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Fr, 16:06 Uhr
06.03.2009

nnz-Forum: Das Schlachten geht weiter

Morgen soll die Liste der Thüringer SPD zur Landtagswahl in Gera festgeklopft werden. Dazu die Meinung eines nnz/kn-Lesers aus dem Eichsfeld...


„Morgen geht das große Schlachten in der Thüringer SPD weiter. Dort soll in Gera eine Kandidatenliste für die Landtagswahl verabschiedet werden, bei der auf den ersten 14 Plätzen nur Genossen stehen, die gegenüber dem Landesvorsitzenden Christoph Matschie zu 100% linientreu sind. Dagmar Becker, die bei der letzten Landtagswahl von allen weiblichen SPD-Abgeordneten das beste Ergebnis erhielt, soll den Platz 22 bekommen.

Hans-Jürgen Döhring, mit dessen Bildungskonzept die Thüringer SPD für sich Wählerstimmen gewinnen will, ist für Listenplatz 15 vorgesehen. So würdigt man also die Arbeit von Menschen, die 15 bzw. 19 Jahre lang die Umwelt- und Bildungspolitik ihrer Partei geprägt haben.

Das sind im Übrigen auch die einzigen beiden Felder, in denen die Thüringer SPD bisher Erfolge vorweisen konnte. Sollte sich die gegenwärtige Kandidatenliste morgen durchsetzen und die Nordthüringer Kreisverbände Eichsfeld, Nordhausen sowie Unstrut-Hainich gegenüber 2004 fünf Landtagsmandate verlieren, wird es für die SPD und ihrem Vorsitzenden Christoph Matschie ein böses Erwachen geben.
Michael Kruppe, Leinefelde-Worbis
Autor: nnz/kn

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
E.Hacke
08.03.2009, 15:48 Uhr
Becker vor dem Aus
Für die Landtagsabgeordnete Dagmar Becker sind die Tage im Thüringer Landtag gezählt. Bin Händen und Füßen hat Sie sich noch gesträubt, und sicherlich versucht Ihre Strippen zu ziehen um auf dem SPD Parteitag noch einen anderen Listenplatz zu erhalten.

Gesetzt war Becker vom Landesvorstand auf Listenplatz 22, und als einzige Kandidatin versuchte Sie auf der Deligiertenkonferenz verzweifelt gegen zwei Kandidaten unter den Top Ten zu kandieren- vergeblich.

Nachdem Becker mehrfach an Matschies Stuhl gesägt hat, und sogar den totgesagten und erfolglosen Richard Dewes aus dem Hut zauberte, konnte Sie leider zu keiner Zeit mit Ihrer Arbeit im Landtag glänzen. Es reicht eben nicht Bürgernähe zu beweisen, wenn man auf der anderen Seite weder rhetorisch noch kognitiv das Zeug hat ordentliche Arbeit für die eh schon schmale Fraktion im Landtag abzuliefern- Darüber hinaus sollte ein Parteipolitiker auch Qualitäten zum Teamplayer haben, dies schien häufig wohl Beckers größtes Defizit zu sein.

Becker war viele Jahre als umweltpolitische Sprecherin der Fraktion tätig war, kann jedoch in unserem Landkreis kein Projekt vorweisen, in welchem Sie auf umweltpolitischer Ebene führend mitgewirkt hat.

Zu dem Tete a Tete mit der Linkspartei kann man ebenfalls stehen wie man will. Jedoch hat Becker immer wieder den Bogen überspannt, indem Sie sich demonstrativ von den Aussagen und dem Kurs ihrer Landespartei abgewendet hat.

Für eines jedoch darf man Frau Becker aber auch bewundern: Sie hat es geschafft Ihre Genossen in Nordhausen jahrelang trotz persönlicher und inhalticher Schwächen immer wieder für sich zu gewinnen, und damit gleichsam die SPD Nordhausen mehr als ein mal lächerlich zu machen.

Vielleicht werden einige Genossen dies nun überdenken- Matthias Jendricke wird sich sicherlich auch nicht als ewiger Zweiter Gefallen, und bald seine Ansprüche anmelden.

Frau Becker möchte ich wünschen, dass Sie einen Job findet, der zu ihr passt. In der SPD wird man sie sicherlich nicht mehr lange sehen.
Glück auf!
Nordhäuserin
09.03.2009, 07:29 Uhr
Typisch SPD
Hallo "Hacke": Zu diesem Kommentar kann ich nur sagen: Soviel Häme kann es nur aus den eigenen Reihen und nur aus der SPD geben. Das ist typisch für eine Partei, die sich selbst zerlegt. Und die mit diesem Prozess erst aufhört, wenn die komplette Sozialdemkratie in Thüringen befriedet ist und sich dann der CDU anbiedert. Hauptsache ein Ministerpöstchen für den Matschie-Klan. Ich wünsche Herrn oder Frau Hacke hingegen, dass die FDP der CDU zur Mehrheit verhilft und die Genossen weiter die Oppositionsbank drücken.
denk-mal
09.03.2009, 08:41 Uhr
wer ist frau becker?
es ist sicherlich tragisch, für frau becker, dass sie nicht mehr den, für sie passenden listenplatz hat, aber es ist doch parteientypisch, dass immer wieder unbequeme oder unpassende "weggebissen" werden!

das ist das nicht so glückliche bei der demokratischen organisationsform einer demokratie die von parteien organisiert wird. in diesen parteien muss man sich immer mehrheitskonform verhalten, wenn man was werden will. eine nur andeutungsweise abweichende meinung passt dann auch nicht mehr zu den mehrheitsverhältnissen und wird gnadenlos durch gut organisierte intrigen mit dem eleganten ausboten abgestraft auch um die eigene macht zusichern.

meinungen werden eben schnell personifiziert und nicht sachlich beurteilt. bemerkenswert war ja nicht zuletzt, zum beispiel der herr gorbatschow, wie muss der sich jahrelang angepasst haben um in die höchste etage der macht zu kommen - als er sein ziel erreicht hatte änderte er die welt (nicht nur sein land) .

nun jeder hat nicht die geduld von einem gorbatschow, aber wer zu früh etwas richtiges sagt wird vom leben genau so bestraft wie der, der zu spät kommt. in diesem sinne denkt mal.
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