Sa, 09:41 Uhr
03.08.2002
nnz-Forum: Pistole gegen Steine?
Nordhausen (nnz). Zum Tod eine 30jährigen Nordhäusers hat die nnz weitere Zuschriften erhalten. Mehr dazu in unserem Forum.
Der Tod des 30-jährigen Rene hat viel Unruhe in unsere Stadt gebracht. Ich habe selbst einen 24 jährigen Sohn und deshalb bedrückt mich dieser Fall besonders, denn es hätte ja auch er sein können.
Egal von welcher Seite man es betrachtet, bleiben doch für mich einige Fragen, die mich nicht gerade auf die Seite der Verteidiger der Polizei zieht. Der Polizeiobermeister schweigt. Seine Kollegin hat erst nach Tagen ausgesagt. Warum wurde dann der Mitbeteiligte gleich verhört, obwohl er bestimmt auch unter Alkohol und vielleicht Drogen stand und außerdem mit ansehen mußte, wie sein Kumpel erschossen wurde und ist seine Aussage genauso viel Wert, wie die der anderen Zeugen? Oder zählt hier, er war betrunken und stand unter Drogen.
Die Definition zum Pfefferspray: Nichts Vergleichbares erscheint den Experten derzeit so effektiv in seiner Wirkung und dennoch so einfach in seiner Anwendung wie das Pfefferspray. Werden die Augen getroffen, so sind brennende Schmerzen und heftiger Tränenfluß die Folge, die zum sofortigen krampfartigen Lidschluß führen. Getroffene Menschen sehen schlagartig nichts mehr und sind wegen der Schmerzen kampfunfähig. Nun bin ich kein Mediziner, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß Alkohol und Drogen die Augen resistent gegen Pfefferspray machen.
Zum Thema Steine schmeißen: Es seien mindestens zwei Brocken gewesen. Rechtfertigen zwei Brocken, das Leben eines Menschen? Bei vielen Demonstrationen sieht man massenweise Steine fliegen, nur den Einsatz der Schußwaffe nicht. Kann man nicht einen Besoffenen sich austoben lassen und falls nötig Verstärkung anfordern? Und wo war eigentlich die Polizeibeamtin, denn der zweite Beteiligte war ja wohl schon in Handschellen, als der tödliche Schuß fiel. Es muß doch wohl möglich sein, als voll ausgebildete und langjährige Polizeibeamte zwei stark angetrunkene Personen ohne Schußwaffe unschädlich zu machen.
Eine weitere Frage tut sich auf. Kannten sich der Polizeiobermeister und Rene B.? Beide gleichaltrig und ich nehme an beide Nordhäuser. Und ein Punkt ist doch noch von starkem Interesse. Hinter vorgehaltener Hand wird erzählt, daß gerade dieser Platz videoüberwacht wird und sogar der Besitzer des Cafés sich darüber schon beschwert hätte. Da stellt sich die Frage, wenn es so sein sollte: Wo ist das Video? Und wieso bearbeitet die Nordhäuser Polizeiinspektion den Fall und nicht das LKA?
Ich kann nur im Interesse aller hoffen, daß dieser Fall lückenlos aufgeklärt wird und die Öffentlichkeit auch davon erfährt, den im Fall Heldrungen war ja nicht viel von der Aufklärung zu erfahren.
Helmut Graniewski, Nordhausen
Autor: nnzDer Tod des 30-jährigen Rene hat viel Unruhe in unsere Stadt gebracht. Ich habe selbst einen 24 jährigen Sohn und deshalb bedrückt mich dieser Fall besonders, denn es hätte ja auch er sein können.
Egal von welcher Seite man es betrachtet, bleiben doch für mich einige Fragen, die mich nicht gerade auf die Seite der Verteidiger der Polizei zieht. Der Polizeiobermeister schweigt. Seine Kollegin hat erst nach Tagen ausgesagt. Warum wurde dann der Mitbeteiligte gleich verhört, obwohl er bestimmt auch unter Alkohol und vielleicht Drogen stand und außerdem mit ansehen mußte, wie sein Kumpel erschossen wurde und ist seine Aussage genauso viel Wert, wie die der anderen Zeugen? Oder zählt hier, er war betrunken und stand unter Drogen.
Die Definition zum Pfefferspray: Nichts Vergleichbares erscheint den Experten derzeit so effektiv in seiner Wirkung und dennoch so einfach in seiner Anwendung wie das Pfefferspray. Werden die Augen getroffen, so sind brennende Schmerzen und heftiger Tränenfluß die Folge, die zum sofortigen krampfartigen Lidschluß führen. Getroffene Menschen sehen schlagartig nichts mehr und sind wegen der Schmerzen kampfunfähig. Nun bin ich kein Mediziner, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß Alkohol und Drogen die Augen resistent gegen Pfefferspray machen.
Zum Thema Steine schmeißen: Es seien mindestens zwei Brocken gewesen. Rechtfertigen zwei Brocken, das Leben eines Menschen? Bei vielen Demonstrationen sieht man massenweise Steine fliegen, nur den Einsatz der Schußwaffe nicht. Kann man nicht einen Besoffenen sich austoben lassen und falls nötig Verstärkung anfordern? Und wo war eigentlich die Polizeibeamtin, denn der zweite Beteiligte war ja wohl schon in Handschellen, als der tödliche Schuß fiel. Es muß doch wohl möglich sein, als voll ausgebildete und langjährige Polizeibeamte zwei stark angetrunkene Personen ohne Schußwaffe unschädlich zu machen.
Eine weitere Frage tut sich auf. Kannten sich der Polizeiobermeister und Rene B.? Beide gleichaltrig und ich nehme an beide Nordhäuser. Und ein Punkt ist doch noch von starkem Interesse. Hinter vorgehaltener Hand wird erzählt, daß gerade dieser Platz videoüberwacht wird und sogar der Besitzer des Cafés sich darüber schon beschwert hätte. Da stellt sich die Frage, wenn es so sein sollte: Wo ist das Video? Und wieso bearbeitet die Nordhäuser Polizeiinspektion den Fall und nicht das LKA?
Ich kann nur im Interesse aller hoffen, daß dieser Fall lückenlos aufgeklärt wird und die Öffentlichkeit auch davon erfährt, den im Fall Heldrungen war ja nicht viel von der Aufklärung zu erfahren.
Helmut Graniewski, Nordhausen
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.

