Fr, 10:37 Uhr
02.08.2002
30 Jahre jung! Und plötzlich tot!
Nordhausen (nnz). Hunderte Menschen nahmen am Vormittag Abschied von René Bastubbe. Der 30jährige ist am Sonntag in Nordhausen von einem Polizeibeamten erschossen worden.
Viele Freunde, Angehörige und Kumpels begleiteten auf dem Nordhäuser Friedhof Renè Bastubbe auf seinem endgültig letzten Weg. Unter den Trauergästen waren auch die Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD), Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose sowie Willi Frohwein, ein Überlebender des KZ Mittelbau-Dora.
Sie alle verabschiedeten sich von einem Menschen, der teilweise ihren Weg kreuzte, der mit ihnen ein Stück davon zusammenging. Sie sagten Tschüß von einer durchaus komplizierten Persönlichkeit, die aber stets auf der Suche war, die in den zurückliegenden Jahren den Anfang eines neuen Weges gefunden hatte. Pfarrer Peter Kube beschrieb den 30jährigen als einen Menschen, der sich nie zufrieden gab mit dem, was er erreicht hatte. Er wollte immer Antworten auf seine Fragen und stellte sofort neue. René konnte Menschen mitreißen, konnte sie aufbauen, René selbst habe sich verändert, so Kube.
In seiner Predigt schloß Peter Kube ausdrücklich auch den Polizeibeamten mit ein, der am Sonntagmorgen den tödlichen Schuß abgab. Auch um ihn müsse man sich kümmern, meinte Kube.
Bewegend die Worte von Willi Frohwein. Der alte Mann kam aus Berlin. Er lernte bei einem Aufenthalt in Nordhausen René Bastubbe kennen, der damals 27jährige absolvierte seinen Zivildienst in der Gedenkstätte. Frohwein kannte die Vergangenheit von Bastubbe, die aber sei abgehakt. Der junge Mann war neugierig und begierig auf Wissen. Oft habe Frohwein mit ihm gesprochen, doch in seinem tiefsten Innern habe er auch Traurigkeit gespürt.
René Bastubbe wurde beigesetzt. In vielen Herzen wird er eingeschlossen sein. Doch aus der heutigen Trauerfeier stieg auch eine Mahnung auf: Eine Frage, die schwer auf der Stadt und noch schwerer auf der Polizei lastet. Warum musste René Bastubbe an diesem 28. Juli in Nordhausen sterben? Warum?
Autor: nnz
Viele Freunde, Angehörige und Kumpels begleiteten auf dem Nordhäuser Friedhof Renè Bastubbe auf seinem endgültig letzten Weg. Unter den Trauergästen waren auch die Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD), Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose sowie Willi Frohwein, ein Überlebender des KZ Mittelbau-Dora.
Sie alle verabschiedeten sich von einem Menschen, der teilweise ihren Weg kreuzte, der mit ihnen ein Stück davon zusammenging. Sie sagten Tschüß von einer durchaus komplizierten Persönlichkeit, die aber stets auf der Suche war, die in den zurückliegenden Jahren den Anfang eines neuen Weges gefunden hatte. Pfarrer Peter Kube beschrieb den 30jährigen als einen Menschen, der sich nie zufrieden gab mit dem, was er erreicht hatte. Er wollte immer Antworten auf seine Fragen und stellte sofort neue. René konnte Menschen mitreißen, konnte sie aufbauen, René selbst habe sich verändert, so Kube.
In seiner Predigt schloß Peter Kube ausdrücklich auch den Polizeibeamten mit ein, der am Sonntagmorgen den tödlichen Schuß abgab. Auch um ihn müsse man sich kümmern, meinte Kube.
Bewegend die Worte von Willi Frohwein. Der alte Mann kam aus Berlin. Er lernte bei einem Aufenthalt in Nordhausen René Bastubbe kennen, der damals 27jährige absolvierte seinen Zivildienst in der Gedenkstätte. Frohwein kannte die Vergangenheit von Bastubbe, die aber sei abgehakt. Der junge Mann war neugierig und begierig auf Wissen. Oft habe Frohwein mit ihm gesprochen, doch in seinem tiefsten Innern habe er auch Traurigkeit gespürt.
René Bastubbe wurde beigesetzt. In vielen Herzen wird er eingeschlossen sein. Doch aus der heutigen Trauerfeier stieg auch eine Mahnung auf: Eine Frage, die schwer auf der Stadt und noch schwerer auf der Polizei lastet. Warum musste René Bastubbe an diesem 28. Juli in Nordhausen sterben? Warum?


