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Mo, 07:12 Uhr
05.08.2002

Ende der Flaute im Einzelhandel?

Nordhausen (nnz). Die erste Hälfte des Sommerschlussverkaufs ist vorüber. Der Einzelhandel ist nach eigenen Angaben mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. Ob damit die bisherige Kaufzurückhaltung der Verbraucher ihr Ende gefunden hat ist die große Frage, die auch nnz beschäftigt.


Dazu sollte man wissen, dass sich die Kaufzurückhaltung der Verbraucher in Deutschland nach der Euro-Bargeldeinführung als Sonderfall innerhalb der Europäischen Union herausstellte. Zumindest bis zu Beginn des Sommerschlussverkaufs. In keinem anderen Land der EU hat der Einzelhandel nach jüngsten Zahlen des Europäischen Statistikamtes Eurostart in den ersten fünf Monaten des Jahres weniger umgesetzt als im jeweiligen Vorjahresmonat.

Auch im Mai, dem aktuellsten Monat der Auswertung, lag der Absatz des deutschen Einzelhandels demnach um 2,7 Prozent unter dem Volumen von vor einem Jahr. EU-weit schafften die Einzelhändler hingegen ein Plus von 1,6 Prozent. In den zwölf Ländern der Eurozone lag der Zuwachs zuletzt immerhin bei 0,7 Prozent.

Ein größeres Minus als ihre deutschen Kollegen verbuchten im Mai nur die portugiesischen Einzelhändler mit 5,1 Prozent. Sie hatten - verglichen mit dem Vorjahr - aber zumindest im März einen Zuwachs von 10,1 Prozent erwirtschaftet. Die deutsche Absatz-Bilanz bewegt sich dagegen seit Jahresbeginn durchweg im Minus.

Die Hände reiben können sich dagegen die Einzelhändler in Spanien. Ihr Absatz-Plus von 7,4 Prozent im Mai setzte eine Serie ähnlicher Zuwächse seit Jahresbeginn fort. Auch Schweden und Großbritannien, die beide nicht zur Eurozone gehören, lagen mit Zuwächsen um fünf Prozent deutlich über dem europäischen Durchschnitt.

Hoffnung auf Besserung im Kaufverhalten der deutschen Konsumenten vermittelt nun der Handelskonzern Metro, immerhin der fünftgrößte Handelskonzern der Welt. Zu dem übrigens auch die Praktiker-Baumärkte gehören. Der hofft jetzt, dass der Schlussverkauf ein Signal zur Umkehr beim Käuferverhalten geben und der private Konsum im zweiten Halbjahr deutlich anziehen wird. Auch er lag beim Umsatz der vergangenen Monate im Bundestrend und hofft nun mit dem gesamten Branchenverband auf bessere Zeiten. Auch Analysten halten eine Verbesserung im zweiten Halbjahr für wahrscheinlich. Nachdem allerdings Börsenanalysten in den vergangenen Monaten mit ihren Einschätzungen oft genug daneben lagen, hält man sich wohl doch besser an den Erfahrungen der Manager im Bereich der Handelskonzerne.
Autor: nnz

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