anderen Mitgliedern des Rechnungsprüfungsausschusses erkundigen.
Sebastian
14.03.2009, 10:15 Uhr
Dennoch nur Wahlkampfgeplänkel
Zu Beginn wirkt der Beitrag wie das Anprangern von Missständen in diesem Staat durch einen politisch engagierten Bürger. Daran ist auch nichts auszusetzen, außer daß der gewonnene Eindruck ja mittlerweile sowieso im großen Teil des Volkes vorherrscht. Da sich der Beitrag am Ende allerdings als Werbung für eine konkrete Partei outet ändern sich meine Erwartungen hieran doch ein wenig.

Von einem Politiker erwarte ich dann doch auch, daß er nicht nur die Meinung der Masse des Volkes wiederkaut, sondern daß er auch Lösungsvorschläge anbietet. Lösungsvorschläge die den Wähler in die Lage versetzen, zu entscheiden ob die Partei hiermit die Probleme in den Griff bekommen kann. Politiker die die gleiche Meinung wie Herr Klaschka vertreten finde ich in wirklich jeder Partei. Entscheidend sind Konzepte und Taten ...

Ach und Herr Klaschka, wieso erstatten Sie nicht Anzeige gegen die "ungerechtfertigten Bereicherungen" durch Bonizahlungen, wenn Sie hier einen Straftatbestand vermuten ? Was hindert Sie bei Ihrer ja scheinbar vorhandenen Bereitschaft?
robertgeorg66
16.03.2009, 10:15 Uhr
Für Herrn denk-mal
Bravo Herr denk-mal,
ihren Optimismus möchte ich haben, aber nach 20 Jahren BRD ist der mir vergangen.
Aber dafür bin ich jetzt frei.
So frei, dass ich nicht weiss was morgen wird.
Danke liebe Demokratie!
Alles Super......
brazil
03.04.2009, 21:21 Uhr
ja wo laufen sie denn?
Ich finde es gut, dass sich ein Politiker offen positioniert. Gleich welcher Partei.

Ich finde es auch gut, dass seine Partei solche Aussagen offensichtlich nicht verbietet oder unterdrückt. Sagt doch was über diese Partei aus.

Ich finde es nicht verwerflich, wenn das im Wahlkampf geschieht. Wann denn sonst? Vielleicht zu den Demo`s gegen Hartz IV, die so wahnsinnig viel Zulauf und Wirkung hatten?

Ich finde das Verhalten dieser Managerkaste auch verwerflich und aus meinem Bauchgefühl heraus auch sicher strafbar. Aber ich bin kein Rechtsanwalt. Und auch noch kein Held.

Ich finde es aber auch strafbar, dass sich die agierenden Bundespolitiker offensichtlich nicht wagen, das Vorliegen einer möglichen Straftat untersuchen zu lassen.

Ich finde die Zuständigkeit dafür bei Herrn Klaschka anzusiedeln eine nette Provokation. Aber ich denke, auch, dass ausführende Schalk selbst auch keine Strafanzeige stellen wird. Obwohl er den grundsätzlichen Umstand sicher auch für strafbar hält. Aber vielleicht ist er ja wie ich auch einfach noch kein Held?

Ich finde, wir sollten aufhören in Schubladen zu denken. Und noch viel weniger sollten wir versuchen, andere mit Gewalt in diese Schubladen zu zwingen.

Denkt denn hier wirklich jemand, dass man Christen am meisten in der CDU findet, Besserverdiener bevorzugt in der FDP, Che Guevara bei den Linken oder "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" total häufig in den Reihen der SPD?

Ja wo laufen Sie denn?
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