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Di, 13:44 Uhr
06.08.2002

nnz-Forum: Wie weiter am Winkelberg?

Nordhausen (nnz). Seit Wochen erhitzt der geplante Gipsabbau in der Rüdigsdorfer Schweiz die Gemüter, die Diskussions- und Protestwelle flaut nicht ab. Der Besuch von Vertretern der Umweltpolitik und des BUND Thüringen am Freitag veranlasste eine Nordhäuserin zu folgendem Leserbrief.


"Der weltweit einmalige Gipskarstgürtel des Südharzes darf den kurzfristigen wirtschaftlichen Interseen der verschiedenen Abbaufirmen nicht geopfert werden.
Die Bevölkerung, die Verwaltungen, auch die Politiker bestehen mehrheitlich auf dem Erhalt der Gipskarstlandschaft aus naturschutzfachlicher, landschaftsbildbewahrender, tourismusfördernder und arbeitsplatzsichernder Sicht.
Dagegen stehen die kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen der Gipsindustrie, die immer noch von der Landesregierung gestützt werden. Der Abbau von Rohstoffen wird seit Jahrzehnten in der Region akzeptiert. Aber nicht die Gipsindustrie, sondern die nachhaltigen Interessen der Südharzer sind das Maß für den Umfang des Eingriffs in den Naturhaushalt.
Das Ergebnis des Besuchs der parlamentarischen Staatssekretärin Simone Probst, BÜNDNIS 90/GRÜNE, am 02.08.2002 (nnz berichtete; Anmerkung der Redaktion) stärkte der Südharzer Bürgerschaft den Rücken.
Ihr Fazit: Was ist das für eine Logik, kurzfristigen Arbeitsplätzen in der Gipsindustrie den Vorrang zu geben gegenüber weit mehr langfristigen Arbeitsplätzen im Tourismus und einem Biosphären-Reservat Südharz mit einem chancenreichen Förderstatus. Die Staatssekretärin hörte den Vertretern der 3 Firmen Heidelberg Zement, Knauff und BPB Formula aufmerksam zu, ließ aber deutlich erkennen, dass die nachhaltige Entwicklung und die Lebensentwürfe der Mehrheit der Bevölkerung Vorrang haben müssen. Sie versprach prüfen zu lassen, wieweit das Entwickeln von Subinstitutionen durch Alternativverfahren beschleunigt und durch die Bundesregierung unterstützt werden kann.
Die Fähigkeit der Politik, Nachhaltigkeit nicht nur global zu diskutieren, sondern lokal umzusetzen, lässt sich am Beispiel der Gipskarstregion Südharz buchstabieren. Ich bin fest überzeugt, die Südharzer werden den Sieg beispielhaft in der kommenden Zeit herbeiführen. Die Durchführung eines Raumordnungsverfahrens zum Winkelberg wäre ein 1. Schritt dazu."
Gisela Hartmann, Nordhausen

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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