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So, 09:20 Uhr
04.08.2002

nnz-Service: Rund um die Immobilie

Nordhausen (nnz). Wochenendzeit - in der nnz ist das die Service-Zeit. Die nnz-Redaktion hat wieder einige Beiträge rund um die Immobilie zusammengetragen.


Sparsam wie nie
So wenig Heizenergie wie in 2000/2001 verbrauchten die Deutschen noch nie: durchschnittlich 15,82 Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche. Gegenüber dem Vorjahr (16,47 Liter pro Quadratmeter) war - nicht zuletzt wegen des milden Klimas - ein Rückgang um gut einen halben Liter und damit 3,95 Prozent zu verzeichnen. Diese Zahlen ermittelte die Techem AG, europäischer Marktführer bei Erfassung, Verteilung und Abrechnung von Energie und Wasser, auf der Basis von knapp 23 500 Gebäuden mit rund 217 000 Wohnungen in 151 deutschen Städten.

Die niedrigsten Verbräuche lagen in Freiburg (13,06), Ludwigshafen und Salzgitter (je 13,19) sowie Herne (13,28). Die höchsten in den norddeutschen Städten Heide (19,26), Rendsburg (19,53), Flensburg (20,44), Cuxhaven (20,66) und Husum (20,84). Durchschnittsverbraucher sind Frankfurt (15,75), Dortmund (15,76), Baden-Baden, Darmstadt und Hildesheim (je 15,81) sowie Gladbeck (15,83), Marl (15,87) und Stolberg ( 15,90).

Techem ermittelt den Heizölverbrauch seit 24 Jahren - seither ging er witterungsbereinigt um über 30 Prozent zurück. Techem-Pressesprecher Wolfgang Franke führt diese Entwicklung auf „die verantwortungsvollen Energiesparmaßnahmen der Gebäudeeigentümer zurück, aber auch auf das steigende Energiebewusstsein der Bevölkerung“. Mit weiterem Rückgang rechnet das in Eschborn ansässige Unternehmen durch die seit Februar geltende Energieeinsparungsverordnung.

Die Ergebnisse sind in der Studie „Energiekennwerte“ zusammengefasst. Sie ist abrufbar im Internet.


Abnehmende Stadtflucht
Von der City in das Umland einer Stadt zu ziehen, kommt offensichtlich für immer weniger Menschen in Betracht. Der Durchschnitt der „Wanderungsverluste“ der westlichen Bundesländer sei 2001 auf den tiefsten Stand seit 1991 gefallen, teilt die Initiative Wohneigentum (Berlin) mit. 38 000 Städter waren 2001 in 30 westdeutschen Stadtregionen aufs Land gezogen ­ 1998 waren es noch mehr als 60 000.

Auch in den östlichen Ländern sei ein rückläufiger Trend zu beobachten, heißt es weiter. Besonders deutlich werde dies in Berlin, wo der Wanderungsverlust von 30 000 (1998) auf unter 15 000 (2001) sank. In Dresden belegten die Zahlen bereits wieder eine Wanderung in Richtung Stadt.

Den Grund für die „Stadtflucht“ der 90er Jahre sieht die Initiative - ein Bündnis von Verbänden der Bau- und Wohnungswirtschaft, Baufinanzierern und der IG Bauen-Agrar-Umwelt - in der Wohnungsknappheit und hohen Mieten in den Citys. Die Lage habe sich gerade in den neuen Bundesländern inzwischen weitgehend entspannt. Auch die sinkende Zahl von Familien mit Kindern, die klassischerweise landwärts ziehen, lasse für die Zukunft geringere Wanderungsverluste erwarten. Falsch sei die „klischeeartige Vorstellung“, dass der Traum von einem eigenen Haus oder einer Eigentumswohnung die Hauptursache für den urbanen Auszug gewesen sei. Nur eine Minderheit der ins Umland Gezogenen habe dort tatsächlich Wohneigentum gebildet, betonte die Initiative.

Nur Familien mit Kindern hätten nach ihrer Abwanderung mehrheitlich Wohneigentum erworben. Der Grund, warum solche Familien weniger werden: Gerade die Größe dieser Gruppe nehme wegen des Geburtenknicks von 1965 im Gegensatz zur Gesamtzahl der Haushalte künftig deutlich ab. So werde die Zahl der Familienhaushalte mittleren Alters (35 bis 45 Jahre) von 2000 bis 2015 im Westen um 27 Prozent und im Osten sogar um 36 Prozent abnehmen.


