Mi, 15:03 Uhr
28.01.2009
Es geht an die Substanz
Es ist kein Geheimnis – den etablierten Parteien gehen die Kandidaten in diesem Superwahljahr aus. Vor allem in den politischen Niederungen...
Sicher, im Bundestag oder Landtag mitzuspielen, das ist der Traum eines jeden Laienpolitikers. Schönes Geld, immer vorn sitzen, kostenlos mit der Bahn fahren und all die vielen Annehmlichkeiten genießen, von denen der gemeine Wähler nur träumt.
Nicht mehr so traumhaft ist das mit dem Regieren im Landkreis, in den Städten oder Dörfern. Aber überall dort müssen von den selbst ernannten Volksparteien Kandidaten gefunden werden. Wer nun denkt, dass selbst gut bezahlte Jobs, wie der eines hauptamtlichen Bürgermeisters, begehrt sind, der irrt. Zumindest im Fall der Einheitsgemeinde Werther und: wenn die CDU mit im Spiel ist.
Der Volkspartei Nummer 1 ist es nicht gelungen, einen Kandidaten für die Nachfolgeschaft von Klaus Hummitzsch zu akquirieren. In der gestrigen Mitgliederversammlung beschloss die CDU Werther, nun doch keinen eigenen Kandidaten für den neu zu wählenden Bürgermeister aufzustellen, vermeldet Kreisgeschäftsführer Maik Schröter heute der nnz.
Gerold Reinhardt, der schon seit 1997 Vorsitzender der CDU Ratsfraktion und seit 2004 Ortsbürgermeister in Günzerode ist, begründete seine Entscheidung nicht zu kandidieren mit seinem Engagement in der privaten Wirtschaft. Nach reiflicher Überlegung sei er zu diesem Entschluss gekommen. Aus Verantwortungsbewusstsein für sein Unternehmen, die Mitarbeiter und deren Familien sei er derzeit nicht in der Lage für dieses Amt zu kandidieren. Mit ihm hätte die CDU sicher den aussichtsreichsten Kandidaten ins Rennen geschickt, urteilen die Christdemokraten selbst.
Hätte. Ein weiterer Grund ist vermutlich in der Tatsache begründet, dass seine Frau bereits seit Jahren in der Verwaltung der Einheitsgemeinde arbeitet. In einer kleinen Einheit müssen derartig familiäre Verhältnisse nicht unbedingt fruchtbringend sein.
Karsten Klingberg, der seit Dezember 2008 den Vorsitz der CDU in Werther übernommen hat, bedauerte die Entscheidung - zollte der Haltung aber seinen Respekt. Die CDU in Werther konzentriert sich nun voll und ganz auf die Gemeinderats- und Ortsbürgermeisterwahlen im Juni diesen Jahres. Nach dieser Wahl möchte die CDU auch weiterhin im Gemeinderat die stärkste Ratsfraktion stellen.
Verwundert zeigten sich die CDU Mitglieder darüber, dass der Kandidat der Bürgerinitiative Runder Tisch, Jürgen Weidt, sich gemeinsam mit der Partei Die Linke hat aufstellen lassen. Für die SPD wird wieder Martin Schulze ins Rennen geschickt, der hatte bereits gegen Klaus Hummitzsch 2003 kandidiert und war gescheitert.
Autor: nnzSicher, im Bundestag oder Landtag mitzuspielen, das ist der Traum eines jeden Laienpolitikers. Schönes Geld, immer vorn sitzen, kostenlos mit der Bahn fahren und all die vielen Annehmlichkeiten genießen, von denen der gemeine Wähler nur träumt.
Nicht mehr so traumhaft ist das mit dem Regieren im Landkreis, in den Städten oder Dörfern. Aber überall dort müssen von den selbst ernannten Volksparteien Kandidaten gefunden werden. Wer nun denkt, dass selbst gut bezahlte Jobs, wie der eines hauptamtlichen Bürgermeisters, begehrt sind, der irrt. Zumindest im Fall der Einheitsgemeinde Werther und: wenn die CDU mit im Spiel ist.
Der Volkspartei Nummer 1 ist es nicht gelungen, einen Kandidaten für die Nachfolgeschaft von Klaus Hummitzsch zu akquirieren. In der gestrigen Mitgliederversammlung beschloss die CDU Werther, nun doch keinen eigenen Kandidaten für den neu zu wählenden Bürgermeister aufzustellen, vermeldet Kreisgeschäftsführer Maik Schröter heute der nnz.
Gerold Reinhardt, der schon seit 1997 Vorsitzender der CDU Ratsfraktion und seit 2004 Ortsbürgermeister in Günzerode ist, begründete seine Entscheidung nicht zu kandidieren mit seinem Engagement in der privaten Wirtschaft. Nach reiflicher Überlegung sei er zu diesem Entschluss gekommen. Aus Verantwortungsbewusstsein für sein Unternehmen, die Mitarbeiter und deren Familien sei er derzeit nicht in der Lage für dieses Amt zu kandidieren. Mit ihm hätte die CDU sicher den aussichtsreichsten Kandidaten ins Rennen geschickt, urteilen die Christdemokraten selbst.
Hätte. Ein weiterer Grund ist vermutlich in der Tatsache begründet, dass seine Frau bereits seit Jahren in der Verwaltung der Einheitsgemeinde arbeitet. In einer kleinen Einheit müssen derartig familiäre Verhältnisse nicht unbedingt fruchtbringend sein.
Karsten Klingberg, der seit Dezember 2008 den Vorsitz der CDU in Werther übernommen hat, bedauerte die Entscheidung - zollte der Haltung aber seinen Respekt. Die CDU in Werther konzentriert sich nun voll und ganz auf die Gemeinderats- und Ortsbürgermeisterwahlen im Juni diesen Jahres. Nach dieser Wahl möchte die CDU auch weiterhin im Gemeinderat die stärkste Ratsfraktion stellen.
Verwundert zeigten sich die CDU Mitglieder darüber, dass der Kandidat der Bürgerinitiative Runder Tisch, Jürgen Weidt, sich gemeinsam mit der Partei Die Linke hat aufstellen lassen. Für die SPD wird wieder Martin Schulze ins Rennen geschickt, der hatte bereits gegen Klaus Hummitzsch 2003 kandidiert und war gescheitert.

