Sa, 12:38 Uhr
03.08.2002
nnz-Service: Bildung und Gesundheit
Nordhausen (nnz). In der Service-Reihe widmet sich die nnz-Redaktion am heutigen Wochenende dem Thema Bildung und Gesundheit.
Soziales oder ökologisches Jahr im Ausland
Noch bis 15. August können sich junge Leute zwischen 18 und 30 Jahren für das Community Service Programm des Vereins AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. bewerben. Sie haben dabei die Möglichkeit, sich nach dem Schulabschluss oder während des Studiums für ein halbes Jahr in einem sozialen oder ökologischen Projekt im Ausland zu engagieren. Die Teilnehmer benötigen keine beruflichen Vorkenntnisse.
Die kommenden Einsätze beginnen im Winter in über zwanzig Ländern, vor allem in Asien, Afrika und Lateinamerika. Die Teilnehmer unterstützen zum Beispiel Straßenkinder in Mexiko, Frauen in Südafrika oder die Aufforstung eines Nationalparks in Costa Rica. Auskunft: Tel.: 040/39 92 22-0. Infos gibt es hier: www.afs.de.
Viel Kaffee hilft nicht viel - Wachmacher nutzt sich ab
Nachtwächter, Piloten, Krankenschwestern wer nachts arbeitet, hält sich gerne mit Kaffee wach. Nicht wenige handeln dabei nach dem Motto viel hilft viel. Eine kanadische Studie zeigt nun: Ausgedehnter Kaffeegenuss steigert die Produktivität nicht unbedingt. Regelmäßige Trinker profitieren nicht so sehr von dem Wachmacher wie Menschen, die selten zu dem Getränk greifen, schreibt das Fachblatt The Journal of Applied Physiologie. Kaffeeliebhaber profitieren nur von der ersten Tasse allerdings weniger als Kaffeemuffel. Denen bringt die erste Portion deutlich mehr zusätzliche Energie.
Die Forscher untersuchten 21 Frauen und Männer. Von ihnen tranken 13 regelmäßig, acht wenig oder gar keinen Kaffee. Zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt erhielten die Testpersonen entweder eine Koffeintablette oder ein wirkungsloses Placebopräparat. Es folgten Untersuchungen unter körperlicher Anstrengung. Bei allen Probanden zeigte sich unter Koffein eine gesteigerte Leistungsfähigkeit die bei den mäßigen Kaffeetrinkern deutlich höher war. Die Koffein-Wirkung konnte bei ihnen noch nach sechs Stunden nachgewiesen werden, bei den Kaffeefans indes nicht. Der Koffeinspiegel war bei allen Probanden gleichermaßen erhöht.
Im Zweifel, so die Wissenschaftler, sollte man auf andere Wachmacher zurückgreifen. So schrieb die Autorin Anne Morrow Lindberg: Ein gutes Gespräch ist genauso anregend wie eine Tasse schwarzer Kaffee, und es raubt einen ebenso den Schlaf.
Frauen haben besseres emotionales Gedächtnis
Frauen und Männer haben unterschiedliche Strategien, sich an emotionale Bilder zu erinnern. Dies geht aus einer US-Studie unter Zuhilfenahme der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRI) hervor. Die Entdeckung ist eine weitere Erklärung dafür, dass Frauen gefühlsstarke Ereignisse besser in Erinnerung behalten wie Männer.
In der Studie an der State University of New York mussten laut New Scientist zwölf Frauen und Männer Bilder betrachten, während ihre Gehirne mittels MRI gescannt wurden. Einige waren neutral und zeigten etwa Regale, andere aber Autopsien und verstümmelte Körper. Selbst wenn beide Geschlechter ein Bild als hochemotional bewerteten, konnten sich Frauen drei Wochen später besser an das Bild erinnern. Zudem nutzten Frauen und Männer bei einem emotionalen Eindruck unterschiedliche Gehirnareale. Bei Frauen ist die linke Gehirnhälfte, bei Männern die rechte aktiver. Es scheint, dass bei Frauen die Aufnahme gefühlsstarker Eindrücke und die Speicherung viel stärker ist, sagte Forscher Turhan Canli.
Wer am Abend lernt und lange schläft, behält mehr
Lernen im Schlaf ist ein alter Traum - nicht nur fauler Schüler. Auch Wissenschaftler interessieren sich für die Frage, ob Gelerntes sich nachhaltiger im Gehirn festsetzt, wenn es von baldigem Schlaf gesegnet wird. Pianisten beispielsweise sollten besser abends in die Tasten greifen. Grund: Wenn sie nach dem Üben bald ins Bett gehen, trainieren sie ihre Fingerfertigkeit viel besser als morgenaktive Kollegen, die ihrer Übung keinen Schlaf folgen lassen. Das legt eine Studie nahe, deren Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Neuron beschrieben sind.