Solarenergie gewinnt weiter an Boden
Solarenergie findet in Deutschland immer mehr Anhänger. So rechnen Experten in den kommenden Jahren mit Zuwachsraten von jährlich mehr als 30 Prozent. Bereits heute findet man mehr als zwei Millionen Quadratmeter Sonnenkollektoren auf den Dächern der bundesdeutschen Haushalte. Der wohl wichtigste Vorteil der alternativen Energiequelle: Bauherren und Modernisierer sparen auf das Jahr gerechnet eine Menge Geld. Eine Solaranlage deckt je nach Auslegung und Witterung rund 60 Prozent des jährlichen Energiebedarfs zur Erwärmung des Wassers - und das kostenfrei.

Wer nicht nur die Vorzüge der Sonnenwärme nutzen möchte, sondern einen umfassenden Beitrag zur Emissionsminderung leisten will, sollte Parallel zum Einbau einer Solaranlage auch einen neuen Heizkessel installieren. Dieser unterstützt die Solartechnik in sonnenarmen Zeiten. Eine optimale Ergänzung ist ein Gas-Brennwertgerät. Einige Hersteller bieten Komplettstationen an, die optimal zusammenarbeiten. Der Fachhandel berät Interessenten sicher gern über entsprechende Systeme, während kommunale Beratungsstellen über Fördermittel zu Solaranlagen informieren.


Baugeld von der Lebensversicherung
Nicht nur Banken und Sparkassen, sondern auch Versicherungsunternehmen haben Angebote zur Immobilienfinanzierung für Bauherren, Haus- und Wohnungskäufer in ihrem Angebot. Die Stiftung Warentest sagt dazu: „Häufig liegen sie um 0,25 Prozentpunkte unter den Baugeldangeboten von Banken. Doch das Baugeld von der Versicherung ist deutlich teurer, als der Zinssatz vermuten lässt. Für Vermieter kann sich der Versicherungskredit dennoch lohnen, weil sie dadurch Steuern sparen können.“

Ohne jegliche Chance auf zusätzliche Steuerersparnis sei der Versicherungskredit trotz günstiger Zinssätze meist teurer als Baugeld von der Hausbank. „Grund ist die besondere Konstruktion der Versicherungskredite: Gezahlt werden nämlich nur Zinsen und Beiträge für eine Kapitallebensversicherung, aber keine Tilgung“, erläutern die Berliner Verbraucherschützer. Die eigentlichen Schulden würden nämlich erst am Ende der Laufzeit mit der Auszahlung von Versicherungssumme und Überschussbeteiligung auf einen Schlag getilgt. Die Rendite aus der Kapitallebensversicherung aber sei meist geringer als der Zinssatz für den Baukredit. „Dadurch steigt der Gesamteffektivzins für die Baufinanzierung per Lebensversicherung deutlich über den Kreditzins“, rechnet Warentest.

Lohnen könnte sich der Lebensversicherungskredit allerdings für Vermieter mit hohem Steuersatz. Nach Abrechnung mit dem Finanzamt sei der Ertrag der Lebensversicherung höher als die Ersparnis an Zinsen bei direkter Tilgung des Kredits ohne den Umweg über den Lebensversicherungsvertrag. „In dieser Konstellation kann die klassische Baufinanzierung von der Bank nicht mehr mithalten“, meint die Stiftung Warentest.

Doch berge die Finanzierung per Versicherung Risiken. „So wird von Anfang an mit den Überschussbeteiligungen der Lebensversicherung kalkuliert. Die Rechnung geht jedoch nur auf, wenn die Versicherungsgesellschaft die heute prognostizierten Überschüsse auch tatsächlich erwirtschaftet. Gelingt das nämlich nicht, fehlt am Ende der Laufzeit Geld, um den Kredit zu tilgen. Unter Umständen muss der Kreditnehmer noch einen ganzen Batzen Geld zusätzlich berappen, um die Schulden los zu werden“, heißt es bei der Stiftung. Zuletzt ist die Höhe der gesetzlich garantierten Mindestverzinsung ins Gerede gekommen, weil auch Versicherungsgesellschaften in Aktien investiert hatten und unter der Börsenflaute litten.

Dazu komme, dass steigende Zinsen die Vertragspartner einer Versicherung teurer zu stehen kämen als Bankkunden. „Der Kreditzins ist häufig nur über zehn Jahre festgeschrieben, während die Gesamtlaufzeit der Finanzierung meist bei 20 Jahren liegt. Wenn nach Auslaufen der Zinsbindung ein höherer Satz gezahlt werden muss, wirkt sich das bei der Versicherungsfinanzierung sehr viel stärker aus als bei der Bank.
Autor: nnz

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