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Mi, 12:44 Uhr
31.07.2002

OKN-Nutzer haben sich beworben

Nordhausen (nnz). Seit fünf Jahren verleiht die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) einen Preis. Erstmals haben sich in diesem Jahr auch Nutzer des Offenen Kanals in Nordhausen. nnz stellt die drei Beiträge vor.


Drei Sendungen, die im Offenen Kanal Nordhausen produziert und gesendet wurden, nehmen am diesjährigen medienpädagogischen Preis, ausgeschrieben von der TLM, teil. OKN-Jugendclubleiter Steffen Wieltsch hat die preisverdächtigen Beiträge „Instant Acts“, „Fröhlicher Alltag“ und „Sucht, was soll das?“ ausgewählt. Im laufenden Programm kann man sich von der Qualität der Beiträge überzeugen.

1. In der Sendung „Instant Acts“ haben zwei junge Frauen (15 Jahre) aus der Region, die Mitglied im OKN-Jugendclub sind, die gleichnamige Veranstaltung vorgestellt. „Instant Acts“ ist ein multikultureller Kunstworkshop, der einmal im Jahr durch Europa zieht und seit einigen Jahren jeden September in Nordhausen (Klubhaus) halt macht. Junge Künstler aus der ganzen Welt stellen ihr Können vor und vermitteln es interessierten Jugendlichen. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos. (Angebote z.B. Capoira, Percussion, Bauchtanz) Initiiert wird dieses Event überregional vom Interkunst e.V. und vor Ort vom Kreisjugendring, dem Schrankenlos e.V. und dem Horizont e.V.. Annelie Stodolka und Juliane Feyer waren letztes Jahr vor Ort, sprachen mit Machern, Workshopteilnehmern und brachten jede Menge Tonmaterial mit.

2. „Fröhlicher Alltag“ ist ein 30-minütiger Beitrag, der von der 3. Klasse der Grundschule Petersdorf gestaltet wurde. In der Sendung berichten die Schüler von Ihrem Schulalltag (z.B. Fasching, Vorstellung der Schule), erzählen Kinderwitze und haben sich sogar an eine kleine Hörspielproduktion herangewagt, die der Sendung auch ihren Namen gab.

3. „Sucht was soll das?“ ist eine Produktion der Schweitzerschule Bleicherode, die sich mit der Drogenproblematik beschäftigt. Die Schüler haben sich aus berufenen Mund Auskunft geholt. So waren sie unter anderem im „Anderen Bahnhof“, einer überregional bekannten, engagierten Drogenberatungsstelle. Des weiteren kommen ein ehemaliger Drogenkonsument und ein Mitarbeiter vom Arbeit und Bildung e.V. zu Wort. Dieser Nordhäuser Verein leistet praktische Jugendarbeit, indem er gestrauchelten Jugendlichen u. a. bei der Jobsuche hilft, sinnvolle Freizeitangebote bietet oder auch Therapiezugang vermittelt. Auf alle Fälle ist eine interessante Sendung entstanden, die nicht mit dem Zeigefinger daherkommt, jedoch eindrücklich die Gefährlichkeit des Drogenkonsums offen darlegt.

Der Preis der TLM ist in diesem Jahr mit insgesamt 8.000 Euro dotiert. In drei Kategorien werden jeweils Preisgelder in Höhe von 2.500 Euro verliehen. Das Preisgeld in diesen Kategorien ist zweckgebunden für die Anschaffung neuer Medientechnik zu verwenden. In der Sonderpreiskategorie werden Preisgelder in Höhe von maximal 500 Euro vergeben.
Autor: nnz

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