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Fr, 11:21 Uhr
09.08.2002

Vom Tumult zum stabilen Verband

Nordhausen (nnz). Der Wasserverband Nordhausen feierte heute offiziell die Einweihung seines neuen Betriebsstandortes. Wie es sich für die Wasser-Fachleute gehört - mit einer Taufe!


Wasser marsch! Die Nordhäuser Berufsfeuerwehr hatte ein Spritze rangeschafft und der Verbandsvorsitzende Martin Höche sowie Oberbürgermeisterin Barbara Rinke legten den Hebel um. Ein satter Strahl Trinkwasser ergoß sich auf das modern-funktionale Gebäude in der Nähe der Nordhäuser Kläranlage. Nach dem offiziellen Trubel stand Martin Höche - zufrieden an einer Zigaretten ziehend - etwas abseits und erinnerte sich an den Anfang. Der wurde just vor zehn Jahren in Sollstedt gemacht. Fast tumultartig ging es damals in der Festhalle zu. Ein Verband musste her, neue Strukturen der Wasserversorgung waren gefragt, keine kannte sich richtig aus.

Einem Trio - Martin Höche, Ulrich Schardt und Bärbel Kirchner - war es vorbehalten, den Verband auf den Weg zu bringen. „Mach's du es, Martin“, sagte Bärbel Kirchner. Höche aus dem kleinen Mackenrode wurde Chef, Schardt aus dem großen Nordhausen sein Stellvertreter. Damit war die Voreingenommenheit der „Kleinen“ gegenüber der „Großen“ aus dem Weg geräumt: Der Trinkwasserzweckverband lernte das Laufen. In diesen zehn Jahren hat er sich prächtig entwickelt, ist zu einem stabilen Partner seiner Kunden geworden.

Mehr als 450 Jahre hat die kommunale Wasserversorgung in Nordhausen mittlerweile auf ihrem historischen Buckel. 450 Jahre in der Altendorfer Kirchgasse sind seit heute offiziell Geschichte. Einen Hektar beschlagnahmte der Verband mitten in der Altstadt, jetzt ist Platz für eine sinnvolle Entwicklung in diesem Revier. Es gab in den zurückliegenden Jahre viele Vorschläge für einen neuen Standort. Schließlich wurde an den Rand der Stadt gezogen. Die Hallesche Straße 132 ist jetzt die neue Adresse, in unmittelbarer Nähe der Kläranlage. Der gesamte Betriebsstandort, der gläsern und funktional ausgestattet wurde, kostete nicht mehr als sechs bis sieben normale Einfamilienhäuser. Der größte Teil der Baukosten wird durch den Verkauf der Altendorfer Kirchgasse 3 finanziert, der Rest aus laufenden Erlösen.

Heute wurde am neuen Standort gefeiert, ab Montag wird der Alltag einziehen. Nach diesem Umzug wird sich der Verband noch besser als bisher als ein moderner Dienstleister für seine Kunden präsentieren. Ein Partner für die heimische Baubranche ist er bereits seit Jahren. Auch an dem Neubau waren über 90 Prozent einheimische Firmen beteiligt. Und die leisteten eine außerordentlich gute Arbeit.
Autor: nnz

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