Forscher der Harvard Medical School in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts ließen Probanden zwölf Minuten lang eine komplizierte Folge von Zeichen auf einer Tastatur schreiben. Eine Gruppe trainierte morgens. Eine Überprüfung zwölf Stunden später zeigte, dass sich die motorischen Fähigkeiten um durchschnittlich zwei Prozent verbessert hatten. Viel besser schnitt dagegen eine Vergleichsgruppe ab, die abends geübt hatte und nach ergiebigem Nachtschlaf morgens getestet wurde. Die Werte hatten sich um ein Fünftel verbessert. Entscheidend scheinen dabei die Phasen des Tiefschlafs zu sein. Gerade diesen Teil des Nachtschlafs schneiden Frühaufsteher ab, sagt Psychiater Matter Walker, der die Studie leitete. Verkürzter Schlaf, wie er oft mit dem modernen Lebensstil einhergehe, vermindere das Lernpotenzial des Gehirns.
Die Konsequenzen aus der Studie sollten Walker zufolge bei Sporttraining, Tanzübungen oder dem Lernen von Musikinstrumenten beachtet werden. Die ideale Zeit für die Umorganisation des Gehirns sehen die Forscher in den traumlosen Tiefschlafphasen. Anscheinend ist das Gehirn dann besonders plastisch; vorher Gelerntes kann verdrahtet werden. Diese Anpassung ist demnach eine der Grundlagen für effektives Lernen und Erinnern.
Verbesserungen bei Mutter-Kind Kuren
Seit August 2002 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen wieder die vollen Kosten bei Mutter und Kind-Kuren. Versicherte über 18 Jahre müssen jetzt nur noch den Eigenanteil von 9 Euro pro Tag tragen. Damit gehören Selbstbeteiligungen, die einzelne Kassen in ihren Satzungen vorgesehen hatten, der Vergangenheit an. Wie Recherchen der Patientenberatung ergaben, konnten diese durchaus Beträge bis zu 350 Euro erreichen.
Von der Zahlung des Eigenanteils kann man in Abhängigkeit von der finanziellen Situation auch befreit werden. Sehr erfreulich ist nach Meinung der Verbraucher-Zentrale Thüringen auch die Tatsache, dass nunmehr auch Väter mit ihren Kindern zur Kur fahren können.
Beratung und Informationen zum Thema Kuren, z B. was man tun kann, wenn eine Kur abgelehnt wird, gibt die Patientenberatung der Verbraucher-Zentrale Thüringen in den Beratungsstellen Gera, Erfurt, Suhl, Nordhausen, Artern, Jena, Eisenach sowie am Patiententelefon 01805/ 770 600 ( 12 Cent/ Minute; mittwochs 9-12 und 13-16 Uhr)
Autor: nnzSoziales oder ökologisches Jahr im Ausland
Noch bis 15. August können sich junge Leute zwischen 18 und 30 Jahren für das Community Service Programm des Vereins AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. bewerben. Sie haben dabei die Möglichkeit, sich nach dem Schulabschluss oder während des Studiums für ein halbes Jahr in einem sozialen oder ökologischen Projekt im Ausland zu engagieren. Die Teilnehmer benötigen keine beruflichen Vorkenntnisse.
Die kommenden Einsätze beginnen im Winter in über zwanzig Ländern, vor allem in Asien, Afrika und Lateinamerika. Die Teilnehmer unterstützen zum Beispiel Straßenkinder in Mexiko, Frauen in Südafrika oder die Aufforstung eines Nationalparks in Costa Rica. Auskunft: Tel.: 040/39 92 22-0. Infos gibt es hier: www.afs.de.
Viel Kaffee hilft nicht viel - Wachmacher nutzt sich ab
Nachtwächter, Piloten, Krankenschwestern wer nachts arbeitet, hält sich gerne mit Kaffee wach. Nicht wenige handeln dabei nach dem Motto viel hilft viel. Eine kanadische Studie zeigt nun: Ausgedehnter Kaffeegenuss steigert die Produktivität nicht unbedingt. Regelmäßige Trinker profitieren nicht so sehr von dem Wachmacher wie Menschen, die selten zu dem Getränk greifen, schreibt das Fachblatt The Journal of Applied Physiologie. Kaffeeliebhaber profitieren nur von der ersten Tasse allerdings weniger als Kaffeemuffel. Denen bringt die erste Portion deutlich mehr zusätzliche Energie.
Die Forscher untersuchten 21 Frauen und Männer. Von ihnen tranken 13 regelmäßig, acht wenig oder gar keinen Kaffee. Zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt erhielten die Testpersonen entweder eine Koffeintablette oder ein wirkungsloses Placebopräparat. Es folgten Untersuchungen unter körperlicher Anstrengung. Bei allen Probanden zeigte sich unter Koffein eine gesteigerte Leistungsfähigkeit die bei den mäßigen Kaffeetrinkern deutlich höher war. Die Koffein-Wirkung konnte bei ihnen noch nach sechs Stunden nachgewiesen werden, bei den Kaffeefans indes nicht. Der Koffeinspiegel war bei allen Probanden gleichermaßen erhöht.
