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Fr, 06:59 Uhr
02.08.2002

nnz-Rückspiegel: 2. August 2001

Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
Hohberg, Offenheit und Mord


Wer hat was gegen Jürgen Hohberg?
Am 25. Juli hatte die nnz über eine Strafanzeige des kommunalen Arbeitgeberverbandes Thüringen (KAV) gegen den Sollstedter Bürgermeister berichtet. Nun hat sich der KAV zu Wort gemeldet und der Meldung widersprochen. In einem Fax vom 1. August teilte der Kommunale Arbeitgeberverband Thüringen mit, dass die Aussage in der nnz nicht richtig ist: „Der kommunale Arbeitgeberverband Thüringen e.V. hat zu keiner Zeit eine Strafanzeige gegen Herrn Bürgermeister Hohberg gestellt.“

Hat er auch nicht, so die jetzigen nnz-Informationen. Richtig ist aber auch, dass nicht erst am 11. 7. 2001 ein Schreiben bei der Mühlhäuser Staatsanwaltschaft eingegangen ist, sondern bereits im Juni. Darin wird die Staatsanwaltschaft in Kenntnis gesetzt, dass ein ähnlicher Brief auch an Landrat Joachim Claus (CDU) geschickt wurde. Hier wird der „Anfangsverdacht betreff Straftaten in der Gemeinde Sollstedt“ angezeigt, bestätigte Staatsanwalt Dirk Germerodt der nnz. Diese Sätze stehen auf einem offiziellen Briefvordruck des Kommunalen Arbeitsgeberverbandes, wurden unterschrieben vom damaligen Geschäftsführer Rosenkranz. Für die Staatsanwälte in Mühlhausen war das nicht nur ein Schreiben schlechthin, Dirk Germerodt wertete es „definitiv als Strafanzeige“. Die Mühlhäuser Behörde leitete also ein Vorprüfverfahren ein (siehe auch nnz von 25.7.01)...ausführlich im nnz-Archiv


Nachtragshaushalt im Internet
In der Stadtverwaltung Nordhausen wird derzeit fieberhaft an einem Entwurf des Nachtragshaushaltes gearbeitet (nnz berichtete). Zahlen wurden nicht bekannt, da sich der Finanzausschuß des Stadtrates in nichtöffentlicher Sitzung damit befasste und auch am kommenden Montag befassen wird. Wie kommunale Politik auch transparenter dargestellt wird, zeigt die Stadt Jena. Jena als kreisfreie Stadt hat als eine der ersten Kommunen in Thüringen die Möglichkeiten des Internets erkannt. Auf der Homepage der Stadt werden nicht nur die Stadt, deren Verwaltung, sondern auch die Haushaltspläne der Öffentlichkeit präsentiert. Da gibt es eine übersichtliche Kurzform, natürlich kann man sich das komplette Zahlenwerk auch „downloaden“...ausführlich im nnz-Archiv


Trauer und Entsetzen in Nordhausen
Zwei große Traueranzeigen schockierten heute die Leser einer in Nordhausen erscheinenden Tageszeitung. Da war vom Tod zweier Menschen zu lesen. Sie wurden am 6. Juli umgebracht. Die Beisetzung 40jährigen Mutter und ihres 15jährigen Sohnes soll am Samstag auf dem Nordhäuser Friedhof erfolgen. In dem Text der Traueranzeige ist zu lesen: „Unser Entsetzen über die unverständliche Tat des Mörders zerreißt unsere Herzen“. Der Mörder war der Lebensgefährte der 40jährigen Frau. Die Tat ereignete sich in Bremen. Am 19. Juli wurde der 55jährige von der Polizei gefasst, er hatte die Taten sofort gestanden, so die Beamten der Bremer Kripo. Über die Hintergründe des Doppelmordes ist im Archiv der Nachrichtenagentur AP folgendes zu lesen:

„Nach eigenen Angaben erwürgte der Mann seine Partnerin im Affekt. Den Sohn habe der Arbeitslose mit einem Hammer erschlagen, weil dieser ihn bei der Leiche überraschte. Mutter und Sohn hätten mit dem 55-Jährigen zusammengelebt, berichtete die Polizei. Nach dessen Angaben hatte er mit seiner Lebensgefährtin Streit bekommen, weil diese sich von ihm trennen wollte. Dabei habe auch ein Tötungsdelikt eine Rolle gespielt, das er als Jugendlicher begangen habe. Damals habe er einen Bauern mit einem Hammer getötet. Der Mann sei damals wegen Schuldunfähigkeit für sieben Jahre in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen worden, so die Polizei. Mutter und Sohn waren bereits vor zwei Wochen ermordet worden. Entdeckt wurden die Leichen erst am Donnerstag (19.7.01). In der Wohnung fand die Polizei einen Brief, in dem der Lebensgefährte die Taten zugab und von Streitigkeiten sprach. Seit der Tat war der Mann mit einem Leihwagen auf der Flucht und unternahm nach Polizeiangaben mehrere Selbstmordversuche. Er wurde in Bremen nach einem Hinweis aus der Bevölkerung gefasst“...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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