Do, 19:27 Uhr
15.01.2009
Krise und Optimismus
Global gesehen ist das Jahr 2009 ein Jahr mehrerer Krisen. Aus Sicht des Nordhäuser Rathauses jedoch wird auch dieses Jahr ein gute werden. Das zumindest ist die Botschaft der Rede von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) am heutigen Abend...
Wenn die Nordhäuser Oberbürgermeisterin zum Empfang lädt, dann ist das für die Vertreter des politischen, wirtschaftlichen und des öffentlichen Lebens der Region ein Pflichttermin. Man will nicht nur miteinander plaudern oder am Sektkelch nippen, sondern hören, was Barbara Rinke zu verkünden hat.
Neujahrsempfang (Foto: nnz)
Und da wurde es eingangs eine Mischung aus Historie und Weltpolitik, die ins Audimax transportiert wurde. 20 Jahre friedliche Revolution sollen bekannterweise in diesem Jahr gefeiert werden. In Nordhausen wird man dazu auf einem Weg schreiten (nnz berichtete bereits). 20 Jahre danach, also jetzt sieht es folgendermaßen aus: Der Kapitalismus ist durch Maßlosigkeit in die Krise gestürzt. Die Investment-Banker kannten kein Maß bei ihren Deals, kein Risiko schien zu groß. Es herrschte ungezügelte Freiheit und Gier. Das Wort vom Casino-Kapitalismus machte die Runde.
Und mittendrin ist Nordhausen. Nicht die Insel der Glückseligkeit, aber ein klitzekleiner Fels in der Brandung. Ob in der Nachhaltigkeit, der Agendapolitik – Nordhausen habe sich eingebracht in die Weltströmungen. Auch das Integrierte Stadtentwicklungskonzept sei ein Ausdruck dafür. Rinke; Bis zum Ende dieses Jahres werden wir ein Strategieprogramm mit lokal ausgerichteten Zielstellungen und dem dazu gehörigen Maßnahmepaket verfassen. Dabei geht es vor allem darum, jene Projekte, die die Stadt bereits auf ihrer Agenda hat, unter dem Nachhaltigkeitsaspekt zu bewerten, einzuordnen und entsprechend anzupassen.
Weitere Punkte der Botschaft waren die Geburtenfreudigkeit der Nordhäuserinnen, Bauinvestitionen in Höhe von mehr als 220 Millionen Euro seit der Wende, die weitere Entwicklung der Schulen in der Stadt, Gipsabbau und Industriegebiet Goldene Aue und schließlich der Bogen zum zweiten Konjunkturpaket der Bundesregierung. Ich hoffe, dass das Jahr 2009 nicht als das Jahr der Krise in den Geschichtsbüchern erscheint, sondern als das Jahr der neuen Lösungen. Das neue Denken muss an Fahrt gewinnen. Der Freistaat Thüringen schmückt sich mit dem Slogan Denkfabrik Thüringen und wir sind heute in der Fachhochschule zu Gast, auch einem Denk- und Lehrort, der Nachhaltigkeit in seinem Programm hat. Nehmen wir uns gegenseitig beim Wort und meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn Sie in diesem Jahr aufgefordert sind, des öfteren zur Wahl zu gehen, so sehen Sie bei Ihrer Entscheidung darauf, wie die Parteien die Probleme der Zukunft lösen wollen: mit den Ideen von gestern oder mit dem Mut zu neuem Denken.
Ach ja – zum Abschluß gab es noch Genesungswünsche für Dieter Althaus.
Neujahrsempfang (Foto: nnz)
Der Präsident der Fachhochschule, Prof. Jörg Wagner, ging in seiner Ansprache ebenfalls auf die Nachhaltigkeit ein und kündigte den weiteren Ausbau der Bildungseinrichtung an, der auch der Landesregierung angetragen worden sei. Hierzu bedürfe es jedoch der Unterstützung aller Kräfte in der Region, auch der heute versammelten Unternehmer.
Autor: nnzWenn die Nordhäuser Oberbürgermeisterin zum Empfang lädt, dann ist das für die Vertreter des politischen, wirtschaftlichen und des öffentlichen Lebens der Region ein Pflichttermin. Man will nicht nur miteinander plaudern oder am Sektkelch nippen, sondern hören, was Barbara Rinke zu verkünden hat.
Neujahrsempfang (Foto: nnz)
Und da wurde es eingangs eine Mischung aus Historie und Weltpolitik, die ins Audimax transportiert wurde. 20 Jahre friedliche Revolution sollen bekannterweise in diesem Jahr gefeiert werden. In Nordhausen wird man dazu auf einem Weg schreiten (nnz berichtete bereits). 20 Jahre danach, also jetzt sieht es folgendermaßen aus: Der Kapitalismus ist durch Maßlosigkeit in die Krise gestürzt. Die Investment-Banker kannten kein Maß bei ihren Deals, kein Risiko schien zu groß. Es herrschte ungezügelte Freiheit und Gier. Das Wort vom Casino-Kapitalismus machte die Runde.Und mittendrin ist Nordhausen. Nicht die Insel der Glückseligkeit, aber ein klitzekleiner Fels in der Brandung. Ob in der Nachhaltigkeit, der Agendapolitik – Nordhausen habe sich eingebracht in die Weltströmungen. Auch das Integrierte Stadtentwicklungskonzept sei ein Ausdruck dafür. Rinke; Bis zum Ende dieses Jahres werden wir ein Strategieprogramm mit lokal ausgerichteten Zielstellungen und dem dazu gehörigen Maßnahmepaket verfassen. Dabei geht es vor allem darum, jene Projekte, die die Stadt bereits auf ihrer Agenda hat, unter dem Nachhaltigkeitsaspekt zu bewerten, einzuordnen und entsprechend anzupassen.
Weitere Punkte der Botschaft waren die Geburtenfreudigkeit der Nordhäuserinnen, Bauinvestitionen in Höhe von mehr als 220 Millionen Euro seit der Wende, die weitere Entwicklung der Schulen in der Stadt, Gipsabbau und Industriegebiet Goldene Aue und schließlich der Bogen zum zweiten Konjunkturpaket der Bundesregierung. Ich hoffe, dass das Jahr 2009 nicht als das Jahr der Krise in den Geschichtsbüchern erscheint, sondern als das Jahr der neuen Lösungen. Das neue Denken muss an Fahrt gewinnen. Der Freistaat Thüringen schmückt sich mit dem Slogan Denkfabrik Thüringen und wir sind heute in der Fachhochschule zu Gast, auch einem Denk- und Lehrort, der Nachhaltigkeit in seinem Programm hat. Nehmen wir uns gegenseitig beim Wort und meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn Sie in diesem Jahr aufgefordert sind, des öfteren zur Wahl zu gehen, so sehen Sie bei Ihrer Entscheidung darauf, wie die Parteien die Probleme der Zukunft lösen wollen: mit den Ideen von gestern oder mit dem Mut zu neuem Denken.
Ach ja – zum Abschluß gab es noch Genesungswünsche für Dieter Althaus.
Neujahrsempfang (Foto: nnz)
Der Präsident der Fachhochschule, Prof. Jörg Wagner, ging in seiner Ansprache ebenfalls auf die Nachhaltigkeit ein und kündigte den weiteren Ausbau der Bildungseinrichtung an, der auch der Landesregierung angetragen worden sei. Hierzu bedürfe es jedoch der Unterstützung aller Kräfte in der Region, auch der heute versammelten Unternehmer.