Im Zweifel, so die Wissenschaftler, sollte man auf andere Wachmacher zurückgreifen. So schrieb die Autorin Anne Morrow Lindberg: Ein gutes Gespräch ist genauso anregend wie eine Tasse schwarzer Kaffee, und es raubt einen ebenso den Schlaf.
Frauen haben besseres emotionales Gedächtnis
Frauen und Männer haben unterschiedliche Strategien, sich an emotionale Bilder zu erinnern. Dies geht aus einer US-Studie unter Zuhilfenahme der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRI) hervor. Die Entdeckung ist eine weitere Erklärung dafür, dass Frauen gefühlsstarke Ereignisse besser in Erinnerung behalten wie Männer.
In der Studie an der State University of New York mussten laut New Scientist zwölf Frauen und Männer Bilder betrachten, während ihre Gehirne mittels MRI gescannt wurden. Einige waren neutral und zeigten etwa Regale, andere aber Autopsien und verstümmelte Körper. Selbst wenn beide Geschlechter ein Bild als hochemotional bewerteten, konnten sich Frauen drei Wochen später besser an das Bild erinnern. Zudem nutzten Frauen und Männer bei einem emotionalen Eindruck unterschiedliche Gehirnareale. Bei Frauen ist die linke Gehirnhälfte, bei Männern die rechte aktiver. Es scheint, dass bei Frauen die Aufnahme gefühlsstarker Eindrücke und die Speicherung viel stärker ist, sagte Forscher Turhan Canli.
Wer am Abend lernt und lange schläft, behält mehr
Lernen im Schlaf ist ein alter Traum - nicht nur fauler Schüler. Auch Wissenschaftler interessieren sich für die Frage, ob Gelerntes sich nachhaltiger im Gehirn festsetzt, wenn es von baldigem Schlaf gesegnet wird. Pianisten beispielsweise sollten besser abends in die Tasten greifen. Grund: Wenn sie nach dem Üben bald ins Bett gehen, trainieren sie ihre Fingerfertigkeit viel besser als morgenaktive Kollegen, die ihrer Übung keinen Schlaf folgen lassen. Das legt eine Studie nahe, deren Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Neuron beschrieben sind.
Forscher der Harvard Medical School in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts ließen Probanden zwölf Minuten lang eine komplizierte Folge von Zeichen auf einer Tastatur schreiben. Eine Gruppe trainierte morgens. Eine Überprüfung zwölf Stunden später zeigte, dass sich die motorischen Fähigkeiten um durchschnittlich zwei Prozent verbessert hatten. Viel besser schnitt dagegen eine Vergleichsgruppe ab, die abends geübt hatte und nach ergiebigem Nachtschlaf morgens getestet wurde. Die Werte hatten sich um ein Fünftel verbessert. Entscheidend scheinen dabei die Phasen des Tiefschlafs zu sein. Gerade diesen Teil des Nachtschlafs schneiden Frühaufsteher ab, sagt Psychiater Matter Walker, der die Studie leitete. Verkürzter Schlaf, wie er oft mit dem modernen Lebensstil einhergehe, vermindere das Lernpotenzial des Gehirns.
Die Konsequenzen aus der Studie sollten Walker zufolge bei Sporttraining, Tanzübungen oder dem Lernen von Musikinstrumenten beachtet werden. Die ideale Zeit für die Umorganisation des Gehirns sehen die Forscher in den traumlosen Tiefschlafphasen. Anscheinend ist das Gehirn dann besonders plastisch; vorher Gelerntes kann verdrahtet werden. Diese Anpassung ist demnach eine der Grundlagen für effektives Lernen und Erinnern.
Verbesserungen bei Mutter-Kind Kuren
Seit August 2002 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen wieder die vollen Kosten bei Mutter und Kind-Kuren. Versicherte über 18 Jahre müssen jetzt nur noch den Eigenanteil von 9 Euro pro Tag tragen. Damit gehören Selbstbeteiligungen, die einzelne Kassen in ihren Satzungen vorgesehen hatten, der Vergangenheit an. Wie Recherchen der Patientenberatung ergaben, konnten diese durchaus Beträge bis zu 350 Euro erreichen.
Von der Zahlung des Eigenanteils kann man in Abhängigkeit von der finanziellen Situation auch befreit werden. Sehr erfreulich ist nach Meinung der Verbraucher-Zentrale Thüringen auch die Tatsache, dass nunmehr auch Väter mit ihren Kindern zur Kur fahren können.
Beratung und Informationen zum Thema Kuren, z B. was man tun kann, wenn eine Kur abgelehnt wird, gibt die Patientenberatung der Verbraucher-Zentrale Thüringen in den Beratungsstellen Gera, Erfurt, Suhl, Nordhausen, Artern, Jena, Eisenach sowie am Patiententelefon 01805/ 770 600 ( 12 Cent/ Minute; mittwochs 9-12 und 13-16 Uhr)


