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So, 15:17 Uhr
18.01.2009

Nazi-Konzert – Reaktionen

Nach bekannt werden des Nazikonzertes in Rossleben gibt es jetzt die ersten Reaktionen...


Entsetzt über die Meldung, dass am Samstagabend in Roßleben drei Beamte der Polizei bei der Auflösung eines Konzerts der rechten Szene verletzt wurden, zeigte sich Steffen Lemme, Bundestagskandidat der SPD für den Kyffhäuserkreis, und fordert unverzüglich vom Thüringer Innenminister Scherer eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls.

„Wenn schon V-Leute des Verfassungsschutzes in den Strukturen rechtextremer Gruppierungen verankert sind, so muss man erwarten können, dass derartige Zusammenrottungen im Vorfeld bekannt sind und rechtzeitig verhindert werden können“, so Lemme in einer ersten Reaktion.

„Da muss man ja Angst um seine Kinder haben, die einfach an einem Samstagabend tanzen gehen und Musik hören wollen, und sich dann mitten in einer rechtsextremen Veranstaltung wieder finden“, so Lemme weiter.

Nicht zuletzt zeigt dieser Vorfall, dass ein Verbot rechtsextremer Strukturen, insbesondere der NPD, mit aller Unterstützung der Thüringer Landesregierung angegangen werden muss.
Autor: nnz

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Kommentare
dirlewanger
19.01.2009, 01:42 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert.
art-ndh
20.01.2009, 11:45 Uhr
Verbote!?
... die Reaktion von Herrn Lemme kann ich verstehen, aber leider nicht ganz nachvollziehen. Muss ich wohl auch nicht, er ist Politiker im Wahlkampf und ich ein Interessierter und Aufmerksamer.

Bei Konzerten solcher Art greift kein Verbot. Die "subkulturelle" rechtsextreme Szene bewegt sich ausserhalb von greifbaren und öffentlich wahrnehmbaren Strukturen, weshalb sie nicht verboten werden können. Diese Szene agiert streckenweise schon aus dem "Untergrund" heraus, was solche illegalen bzw. als Geburtstags-oder Hochzeitsfeier getarnten Konzerte immer wieder beweisen.

Das am vergangenen Wochenende ein Konzert aus dem Spektrum der sog. "Freien" stattfand dürfte auf der Hand liegen. Denn die NPD hat mit Veranstaltungen wie dem "Fest der Völker"/Jena, "Rock für Deutschland"/Gera und dem "Tag der nationalen Jugend in Thüringen" (zuletzt 2008 in Sondershausen, 2009 in Erfurt) offizielle Veranstaltungen. Ebenso muss die NPD nicht im verborgenen agieren, wenn sie doch z.B. immer wieder im Anschluss an Ihre Landesparteitage Liedermacher/innen oder Bands spielen lassen ... oder sie melden eine Veranstaltung mit musikalischer Begleitung an.

Die NPD könnte verboten werden, doch die Ideologie lässt sich nicht aus den Köpfen verbannen und das ist das gefährliche. Wie etliche Studien belegen (unter anderem von der Friedrich-Ebert-Stiftung "Vom Rand zur Mitte") sind rechte Resentiments bereits in der gesellschaftlichen Mitte angekommen und haben sich dort verankert. Doch das ist ein anderes Diskussionsfeld.
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